Rückblick auf drei Monate

Wir haben Wismar verlassen, und sind die B105 weiter gefahren nach Bad Doberan. Am Münster konnten wir parken. Doch leider nur zwei Stunden Höchstparkdauer. Auch im Ort selber fanden wir keine Parkmöglichkeit die eine ausgiebige Erkundung möglich gemacht hätte. So wurde es nur eine Stippvisite.

Bad Doberan 10.09 (1)

Auch haben wir darauf verzichtet das Münster zu besichtigen. Drei Euro pro Person, für ein Gebäude welches von unseren Steuergeldern finanziert wird, das sehen wir wirklich nicht ein. Eine Kirche ist für uns ein Ort der jedem Menschen unentgeltlich zugänglich sein sollte.

Bad Doberan 10.09 (3)

Bad Doberan selber ein eher kleiner Ort, der tatsächlich in den zwei Stunden zu besichtigen ist. Keine wirklichen Highlights.

Bad Doberan 10.09 (10)

Wir sind also noch die paar Kilometer weiter gefahren und in Rostock angekommen. Ab heute wollen wir unsere Erkundungstouren starten. Gestern lud das Wetter eher zu einem Bummeltag ein. Wir haben ihn genutzt für einen Bummel durch den Ostseepark, haben dort unsere Vorräte wieder aufgefüllt und ein wenig unser Heim aufgeräumt. Ansonsten wirklich nur gefaulenzt und mal einen Tag nichts getan.

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Drei Monate sind wir jetzt unterwegs, haben seitdem 2850km gefahren und schon viel gesehen. So oft es geht frei gestanden. In fast jedem Ort kann man solche Freisteher Plätze finden. Manche sind richtig schön, mitten im Grünen, andere liegen mitten in der Stadt oder an einer belebten Hauptstraße. Doch selbst diese Straßen sind nachts relativ ruhig so dass man gut schlafen kann. Offizielle Stellplätze sind ja auch nicht immer ruhig, wenn man die falschen Nachbarn erwischt. Türen schlagen, Schränke werden mit aller Kraft bedient, Radio oder TV in einer Lautstärke gehört das eigene Geräte unnötig sind.

Bad Doberan 10.09 (13)

In Wismar am Tierpark kam am letzten Abend noch ein weiteres Wohnmobil an. Die beiden hatten nicht so viel Glück wie wir. Als die Dame vom Ordnungsamt ihre Runde am Westhafen machte, waren die beiden on Tour. Als sie wieder kamen, fanden sie ein Knöllchen in Höhe von 15 Euro vor. Sie haben sich sehr geärgert und Wismar verlassen. Wismar ist eine von vielen Städten die sich mit dem Thema Wohnmobile, und dem ständig wachsenden Bedarf an Parkplätzen beschäftigen muss. Von den Parkflächen her, gäbe es in Wismar genügend Möglichkeiten, doch Höhenbeschränkungen und eindeutige Verbote vertreiben auch viele Wohnmobilisten. Aber Wismar ist da in guter Gesellschaft. Die Städte sind stolz darauf dass sie einen offiziellen Stellplatz anbieten können, vergessen dabei allerdings die Tagesgäste die auf einen solchen Stellplatz nicht angewiesen sind, weil sie entweder autark sind, oder abends wieder aus der Stadt raus fahren.

Nach Rostock (3)

Unser Fazit, wir schauen ob es große Einkaufscenter gibt, Sportplätze, Parkanlagen, oder auch Gewerbegebiete. Dort findet man meist einen Platz wo man auch über Nacht stehen kann. Drei Monate bedeuten 90 Tage, geht man vom Durchschnitt 10€ pro Nacht aus hätten wir jetzt schon 900€ nur an Stellplatzgebühren bezahlt. Wir kommen nicht mal auf ein Drittel dieser Kosten. Stellplatz ja, wenn die Versorgung ansteht, oder wir mal wieder eine Waschmaschine brauchen und kein Waschsalon in der Nähe ist.

Nach Heiligendamm (3)

So mein Schatz wird wach, frühstücken und dann ab zur Bushaltestelle. Bis später. Dann gibt es erste Rostock Bilder und natürlich einen ersten Artikel.