Tag zwei bei Bauer Bernd

Heute lassen wir es ganz ruhig angehen, es ist ein regnerischer Tag, dafür hat sich der kalte Wind von gestern verzogen. Es ist völlig ruhig hier, im Gegensatz zu gestern wo sich hier viele Kinder getummelt haben. Für Kinder ist das hier ein Paradies, Mais Pool, Go-Kart fahren, spielen, klettern und toben. Für eine kleine Erfrischung oder Stärkung ist auch gesorgt.

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Doch heute sind sogar die Stuten mit ihren Fohlen unter das schützende Blätterdach geflüchtet. Aber der Bauer sagte uns ja schon gestern bei der Begrüßung dass er dringend auf ausgiebigen Regen hofft, eine solche Trockenheit hätte er noch nie erlebt. Für mich auch noch nicht vorstellbar das in nur vier Wochen der Zuckermais so hoch sein soll, das er als Labyrinth genutzt werden kann.

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Durch die ungeplante Verlängerung unseres Aufenthaltes hier mussten wir vorhin natürlich erst einmal zum Einkaufen. Dabei entdeckten wir auch einen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung. Joachim reichte der Regen allerdings nicht, er benötigte zudem eine erfrischende Dusche aus dem Wasserschlauch. Das passiert wenn man Männlein und Weiblein der Schlauchverbindung nicht richtig miteinander verkuppelt. Ich hatte gut lachen, stand ich doch drinnen im trockenen und verstaute unsere Einkäufe. Heute Abend werden wir lecker und günstig speisen. Bratwurst 500g mit Kohlrabi Gemüse, und das für nur 3,00€ Günstiger kann man nicht mehr essen.

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Gerade höre ich es zum x-ten Male im Radio, der Düsseldorfer Gastwirt der die Nation spaltet. Wobei ich die Aufregung nicht nachvollziehen kann. Nur weil er einen Teilbereich seines Restaurants für Kinder gesperrt hat. Andere Lokale sperren Hunde aus, Raucher müssen draußen bleiben, viele Restaurants sperren auch Behinderte aus, nicht durch Schilder, aber durch den Zugang oder fehlende Sanitäreinrichtungen. Doch dies ist völlig normal, da geht kein Aufschrei durch die Bevölkerung, dies nehmen wir als selbstverständlich hin. Die Begründung des Gastwirtes, warum ein Teilbereich Kinderfrei bleiben soll, konnte ich zumindest nachvollziehen.

Diese kleine Abschweifung der Gedanken, lässt mich gerade nach nebenan schauen, in die Kinderstube unter dem Blätter Dach. Die Fohlen steht dicht bei  ihren Müttern, alles ruhig und friedlich. Hier habe ich gestern Abend auch die ersten Schwalben dieses Jahr gesehen, und es gibt hier einen kleinen Schwarm Gartenrotschwänze mit ihren Jungen. Die kleinen sind noch nicht lange flügge und ähneln noch kleinen Wattebäuschen. Rechts vom Womo reifen schwarze Johannisbeeren, ein wenig Sonne wäre nicht schlecht, dann könnte ich vielleicht mal probieren.

Gestern haben wir dann auch erfahren, dass der Hof über ein kleines Heu Hotel verfügt. Also auch für nicht Camper eine Möglichkeit hier zu übernachten. Mal schauen was wir in den nächsten Tagen noch so erfahren und entdecken werden. So langsam beginne ich wieder zu lernen, auf meinen Körper zu hören und nicht ständig auf die Uhr zu sehen.

Euch allen, die ihr hier regelmäßig mitlest, wünschen wir ein schönes Wochenende, das ihr es genauso genießen könnt, wie wir.

2 thoughts on “Tag zwei bei Bauer Bernd”

  1. Hi Gabi und Achim
    Ich finde es supergut wie ihr beide durch die Lande zieht von einem Bauern zum andern und super Ernährung . Macht weiter so , ich lese mit viel schmunzeln euren Blog 1jahr noch dann kommt das erste erlebnisbuch. Macht weiter so liebe Grüße von mir
    Euer Hans jürgen

    1. Schön das du uns mit einem Schmunzeln folgst. Das mit dem Erlebnisbuch, da bist du nicht der erste. Mal sehen, vielleicht habt ihr ja Recht. In einem Jahr kann viel passieren. Pass auf dich auf, bis bald
      herzliche Grüße
      Joachim und Gabriele

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