Über Umwege, Rasenmäher und andere Ereignisse

Noch immer stehen wir in Marienhafe, ich habe unseren Kassierer schon gefragt was hier ein Ganzjahresplatz kostet. Ich habe mich in dieses paradiesische Fleckchen Erde verliebt. Und an das tägliche Moin, egal zu welcher Tageszeit habe ich mich auch schon gewöhnt. Die Menschen hier sind sehr sportlich. Hier am See trifft sich eine Gruppe, die nach ein wenig aufwärmen und Gymnastik, flotten Fußes den See umrunden. Unzählige Jogger, Walker und Radler ziehen hier täglich ihre Runden um den See, und wenn sie noch genug Puste haben, kommt auch immer ein » Moin «

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Gestern haben wir unser Paradies aber trotzdem mal verlassen. Das Zentrum von Marienhafe stand auf dem Programm. Da unsere Nachbarin sehr vergesslich ist, und seit Tagen Menschen anspricht und nach dem Weg in den Ort fragt, fühlten wir uns gut gerüstet. 🙂 Doch scheinbar sind auch wir sehr vergesslich, oder wir haben die verschiedenen Wegbeschreibungen durcheinander gewürfelt. Auf jeden Fall, wanderten wir erst mal den See entlang bis dahin wo er sich gabelt. Niemand hatte gesagt, dass der Weg sich zweimal gabelt. Die erste Gabelung war also verkehrt und wir machten kehrt. An der zweiten Gabel noch mal nach links, und tatsächlich hier war endlich die Straße. Doch wo war der Turm, nach dem man sich richten sollte? Mittlerweile hatte uns das Paar eingeholt welches uns auf die falsche Gabel hingewiesen hatte, und zeigte wir sollen links gehen. Nicht mehr ganz so angenehm wanderten wir jetzt die Straße entlang, die Sonne kannte kein Erbarmen. Und wir hofften bald die kleine Brücke zu entdecken, die wieder auf einen Wanderweg führen sollte. Doch stattdessen standen wir plötzlich wieder an der Zufahrtsstraße zum Stellplatz. Wir waren also statt 500m, rund drei Kilometer gelaufen und somit noch immer nicht wirklich weit gekommen.

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Rechts gab es einen Trampelpfad, der auf der anderen Straßenseite weiter ging, wir überquerten die Straße und standen mitten in einer Wohnsiedlung. Eine Dame kämpfte mit ihrem Rasenmäher, und auch ihr Enkel? Bekam ihn nicht an. Joachim bot den beiden seine Hilfe an, aber auch er konnte dem Mäher kein Leben einhauchen, er schien kein Benzin zu bekommen. Wir marschierten weiter, verließen die Wohnsiedlung und kamen an eine Kreuzung.

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Gegenüber kam uns ein Radfahrer entgegen. Während wir noch darauf warteten die Straße überqueren zu können, geschah es. Der Radfahrer fiel mit seinem Fahrrad um, schlug mit dem Hinterkopf auf. Er rührte sich nicht mehr. Schnell gingen wir hinüber, als ich seine Augen sah, dachte ich nur » zu spät « Joachim sprach ihn an, und nach einem kleinen Moment kam auch eine Reaktion. Joachim sprach immer weiter mit ihm, bis er verständliche Antworten bekam. Zum Glück war auch kein Blut zu sehen. Inzwischen kamen immer mehr Menschen, viele Autofahrer hielten an. Aber nicht wie wir es gewohnt sind, zum Gaffen, nein alle boten ihre Hilfe an. Ein junger Mann rief auf unsere Bitte hin den Krankenwagen, zwei andere Männer halfen Joachim den Mann von der Straße zu bekommen. Der Menschenauflauf verlief sich sehr schnell, als alles getan war, was man vor Ort machen konnte. Nachdem dann der Krankenwagen da war, verließen auch wir die Unfallstelle und versuchten weiter ins Zentrum zu gelangen.

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Vor uns sahen wir einen Friedhof, rechts daneben den Störtebeckerturm, wir waren am Ziel angelangt. Irgendwo wo hier an diesem Marktplatz sollte es eine gute Eisdiele geben. Und als ob wir nicht schon genug Umwege gelaufen waren, liefen wir auch jetzt einmal um den ganzen Platz, bis wir nach knapp 2 Stunden marschieren die Eisdiele gefunden haben. Das Eis hatten wir uns jetzt redlich verdient.

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Es war wesentlich später geworden als gedacht, und so beschlossen wir auch unser Abendessen im Ort ein zu nehmen. Danach machten wir uns auf den langen Heimweg. Doch Joachim bewies eine gute Spürnase und verkürzte den Weg von 2 Stunden auf 25 Minuten. So das wir gegen 21:30Uhr wieder daheim waren.

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Heute müssen wir uns erst mal erholen, morgen ist dann Wellness auf dem Plan, bevor es am Freitag heißt » auf Wiedersehen, Marienhafe «

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4 thoughts on “Über Umwege, Rasenmäher und andere Ereignisse”

  1. hallo,
    Das ist immer schön zu lesen, Eure Berichte .
    Weiterhin allzeit gute Fahrt.

    Zum wandern. Ute ich auch ganz gerne die App im iPhone, da kann man sehr gut erkennen , welche Gabelung die richtige ist:)

  2. Sehr interessant. Wo genau liegt nun dieser Ort?
    Welche Stadt ist am nächsten ?

    Gruss Waltraud

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