Gedankenschnipsel

Neun Tage sind wir jetzt als Nomaden unterwegs. Jeden einzelnen dieser Tage haben wir genossen. Aber uns wird auch immer klarer, dieses Womo wird keine Dauerlösung sein. 6,60 m sind einfach auf Dauer zu wenig. Dies beginnt beim Bett, in dem nur Menschen 175 cm wirklich bequem liegen können, Joachim mit seinen 182 stößt oben und unten an. Auch die Sitzgruppe ist für einen Daueraufenthalt nicht wirklich bequem.

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Internet ist eine absolute Katastrophe. Ich hatte im Vorfeld ja viel in den diversen Gruppen gelesen. Der fast einstimmige Tenor, Handy als Hotspot reicht, damit hat man fast immer Empfang. Dann haben wir scheinbar das einmalige Talent die jungfräulichen Flecken in Deutschland zu finden. Also doch eine Satelliten Anlage? Oder gibt es günstigere Alternativen? Damit müssen wir uns noch mal intensiv auseinandersetzen.  Denn so ganz ohne Internet, da fehlt dann doch etwas. Hier bei Bauer Bernd, können wir zum Glück über Wlan ins Netz, denn das Handynetz reicht nicht mal zum Telefonieren.

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Diese Nacht waren außer uns auch andere Übernachtungsgäste hier. Ein Teil hat im Heu Hotel geschlafen, andere in einem Bauwagen. So ging der Trubel heute schon zeitig los, obwohl die Kids gestern noch sehr lange draußen getobt haben. Wenn wir die Kids so beobachten plagen uns zwiespältige Gefühle. Einerseits ist es toll, das es doch noch so viele Kinder und Jugendliche gibt die sich draußen bewegen, statt daheim zu hocken. Es beginnt bei den ganz kleinen und endet bei den Erwachsenen. Aber es betrübt auch zu sehen, wie mit den Sachen umgegangen wird. Ganz nach dem Motto, es gehört ja nicht mir.  Ständig müssen Sachen repariert werden. Und die Erwachsenen sind da nicht sorgsamer als die Kids.

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So langsam haben wir aber auch genug vom Landleben, und wollen morgen ein wenig Luxus genießen. Yachten gucken ist angesagt. Aber auch Wäsche waschen. Auch stehen die kommende Woche einige Termine an, bevor es dann am 27ten nach Norddeich geht. Wir hoffen dass dann auch endlich der Sommer kommt. Bisher erinnert das Wetter eher an Herbst, immer wieder Schauer und ständig ein frischer Wind.

Schade drum, der war bestimmt mal richtig super
Schade drum, der war bestimmt mal richtig super

Fazit nach einer guten Woche Wohnmobil. Es ist eine andere Herausforderung, als der Wohnwagen auf einem CP. Für die Infrastruktur ist man selbst verantwortlich, früher war es der Inhaber des CP. Gerade auch bei diesem unbeständigen Wetter, rückt man noch mal enger zusammen, als in einem WoWa. Wir haben unter anderem auch das spielen wieder für uns entdeckt. Momentan vergeht kein Tag ohne Gambler. Ordnung ist das A und O. Im WoWa konnte man auch mal fünf gerade sein lassen. Das eingeschränktere Platzangebot im WoMo lässt dies nicht zu. Bereuen wir unseren Entschluss schon? Nein ganz sicher nicht. Diese Gedankenblitze sollen auch dabei helfen, das Optimum für uns zu finden. Die Erfahrungen die wir momentan sammeln, werden alle in die endgültige Lösung mit einfließen. Für uns war von Anfang klar, dass der Pilote nur eine Übergangslösung sein würde. Geschuldet auch dem Zeitmangel, direkt das richtige zu finden. Bis dahin werden wir weitere Erfahrungen sammeln, noch mehr Informationen zum völligen autark sein. Werden uns ganz sicher auch noch viele Wagen ansehen, viel lesen, aber auch die Erfahrungsberichte anderer lesen.

Jetzt habe ich euch genügend Schnipsel hin geworfen. Aber eins darf ich auch nicht vergessen.

Ich muss ja noch danke sagen! Heute vor drei Monaten habe ich diesen Blog eröffnet. Und bis heute haben über 9000 Besucher diesen Blog besucht, fast 25000 Seitenaufrufe sind erfolgt. Danke für dieses rege Interesse.

Dieser Bericht sollte eigentlich schon gestern online gehen, doch dank der oben beschriebenen Probleme nicht möglich. Mittlerweile sind wir weiter gezogen und am Hafen gelandet. Werde nachher Bilder machen und im nächsten Bericht einfügen.