Einheitsgrau war gestern

Barth 16.09 (83)Gestern sind wir wie schon berichtet in Barth gelandet, oder besser am Ortsrand von Barth, auf einem Parkplatz der als Ersatzparkplatz ausgewiesen ist. Bis in die Stadt oder den Hafen sind rund 1,0km. Dafür steht man hier gratis, schön im grünen und ruhig ist es auch. Nur schade, das Wetter lädt nicht wirklich dazu ein, dieses Pausenhäuschen zu nutzen. Es nieselt immer wieder, und auch der Wind bläst ganz schön.

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Deshalb haben wir uns entschieden heute nicht nach Zingst zum Tauchen zu fahren, sondern noch einen Tag hier zu bleiben, relaxen und entspannen muss ja auch mal sein. Joachim kann das gut, ich eher nicht, ich habe dann Hummeln im Hintern, vor allem wenn ich meine Umgebung nicht kenne.

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So bin ich heute alleine los gezogen, und habe Barth besichtigt. Ein gut ausgebauter Weg führt abseits der Hauptstraße direkt zum Hafen. Dort ist auch der offizielle Stellplatz für Wohnmobile, und so wie es aussah noch reichlich freie Plätze mit Blick auf die Yachten im Hafen.

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Als ich den Hafen verlasse, liegt direkt die Marienkirche vor mir. Natürlich kann ich nicht daran vorbei gehen. Bilder darf ich leider nicht zeigen, ein Schild wies ausdrücklich auf das Verbot hin, Bilder im Internet zu publizieren. Eine eher schlichte Kirche, die wie fast alle Kirchen dringend saniert werden müsste.

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Schlicht davon konnte auf meiner weiteren Wanderung eher nicht die Rede sein. Bunt, farbenfroh liebevoll restauriert, egal wohin man sah. Das was ich im Westen so sehr vermisse, gibt es hier im Übermaß. Mut zur Farbe, wohin man auch schaut, immer sieht man warme und einladende Farben. Ganze Straßenzüge wirken durch diese Vielfalt an Farben einladend und freundlich.

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Eine Einkaufsstraße wie wir sie vorher fast überall gefunden haben, sucht man hier vergeblich. Die Geschäfte des Ortes verteilen sich durch ganz Barth, sind in das ehemalige Stadtbild integriert und wirken daher so, als wären sie schon immer da gewesen.

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Ein Blick hinter die Fassaden zeigt allerdings, es gibt sie noch. Die vergessenen grauen Mäuse, die darauf warten dass sie jemand wieder zum Leben erweckt, sie mit Farbe schmückt und mit Wärme füttert. Wenn man diese Gebäude findet, dann wird man an die Zeit von vor dreißig Jahren deutlich erinnert.

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Was mich verwundert hat, dieser Ort scheint noch nicht auf der Liste der Touristen zu stehen. Nur wenige Menschen waren heute unterwegs, nirgends ein drängeln und Hetze. Eine richtige Wohltat.

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