Wohin mit dem neuen Haustier?

Was die Natur anbelangt haben wir jetzt dreieinhalb Jahre im Paradies gewohnt. Unsere Tage wurden immer wieder von tierischen Besuchern unterbrochen. Vogelarten von denen ich zuvor nur den Namen kannte besuchten unser Vogelhaus. Mäuse in der Wildwiese, der Maulwurf der fleißig das Erdreich umgegraben hat, gehörte ebenso zu unserem Leben wie Rehe und Wildschweine im angrenzenden Wald. Bald dürften auch die Eidechsen wieder aus ihrem Winterquartier auftauchen.

Doch seit ein paar Tagen haben wir einen neuen Gast. Er lässt sich auch nicht mehr von uns stören wenn wir an ihm vorbei gehen. Er bleibt ruhig im Gras liegen. Knabbert an der Wiese, die jetzt langsam wieder zu leben beginnt.

02.07 (3)

So bunt wird sie bald wieder sein, und dann finde ich unseren Gast sicher nicht mehr so einfach 🙂

Aber kann ich unseren Gast einfach so alleine lassen? Der Arme wird sich doch bestimmt einsam fühlen 🙂 Oder hier zieht wieder jemand ein, der einen Vierbeiner mit bringt der denkt dies wäre ein Sonntagsbraten? Wohin also mit dem neuen Haustier? 🙂

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Vielleicht hat jemand von euch eine Idee was ich mit dem kleinen Kerl machen soll 🙂 Joachim hält mich sowieso für verrückt was meine Tierliebe angeht. Muss ich einfach noch erzählen.

Vor Jahren als wir noch ganz seriös in einem Steinhaus lebten, bekamen wir auch regelmäßig Besuch. Die Kellertüre war nicht ganz dicht. Und so hatten die Mäuschen leichtes Spiel bei uns mal nach dem Rechten zu sehen 🙂 Eine war so frech, das sie unter Joachims Schreibtisch sitzen blieb als er dort am PC saß. Sie schaute ihn an, als wenn sie sagen wollte „Na großer, was willst du denn“ 🙂 Wäre es nach Joachim gegangen hätten wir eine Mausefalle aufgestellt und das niedliche Untier damit umgebracht. Doch ich legte sofort mein Veto ein. Das sie aus dem Haus musste war klar, aber nur mit Lebendfalle. Gesagt und eingekauft. Von wegen mit Speck fängt man Mäuse, da gibt es etwas viel besseres.

Nicht nur wir können der süßen Versuchung nicht widerstehen, auch Mäuse mögen Nutellabrote 🙂 Joachim zieht mich noch heute damit auf, das Stückchen Brot sei größer gewesen als die Maus 🙂 Als die Kleine am nächsten Morgen in der Falle saß, habe ich sie genommen und rund 50m vom Haus entfernt wieder frei gelassen. Sie war schneller weg als ich gucken konnte.

Aber noch schneller war sie wieder da, ihr hatte mein Brot wohl zu gut geschmeckt. 🙂 Es dauerte nicht lange und ich sah sie wieder durch die Wohnung huschen. 🙂 Falle wieder aufgestellt, Nutellabrot geschmiert, Kellertüre endlich abgedichtet und das Mäuschen wieder ausgesetzt. 🙂 Hoffe ich werde jetzt nicht angezeigt, weil ich ein Tier ausgesetzt habe 🙂

Jetzt bin ich aber völlig vom Thema abgekommen, was mache ich mit unserem Haustier? 🙂