Lübeck Tag zwei

 

Nachdem gestern ja Natur pur absolviert wurde, heute dann das krasse Gegenteil. Ab in den Trubel und die Hektik einer Stadt.

Ein Bus fast für uns alleine
Ein Bus fast für uns alleine

Wann sind wir eigentlich das letzte Mal  Bus gefahren? Zusammen glaube ich noch nicht, somit war das heute Premiere und wir hatten zudem den Bus fast ganz für uns allein. Sind Busfahrer eigentlich schon früher als verkappte Rennfahrer unterwegs gewesen?

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Von unserem momentanen Stellplatz Herrenholz, bis zum Holstentor fuhren wir rund 15 Minuten mit dem Bus. Die Haltestelle ist seitlich vom Tor, und so fiel uns heute das erste Mal auf, wie schief das Tor steht. War dies schon länger so, oder kippt es in letzter Zeit stärker?

Das schiefe Tor von Lübeck
Das schiefe Tor von Lübeck

Bei dem herrlichen Wetter bot sich als erstes eine Hafenrundfahrt an, in der einen Stunde erzählte uns der Kapitän viel über Lübeck. Unter anderem auch das in der Stadt viele Gebäude schief stehen, da es sich um einen morastigen Untergrund handelt.

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Es ging vorbei an alten Segelschiffen, wir erfuhren dass die Hamburger Reeperbahn ihren Namen den Lübeckern verdankt. Die Lübecker Reeperbahn waren früher große Hallen in denen unter anderem Seile hergestellt wurden. Heute kann man eine dieser Reeperbahnen für Veranstaltungen mieten.

Lübeck City (13)

Es ging vorbei an einer Veranstaltung, dem Drachenbootfest. Rudern ist in Lübeck Volkssport Nr.1 und gehört sogar zum Schulsport.

Lübeck City (35)

Vorbei ging es an einer traumhaften Kleingartenanlage, die passende Alternative zum Zigeunerleben im Wohnmobil. Diese Anlage ist nicht mit dem Auto zu erreichen, und so sind am gesamten Ufer kleine und größere Boote fest gemacht.

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Nach dieser entspannenden und interessanten Fahrt, machten wir uns auf zur Petri Kirche, um von der dortigen Plattform einen beeindruckenden Blick über die Stadt zu bekommen. Das Wetter spielte mit, und spendierte uns eine gute Fernsicht.

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Weiter ging es dann ins Marzipanparadies, und in Richtung Dom. Vorbei am ältesten Spital, zum Domkirchhof. Der Dom selbst eine totale Überraschung. Obwohl evangelisch, gab es in dieser Kirche so viel zu sehen, gab es ganz viel Liebe zum Detail. Ich konnte mich nicht satt sehen und habe unendlich viele Bilder gemacht.

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Gestreikt haben wir bei der Marienkirche und dem Rathaus, in beiden musste man Eintritt bezahlen, im Rathaus ging es ohne Führer gar nicht. Da für uns sowohl die Kirche als auch das Rathaus ein öffentlicher Ort sind, die von unseren Geldern finanziert werden, haben wir auf eine Besichtigung verzichtet. Beim Rathaus sicherlich schade, denn schon die Lobby war beeindruckend.

Lübeck City (128)

Wie alt darf man eigentlich sein, um immer noch Kind zu sein. Eine Springbrunnenanlage verführte mich zum Abkühlen. Und ich habe wahnsinniges Glück gehabt. Die Fontäne reichte mal gerade bis zum Knöchel. Doch wir waren kaum ein paar Schritte weiter gegangen als das Wasser plötzlich lauter wurde, die Fontänen gingen jetzt höher, und wären mir locker bis zum Bauch gegangen. Dies beobachteten wir auf dem Rückweg, ein kleiner Junge hüpfte auch durch die Fontänen und plötzlich schlug das Wasser über ihm zusammen. Der arme hat sich sehr erschrocken und begann zu weinen.

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So langsam hatten wir aber auch genug vom Trubel der Stadt und so suchten wir die Bushaltestelle um wieder raus zum Herrenholz zu fahren. Noch hat Center geöffnet aber in einer halben Stunde kehrt hier Ruhe ein. Morgen früh noch in Ruhe frühstücken und aufräumen, dann geht es knapp 40 km weiter nördlich nach Altenkrempe. Dort ist es vermutlich wieder ruhiger und ländlicher. Auch von dort wird es wieder Bilder und Berichte geben, der Akku der Kamera wird gerade aufgeladen.

2 thoughts on “Lübeck Tag zwei”

  1. Hallo, Ihre Reisenden, habe mich über die wunderbaren Bilder über Lübeck sehr gefreut. Ja, das Holstentor sackt immer weiter ab, genau wie Euch berichtet wurde. Ich kann mich noch erinnern daran, dass in der Parkanlage vom Holstentol noch Anfang der Fünfziger Jahre Kartoffeln angepflanzt wurden. Zur Versorgung der Bevölkerung. Das fand ich als kleines Kind sehr komisch, hat mir auch nicht gefallen.
    In der Marienkirche, da wart Ihr nicht drin, das ist die Kirche mit den zwei schlanken Türmen, sehr gut ins Bild genommen, finden immer wunderbare Konzerte statt.

    Die Petrikirche, auf der Ihr wart, war ich schon, als die vier Türme noch fehlten. Da gab es nur eine Aussichtsterrasse ohne Türme.

    Und die wunderbaren kleinen Wohnbereiche, diese kleinen Gassen, habt Ihr nicht besucht ? Schade.

    Und das Buddenbrookhaus in der Mengstrasse. Habt Ihr das nicht besucht ? Schade.

    Dieses Heiliggeist-Hospital in der Nähe ist ur-alt. Drinnen gibt eine ganz viele kleine unterteilte Räume. Jeder hat so einen kleinen privaten Bereich für sich. Eine eigene Zelle sozusagen. Das ist sozialer als die heutigen AltenPflegeheime. Als ich früher einen Schulausflug dorthin machte, war noch alles bewohnt. Und wir konnten mit den alten Leuten dort sprechen. Sie waren alle sehr zufrieden dort. Mir kam es vor, als wäre ich in einer grossen Puppenstube.

    Das Alter Schiffergesellschaftshaus in der Innenstadt, habt Ihr das gesehen ? Ein Gasthaus, in dem früher alle Fischer zum Essen kamen. Ist noch alles so erhalten, wie es früher war. Heute ein In-Restaurant.

    Also, nochmals herzlichen Dank für die schönen Bilder. Das ist, wie wenn man alte Freunde wiedersieht.

    Weiterhin gute Reise und freundliche Grüsse von
    Waltraud Clasen

    1. Hallo Waltraud, danke für diesen ausführlichen Kommentar. Diese kleinen Gassen haben wir uns wirklich gespart. Das Buddenbrookhaus hingegen haben wir gesehen und ich glaube auch bildlich fest gehalten. Muss ich gleich mal schauen. Wenn ich irgendwo wieder ans Wlan komme, werde ich Lübeck in die Galerie stellen. Sage dir dann Bescheid. m in die Galerie zu kommen, brauchst du nur auf der Startseite eins der drei Bilder anklicken.

      Nachher geht es weiter gen Norden.

      Herzliche Grüße
      Gabriele

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