Entspannung ein Fremdwort?

Hallo ihr treuen Leser, heute melden wir uns mal ohne neue Pannenmeldungen. Uns geht es gut und wir sind in Aufbruchsstimmung. Morgen geht es zum WoMo Treffen nach Stemwede. Wir freuen uns auf Bekannte und neue Gesichter.

Burg Bergerhausen 02.08 (2)Natürlich werden wir den Aufenthalt dort auch nutzen und unsere Wäsche wieder vom Wäschekorb in den Schrank befördern. Am Montag dann noch einen Termin in Minden abarbeiten und dann wollen wir Richtung Ostsee. Ganz gemütlich hoch nach Altenkrempe und von dort die Umgebung erkunden. Altenkrempe selber hat zumindest laut Internet keinen eigenen Stellplatz, liegt aber so ländlich das wir sicherlich ein schönes Plätzchen finden werden. Wenn nicht müssen wir ins benachbarte Neustadt ausweichen, dies entscheiden wir dann aber vor Ort.

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Gerade jetzt in der Urlaubszeit habe ich die vielen Reiseberichte gelesen, durfte unzählige Bilder anschauen. Doch mit Erstaunen habe ich immer wieder wahrgenommen, das Urlaub zum Kilometerwettbewerb wird. In zehn Tagen rund 2500 bis 3000km fahren, um dann an einem Ort eine Woche zu verbringen stelle ich mir nicht sehr erholsam vor. Urlaub ist doch eigentlich zum Entspannen und erholen gedacht? Ich quäle mich über die Autobahn, durch Baustellen und Staus. Komme müden an meinem Fernziel an. In den wenigen Tagen vor Ort mache ich einen Besichtigungsmarathon um mich anschließend wieder über die Autobahn nach Hause zu begeben. Ist das wirklich der Sinn von Urlaub? Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute liegt so nah? Wir sind jetzt seit über zwei Monaten dauerhaft im Wohnmobil und haben noch keine 2000 km gefahren. Egal wo wir hinkommen, nehmen wir uns die Zeit die Gegend kennen zu lernen. Immer wieder bleiben wir auch einige Tage stehen und lassen uns ganz einfach treiben. Wir brauchen keine Uhr und keinen Kalender, sondern lernen so langsam unseren eigenen Rhythmus zu folgen. Dies hat aber auch fast die ganzen zwei Monate gedauert, bis dieses Gefühl der Entspannung und Erholung eingesetzt hat.

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Doch wie geht es den Menschen die sich dieses erholen nicht mal im Urlaub gönnen? Fahren bedeutet ständige Konzentration und somit Anstrengung. Der Körper bekommt keine Ruhepause und fährt auch im Urlaub noch auf Hochtouren. Ist es dann ein Wunder, das immer mehr Menschen ihre Energien völlig aufbrauchen? Ihre Akkus zwischendurch nicht einmal vollständig aufgeladen werden? Was ist der Reiz daran? Unzählige Kilometer zu fahren, um dann auf einem überfüllten Stellplatz oder Campingplatz an zu kommen? Okay ein guter Grund ist sicherlich die Sonnengarantie, wobei auch die Sommer bei uns immer wärmer werden. Man möchte mal etwas anderes sehen, andere Länder kennen lernen. Aber muss ich dies dann machen wenn ich nur eine begrenzte Anzahl von Urlaubstagen zur Verfügung habe? Wäre es dann nicht sinnvoller den Flieger zu benutzen und die Reise dadurch zu entstressen? Oder den Urlaub, jeder hat im Schnitt 30 Tage zur Verfügung, zu bündeln und auch dadurch zu mehr Entspannung zu kommen? Schon vor vielen Jahren gaben Ärzte den Rat mindestens drei Wochen am Stück Urlaub zu machen. Der Körper benötigt mindestens eine Woche um sich auf Urlaub einzustellen, die zweite Woche setzt somit erst die Erholung ein, und in der dritten Woche ist man entspannt genug um die Akkus wieder aufzuladen.

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Unsere Akkus sind mittlerweile vollständig aufgeladen und wir werden alles tun das es so bleibt. Langsam und in Ruhe werden wir die Orte anfahren und besichtigen die auf unserer » will ich sehen Liste « stehen. Was wir in diesem Jahr nicht schaffen, schaffen wir halt im kommenden Jahr. Es wird immer wieder eine Zeit geben wo wir länger an einem Ort verweilen und einfach nur Zeit im und am Womo verbringen. Einfach mal ein gutes Buch lesen, mal ins Kino gehen, eine Tag in einer Therme verbringen oder wonach uns sonst noch so ist.

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Ich wünsche euch allen, dass auch ihr eure Akkus auffüllen könnt, um den Anforderungen des Alltags gewachsen zu sein.

Sonnenaufgang 02.07 (10)

 

4 thoughts on “Entspannung ein Fremdwort?”

  1. Wieder mal ein toller Bericht von Ihnen. Nicht mehr lange, und wir sind auch on the road. April 2016 ist es so weit, bin schon dabei unseren Haushalt bei ebay und co einzustellen. Freu mich schon richtig auf unser neues Leben.

    1. Hallo Frauke,

      dann wünsche ich euch viel Erfolg bei der Haushaltsauflösung, dies war eigentlich der schwierigste Teil unseres Plans. Die Menschen schienen nichts gebrauchtes zu wollen. Es wurde zeitlich ziemlich eng, doch wir hatten dann das Glück einen Trödler zu finden der zu einem fairen Preis alles mitgenommen hat.

  2. Super toll Eure Idee mit dem Leben im Womo. Es ermuntert mich sehr unser Vorhaben bald umzusetzen. Nur noch ein paar winzige Monatchen bis zu unserem Beginn.
    Seit herzlich gegrüßt
    Tina Dibad

    1. Liebe Tina,

      wenn dies euer Traum ist, dann können wir euch nur zuraten ihn auch um zu setzen. Es ist ein völlig neues Lebensgefühl, man lässt allen Ballast hinter sich.
      Wir wünschen Euch, das auch ihr mit dieser Art zu Leben glücklich werdet
      Herzliche Grüße
      Joachim und Gabriele

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