Rostock mit 210.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg Vorpommern

Es ist richtig schön keinen Zeitdruck zu haben, nachdem wir beide ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, sind wir dann mit dem Bus um 10:40Uhr in Richtung City gefahren. Ein wirklich netter Busfahrer gab uns Auskunft wo wir am besten aussteigen sollten. Als wir uns dem Deutsche Med Platz nähern, greift er zum Mikro und erklärt uns und einer Handvoll anderer Touristen wie wir jetzt am besten laufen sollen damit wir  zum Boulevard kommen. Das nennen wir wirklich Kundenservice.

Parken am Ostseepark
Parken am Ostseepark

Wir folgen seiner Beschreibung und sind in wenigen Minuten am Kröpelintor, dem Eingang zum Boulevard und auch Startpunkt der Tour Rostock in einem Tag.

Kröpeliner Tor
Kröpeliner Tor

Unser erster Anlaufpunkt allerdings ist die Tourist Information, denn ein Stadtplan ist einer solch großen Stadt sicherlich hilfreich. Man sollte nie planen, oder bereit sein seine Pläne auch mal zu ändern. Wir erhielten nicht nur einen Stadtplan sondern noch zwei weitere Karten mit denen wir unsere weitere Tour planen werden.

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Doch wir erhielten dort auch die Info das unten im Stadthafen die große Hafenrundfahrt, mit der Möglichkeit in Warenmünde zu unterbrechen, startet. Verglichen mit dem Preis einer normalen Stadtrundfahrt, war diese Schiffstour ein wahres Schnäppchen.

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Also schlenderten wir zum Stadthafen und warteten auf das nächste Schiff. Wir hatten richtig Glück, nicht nur das wir auf dem Außen Deck einen schönen Platz fanden, sondern auch einen sehr kompetenten und unterhaltsamen Kapitän an Bord. Die Stunde Fahrt bis Warnemünde ging viel zu schnell vorbei, der Kapitän wusste viel Wissenswertes über die Orte zu vermitteln an den wir vorbei schwammen.

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Warnemünde, der Ort der uns von so vielen empfohlen wurde, jetzt waren wir auch dort. Das erste was wir uns fragten, wie voll ist dieser Ort in den Ferien und in der Hochsaison? Vor lauter Menschen, war es fast unmöglich die schönen Punkte von Warenmünde zu entdecken. Für uns absolut kein Wohlfühlort.

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Endlich ein Schild zum Strand. Doch was war das? Da lagen Betonplatten mitten in den Dünen und gaben den Weg vor. Beton und Strand? Wie passt dies denn zusammen? Für uns jedenfalls überhaupt nicht.

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Warnemünde wir haben es gesehen, aber ob wir da noch mal hin möchten? Wohl eher nicht. Zu überlaufen, zu sehr auf Kommerz ausgerichtet als das es für uns ein Wohlfühlort wäre.

Unser Kapitän
Unser Kapitän

Mit dem letzten Schiff ging es dann wieder zurück nach Rostock. So langsam plagte uns der Hunger, und wie für uns gemacht stolperten wir auf dem Weg vom Hafen zur Fußgängerzone über eine Tafel. Ein Asiate preiste seine Tagesangebote an. Kurzentschlossen traten wir ein, bestellten eins der Angebote und waren angenehm überrascht. Das war original asiatische Küche, nicht eingedeutscht. Und verdammt lecker. Vorspeise, Hauptspeise, Dessert und jeder zwei Getränke für unter 25€. So gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserer Bushaltestelle.

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Heute früh waren wir noch nicht ganz wach, und wunderten uns darüber warum auch heute am Sonntag so viele Menschen zum Ostseepark kommen, die Geschäfte sind doch alle geschlossen. Aber einen Grund musste dies ja haben, wir zogen uns an und gingen auf die Suche nach dem Grund. Und waren plötzlich mitten auf einem großen Flohmarkt. Ein völlig anderes Angebot als im Westen, die Verkäufer und auch Kunden viel lockerer und handeln und feilschen hier absolut üblich. Nicht die Verbissenheit die wir im Westen immer wieder erleben.

