Wohin mit dem neuen Haustier?

Was die Natur anbelangt haben wir jetzt dreieinhalb Jahre im Paradies gewohnt. Unsere Tage wurden immer wieder von tierischen Besuchern unterbrochen. Vogelarten von denen ich zuvor nur den Namen kannte besuchten unser Vogelhaus. Mäuse in der Wildwiese, der Maulwurf der fleißig das Erdreich umgegraben hat, gehörte ebenso zu unserem Leben wie Rehe und Wildschweine im angrenzenden Wald. Bald dürften auch die Eidechsen wieder aus ihrem Winterquartier auftauchen.

Doch seit ein paar Tagen haben wir einen neuen Gast. Er lässt sich auch nicht mehr von uns stören wenn wir an ihm vorbei gehen. Er bleibt ruhig im Gras liegen. Knabbert an der Wiese, die jetzt langsam wieder zu leben beginnt.

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So bunt wird sie bald wieder sein, und dann finde ich unseren Gast sicher nicht mehr so einfach 🙂

Aber kann ich unseren Gast einfach so alleine lassen? Der Arme wird sich doch bestimmt einsam fühlen 🙂 Oder hier zieht wieder jemand ein, der einen Vierbeiner mit bringt der denkt dies wäre ein Sonntagsbraten? Wohin also mit dem neuen Haustier? 🙂

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Vielleicht hat jemand von euch eine Idee was ich mit dem kleinen Kerl machen soll 🙂 Joachim hält mich sowieso für verrückt was meine Tierliebe angeht. Muss ich einfach noch erzählen.

Vor Jahren als wir noch ganz seriös in einem Steinhaus lebten, bekamen wir auch regelmäßig Besuch. Die Kellertüre war nicht ganz dicht. Und so hatten die Mäuschen leichtes Spiel bei uns mal nach dem Rechten zu sehen 🙂 Eine war so frech, das sie unter Joachims Schreibtisch sitzen blieb als er dort am PC saß. Sie schaute ihn an, als wenn sie sagen wollte „Na großer, was willst du denn“ 🙂 Wäre es nach Joachim gegangen hätten wir eine Mausefalle aufgestellt und das niedliche Untier damit umgebracht. Doch ich legte sofort mein Veto ein. Das sie aus dem Haus musste war klar, aber nur mit Lebendfalle. Gesagt und eingekauft. Von wegen mit Speck fängt man Mäuse, da gibt es etwas viel besseres.

Nicht nur wir können der süßen Versuchung nicht widerstehen, auch Mäuse mögen Nutellabrote 🙂 Joachim zieht mich noch heute damit auf, das Stückchen Brot sei größer gewesen als die Maus 🙂 Als die Kleine am nächsten Morgen in der Falle saß, habe ich sie genommen und rund 50m vom Haus entfernt wieder frei gelassen. Sie war schneller weg als ich gucken konnte.

Aber noch schneller war sie wieder da, ihr hatte mein Brot wohl zu gut geschmeckt. 🙂 Es dauerte nicht lange und ich sah sie wieder durch die Wohnung huschen. 🙂 Falle wieder aufgestellt, Nutellabrot geschmiert, Kellertüre endlich abgedichtet und das Mäuschen wieder ausgesetzt. 🙂 Hoffe ich werde jetzt nicht angezeigt, weil ich ein Tier ausgesetzt habe 🙂

Jetzt bin ich aber völlig vom Thema abgekommen, was mache ich mit unserem Haustier? 🙂

Reales kennenlernen

Gestern war es soweit unser erster Womostammtisch, nur wenige Kilometer entfernt in der Kreisstadt. Und schon bei der Anfahrt wurde uns klar, die Stadt hat sich erneut nicht mit Ruhm bekleckert. Natürlich gab es vorab eine Anfrage an die Stadt, ob es möglich ist auf dem Stellplatz Kanzlers Weide ein solches Treffen aus zu führen und es erging ein positiver Bescheid mit der Aussage das wäre gar kein Problem es wäre Platz für 100 Wohnmobile.

Da wir vorab noch etwas zu erledigen hatten kamen wir von der anderen Seite und wunderten uns das laut Verkehrsführung die Zufahrt zu Kanzlers Weide gesperrt angezeigt wurde. Dort angekommen standen auch an der Einfahrt Absperrungen und überall der Hinwies nur für Schausteller. Die am kommenden Wochenende beginnende Frühjahrskirmes schon in voller Vorbereitung. Wären wirklich 100 Wohnmobile angereist, hätten diese keinen Platz mehr gefunden 🙁 Da sollten die Verantwortlichen bei der Stadt vielleicht beim nächsten Mal etwas genauer in den Kalender schauen 🙁

Zum Glück ließen wir uns nicht abhalten und befuhren das Gelände trotzdem und fanden auch tatsächlich ein paar Gruppenmitglieder. Auch wenn ich den Aufkleber nicht sofort gesehen habe 🙂 Leider hatten wir viel zu wenig Zeit und konnten nur kurz bleiben. doch in dieser kurzen Zeit lernten wir sehr sympathische Menschen kennen, und wir werden unser Versprechen halten, wir sehen uns auf einem der nächsten Stammtische wieder. In wenigen Wochen sind wir frei, und müssen nicht mehr auf die Uhr sehen und können solche Treffen dann auch voll auskosten.

Wir wünschen allen die jetzt noch in Minden sind, ein schönes Restwochenende und viele weitere bereichernde Gespräche.