Auf deutschen Straßen unterwegs

Sonntag nach einem ausführlichen Frühstück mit unseren Kindern haben wir dann auch das Weserbergland verlassen. Unser Ziel lag noch rund 260km entfernt. Ungefähr auf der Hälfte machten wir Pause in Wuppertal auf einem Rasthof. In die Stadt fahren ohne Plakette ja nicht möglich. Leider hat meine Tochter ihre Nachricht nicht gesehen, so dass wir uns nicht auf einen Kaffee treffen konnten.IMG_9274

Stattdessen gab es einen netten Plausch mit einem portugiesischen Trucker. Er kam an unser Mobil und war begeistert. Es wäre so schon groß. Er erzählte dass er sich auch ein großes Mobil kaufen möchte wenn er in Pension ist. Nach 35 Jahren auf der Straße kann er sich nicht vorstellen plötzlich nicht mehr unterwegs und nur zu Hause zu sein. Wir tauschten uns dann noch darüber aus, warum wir uns für einen Ami und nicht für einen großen deutschen Wagen entschieden hätten.  Trucker sind wohl doch kommunikativer als Mobilisten.

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Eigentlich lag jetzt nur noch rund eine Stunde, bis anderthalb, Fahrt vor uns.  Auf das Chaos bei Leverkusen waren wir nicht vorbereitet. Das wir nicht mehr über die Rheinbrücke dürfen war es bewusst. Das aber zeitgleich auch noch die A3 voll gesperrt sein würde leider nicht. Sonst wären wir bei Wuppertal schon über eine andere Autobahn ausgewichen. Auch gab es in Leverkusen keinerlei Ausschilderung für eine alternative Route. Der gesamte Verkehr quälte sich über die B9. Dank „genialer“ Ampelschaltung und die Hopser die ständig von einer Spur auf die andere wechseln in der Hoffnung eine halbe Autolänge weiter vorne zu sein, wäre laufen sicherlich die schnellere Alternative gewesen. Kurz vor Köln Mülheim hatte es dann auch noch einen Unfall gegeben, alles musste auf eine Spur wechseln.

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Der nächste Schock, kam dann auch bei der Einfahrt in Mülheim. Bisher war uns nicht bewusst dass auch Vororte schon Umweltzone sind, zumal das Zentrum ja auf der anderen Rheinseite ist. Wieder hatte es vorher keinerlei Hinweise gegeben. Wir setzten uns dieses Mal über das Einfahrverbot hinweg, und fuhren weiter, keinen Nerv mehr nach Alternativen zu suchen und erreichten dann endlich nach 2,5 Stunden Schleichfahrt wieder die Autobahn.

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Gegen 19:30Uhr kamen wir dann endlich bei unseren Freunden an. Total ungünstig, denn die kleine Maus sollte ja eigentlich ins Bett, doch durch unsere Ankunft war daran überhaupt nicht mehr zu denken. Erst nachdem sie voller Übermut übers Sofa hüpfte und einen nicht eben sanften Abgang machte, war sie ins Bett zu bekommen.

Gestern dann einfach einen entspannten Tag gemacht, ein wenig bummeln gewesen. Heute werden die Männer beginnen das Spiel – und Klettergerüst von Standard zu etwas einzigartigen u verwandeln. Die Maus wünscht sich einen Prinzessinenturm. Da bekommt meine Kamera wieder was vor die Linse für euch.

 

2 thoughts on “Auf deutschen Straßen unterwegs”

  1. Eure Brücken- und Umgehungsstrassentour hättet ihr in derselben Geschwindigkeit auch in Bad Oeynhausen haben können 😉 Da zeigt sich mal wieder, dass Ankommen schöner ist als das „Hinkommen“ 😀 Kommt trotzdem weiter gut hin und lieben Dank für eure fleissigen Berichte. Ich geniesse es immer wieder! <3

    1. 🙂 Stimmt, Bad Oeynhausen wäre mindestens genauso schön gewesen 🙂 Mal schauen wie wir zurück fahren, vermutlich über Wuppertal, und somit Leverkusen umfahren.

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