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Gleich werden wir erst mal die Versorgungsstation suchen, und unser Wasser wieder auffüllen. Dann ziehen wir weiter. Das war erstmal ausreichend Trubel und Menschenmassen für die nächste Zeit. Im Radio hören wir immer wieder Berichte über den Naturpark Bodden, in diese Richtung möchten wir jetzt und noch ein wenig Natur und Ruhe genießen.

 

2 thoughts on “Rostock mit 210.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg Vorpommern”

  1. Hallo ihr beiden,
    habe euren Bericht über Rostock und Warnemünde gelesen und an die Zeit gedacht als ich dort war.Ist jetzt 20 Jahre her. Ich hatte einen Wettbewerb bei meinem Arbeitgeben gewonnen und durfte ein verlängertes WE genau dorthin, wo ihr auch gewesen seid. Als ich in Warnemünde war war es dort sehr ruhig und beschaulich. Keine Touristen und überquellende Geschäfte und Kneipen.Ich habe damals in diesem großen Hotel geschlafen. Zu DDR Zeiten war es das vorzeige Hotel der SED. Als ich da war gehörte es zu einer Schwedischen Hotelkette, war frisch renoviert und in allem TOPP !Das Bier in der Hoteleignen Disco schmeckte sehr gut und auch die Besucher/innen waren sehr freundlich.Ich habe auch eine Hafen und Stadtrundfahrt in Rostock gemacht und konnte erste Fortschritte in Sachen Renovierung der Stadt wahrnehmen.Man muss sich das so vorstellen.Wenn du mit dem Bus auf eine Querstrasse kamst waren links die Häuse Topp renoviert und rechts sah es wie zu DDR Zeiten aus. Nun ja,vergammelt eingeworfene Scheiben Blenden die nichts mehr hielten. Ich denke das Rostock heute sehr schön ist und besuchenswert.Auch im Hafen gab es satt zu sehen. Da lagen russische Schiffe die den Hafen angelaufen waren um überholt zu werden. Dann war es nicht selten das der Reederei das nötige Geld ausging und die Schiffe , so wie sie waren, einfach liegen blieben. So sahen sie dann auch aus. Zum Teil lagen sie schon Jahre dort vor Anker und dümpelten und rosteten so vor sich hin.
    Was mir damals am besten gefallen hat war der kilometer lange Strand.Hier gab es auch ein FKK Gebiet ,was aber aus Witterungs Gründen nicht bevölkert war. Ich habe mir damals geschworen da nochmals im Sommer hinzufahren. Aber da ist es bei geblieben. So das war mein kurzer Bericht von Warnemünde und Rostock.
    Macht weiter so,ich freue mich sehr über eure Berichte

    Mit lieben Grüßen, Willi

    1. Lieber Willi,

      FKK in Warnemünde? Pustekuchen 🙁 Den Strand gibt es natürlich noch, er ist über Betonplatten zu erreichen, nichts mit Schuhe aus und barfuß durch den herrlichen Sand 🙁 Ruhig und beschaulich, das hätten wir uns auch gewünscht, doch heute ist Warnemünde ein Nobelort und der Tourismus boomt. Dies merkt man sofort wenn man in den Restaurants die Preise studiert, im Schnitt drei bis fünf Euro teurer als wir das für das gleiche Gericht z.B. in Wismar gezahlt haben. Und doch sind kaum Sitzplätze zu bekommen.
      Rostock selber ist sehr schön restauriert worden, nichts mehr von dem grau und Verfall vergangener Jahre zu sehen und zu spüren. Die Hafenrundfahrt war einfach nur schön und dank unseres Kapitäns auch sehr informativ. Viele Betriebe und Werften entlang der Warnow sind seit der Wende geschlossen worden, werden heute anderweitig genutzt. Die Neptunwerft, einst größter Arbeitgeber in Rostock ist leider nur noch Geschichte. 🙁 In den Vororten stehen unzählige Wohnsilos, wo vermutlich niemand seinen Nachbarn kennt. Gefühlt hat jeder Ortsteil, sein eigenes riesiges Einkaufscenter und die Parkplätze sind immer voll. Von daher eigentlich eine Großstadt wie jede andere, nur mit einer interessanten und langen Geschichte.

      Herzliche Grüße
      Joachim und Gabi

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