Lübeck,  unser Tor zur Ostsee

Nachdem wir mit unseren Kindern am Donnerstag noch gemeinsam gefrühstückt haben, packten wir zusammen und  haben  Bückeburg in Richtung Norden verlassen.

Nix als Blödsinn im Kopf
Nix als Blödsinn im Kopf
Schwiegertochter mit Schlafmütze Lucky
Schwiegertochter mit Schlafmütze Lucky

Die erste Nacht haben wir auf dem Stellplatz »Wohnmobiltreff Lübeck « verbracht. Er ist angegliedert an die Erlebniswelt Hülshorst. Das Wetter spielte nicht wirklich mit, und so ließen wir den Abend ganz gemütlich zuhause ausklingen.

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (11)

Gestern stand dann Natur pur auf dem Programm, nur 5 Minuten Fußweg entfernt liegt das Naturschutzgebiet Schellbruch. Rund 400 ha laden zum Erholen und entdecken ein. Aufgrund des Regens am vergangenen Tag und dem Sonnenschein gestern, herrschte schon fast ein tropisches Klima. Es war zwar nicht übermäßig warm, doch es war sehr feucht. Besonders im Waldteil des Gebietes mit seinen alten und hohen Bäumen, engen Pfaden kam dieses Tropengefühl auf.

Ein Bauwerk ohne menschliche Hilfe, hier ein Rundbogen
Ein Bauwerk ohne menschliche Hilfe, hier ein Rundbogen

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (12)

Im Naturschutzgebiet sind rund 200 Vogelarten heimisch, von der Aussichtsplattform » Lagunenblick « kann man einige beobachten. Doch man genießt auch den Blick über eine einzigartige Landschaft. Die große Lagune, Schilffelder wohin man sieht, und im Hintergrund die Trave. Wenn man Glück hat zieht dort ein Schiff vorbei. Im Süßwasserteich sind mir Kraniche begegnet, Kormorane hielten sich sowohl in der Lagune als auch im Süßwasserteich auf.

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (27)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (31)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (32)

Leider gibt es keine ausgeschilderten Rundwanderwege, man muss sich also selbst orientieren. Gar nicht so einfach. Hin und wieder ließen sich Infotafeln finden, doch keine verriet wirklich wo man sich gerade befindet. Der Anfangs breite Waldweg, verengt sich spätestens nach der ersten Kreuzung. Gutes Schuhwerk ist zwingend erforderlich. Der Weg besteht überwiegend aus Kieselsteinen in allen Größen, jeder Schritt ein ausbalancieren. Meine Barfußschuhe bescherten mir neben einer guten Trittfestigkeit auch eine intensive und ausdauernde Fußreflexzonenmassage.

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (36)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (40)

Über einen schmalen Pfad, ging es aus dem Wald heraus in ein großes Schilffeld. Zur Linken der Süßwasserteich und nur durch den Weg getrennt zur Rechten die große Lagune. Von dort hörte man auch ein lautes Geschnatter, typisch für Gänse, doch gesehen habe ich sie erst viel später. Zwischen den beiden Gewässern hindurch führte der Weg hinunter zur Trave. Motorboote, Segler und große Pötte gab es zusehen.

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (48)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (59)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (47)

Nach einem letzten Blick auf die Trave ging es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Zumindest die grobe Richtung sollte stimmen. Orientierung war noch nie wirklich meine Stärke. Der Weg wurde wieder schmaler, und auch steiniger. Nach der ganzen Strecke die ich schon gegangen war, nicht mehr wirklich angenehm. Zwei Stunden war ich bis zu diesem Zeitpunkt schon unterwegs und weitere zwei lagen vor mir, wenn mich mein Gefühl nicht täuschte. Eine Infotafel verriet mir dass ich auf dem Gänsepfad bin. Wenn der Pfad richtig benannt wurde, sollte ich die Schreihälse wohl doch noch zu Gesicht zu bekommen.

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (84)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (91)

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (82)

Und da war sie, die » Gänsewiese « so viele Tiere hatte ich noch nie auf einem Fleck gesehen, der Lärmpegel war enorm. Doch auch Kormorane und Rindviecher waren hier zu finden. Ich blieb eine Weile und beobachtete das Treiben. Beim weiter wandern entdeckte ich dann des Campers Traum, einen Bauwagen mitten im Wald. Der gute Zustand deutete auf regelmäßige Benutzung hin. Neugierig wie ich nun mal bin, ging ich näher und entdeckte dass ich einen Standort des NABU gefunden hatte.

Naturschutzgebiet Schellbruch 28.08 (87)

Meine Tour näherte sich jetzt langsam dem Ende. Wer nach Lübeck fährt, sollte sich nicht nur die Stadt anschauen, sondern auch einen Tag für dieses einzigartige Naturschutzgebiet einplanen. Wir haben es nicht bereut, die Stadt erst mal außen vor zu lassen, und Natur zu tanken. Die Stadt kommt dann heute dran. Natürlich werde ich euch auch von dieser Tour berichten. Morgen werden wir Lübeck verlassen und weiter in Richtung Ostsee ziehen.

Lianen, doch Tarzan erschien nicht
Lianen, doch Tarzan erschien nicht

4 thoughts on “Lübeck,  unser Tor zur Ostsee”

  1. Hallo Gabriele,
    Im Schellbruch habe ich vor vielen Jahren mal ein Praktikum im Waldkindergarten gemacht. Die glücklichen Kinder konnten jeden Tag in diesem Wald spielen.
    Fahrt ihr von Lübeck nördlicher oder nach Meckpomm an die Ostsee? Ich hätte sonst kurz vor Fehmarn einen Tipp für einen schönen Platz. Ich komme hier aus der Gegend.
    Gruß Angelika

    1. Hallo Angelika, wir wollen erst mal nach Altenkrempe, Neustadt, und dann mal schauen.

      In diesem Wald ist es den Kids ganz sicher nicht langweilig geworden, da gibt es so viel zu entdecken und erleben. Schön wenn Kinder so naturnah aufwachsen dürfen.

  2. Hallo Gaby,
    herrliche Bilder hast du gemacht. Das Geschrei der Wildfänge kenne ich. Wenn mein Mann in den Wintermonaten morgens früh mit in Holland mit den Hunden rausgeht, höre ich nach ein paar Minuten immer wo er ist ?. Die Natur ist doch einfach unschlagbar.

    Freue mich auf weitere Berichte ?
    LG
    Andrea

    1. Ja Natur ist immer wieder faszinierend und packend. Trotz platter Füße,verschwitzter Klamotten, habe ich den Tag gestern wieder voll genossen. Das Geschrei habe immer noch in den Ohren 🙂

      Heute ist ja erst mal Kontrastprogramm an der Reihe. Hoffe neben altbekannten auch eher unscheinbarere oder nicht so bekannte Dinge vor die Linse zu bekommen.

      Herzlichst
      Gabriele

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