Die einzige Wasserstadt Deutschlands

Die einzige Wasserstadt Deutschlands liegt auf drei Inseln zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee. Klingt interessant, klingt reizvoll muss ich hin. Was in dieser Beschreibung leider nicht steht, das man nur sehr schwer an diese Seen kommt. Erkundet man Fürstenberg, ist es erstmal eine Stadt wie viele andere auch. Von der außergewöhnlichen Lage nicht wirklich was zu erkennen.

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Schaut man an den Häusern vorbei erhascht man am Ende des Grundstückes mit Glück einen Blick auf einen der Seen. Einzig am Yachthafen hat man freien Blick auf den Schwedtsee.

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Fürstenberg ist aber auch die erste Stadt auf unserer Tour, wo ich das Gefühl habe in den neuen Bundesländern zu sein. Egal ob Haupt – oder Nebenstraße überall bekommt man einen Eindruck davon wie es mal ausgesehen hat. Daneben dann die aufwändig sanierten und restaurierten Häuser.

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Vermutlich bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen, stehen viele Gebäude und Grundstücke zum Verkauf. Die B 96 geht quer durch den Ort und ganz besonders der Schwerlastverkehr ist enorm. Da würde ich auch nicht leben wollen.

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Ich entdeckte dann einen Hinweis, Technisches Denkmal Eisenbahnfähre, dem ich folgte. Und endlich fand ich das was ich gesucht hatte, Ruhe, Wasser, Wald und Natur. Auf einem weichen leicht sandigen Boden marschierte ich los. Und kam nach einer Weile zum Denkmal. Leider gelang mir durch das blinde Fenster kein Foto von der Lok die sich immer noch im Schuppen befindet.

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Jetzt hatte ich die Wahl, zurück oder dem Rundweg folgen? Ich entschied mich für den Rundweg? Ein Rundweg kommt ja normalerweise wieder am Ausgangspunkt an, und ich achtete penibel darauf an Weggabelungen den Zeichen zu folgen. Doch der Weg führte mich immer weiter in den Wald, an Feldern vorbei und ich hatte das Gefühl das ich mich immer weiter von Fürstenberg entferne. Ich begegnete kaum einem Menschen, war ganz allein mit und in der Natur, und genoss es einfach.

Erwischt, wollte doch jemand vor im auf den Baum flüchten
Erwischt, wollte doch jemand vor im auf den Baum flüchten

Leben mitten im Wald? Ich sah plötzlich ein Gebäude, große Schilder, was mochte da wohl sein? Neugierig ging ich näher, und erfuhr dass es sich um Landschulheim handelt. Na ob dies heute noch genutzt wird? Ob es wirklich Lehrer gibt die ihre Schüler in die Einsamkeit entführen? Es war zumindest sehr ruhig, keine Ahnung ob da Schulklassen waren.

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Mittlerweile war ich 5km von meinem Ausgangspunkt entfernt, und ich musste mich entscheiden, zurück, oder weiter? Die Schüler müssen ja irgendwie zu diesem Landheim kommen, also folgte ich dem Weg. Reifenspuren zeigten das hier regelmäßig gefahren wurde.

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Ich kam wirklich an eine Straße, und entdeckte eine Bushaltestelle. Doppeltes Glück, von hier fuhr ein Bus nach Fürstenberg und ich musste nur 15 Minuten warten. Mit dem Bus war die Entfernung schnell überbrückt, und ich befand mich in Fürstenberg am Bahnhof. Die Pause im Bus hatte mir aber gar nicht gut getan, hatte ich jetzt doch müde und schwere Beine. Doch nach wenigen Schritten war es vergessen. Sieben Stunden schauen, laufen und genießen. Eigentlich müsste ich noch mal los, denn es soll irgendwo noch einen Barfußpfad geben, ich habe ihn leider nicht gefunden. Aber jetzt habe ich auch keine Ambitionen mehr auf die Suche zu gehen.

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