Willkommen 2016

Guten Morgen, wir wünschen euch allen ein frohes neues Jahr.

Für uns hieß es gestern, mitten drin statt nur dabei.

Wieder einmal durften wir erleben wie sehr sich virtuelle und reale Welt voneinander unterscheiden. Wenn ich den vielen Beiträgen im Netz gefolgt bin ging es immer um Verzicht. Wir knallen nicht weil… Die Gründe waren vielfältig.

Real sah es dann so aus, es wurde mehr geknallt als in den Jahren zuvor. Einige konnten es nicht erwarten und so ging es schon am Nachmittag los. Höhepunkt dann ab ca. 23:30 Uhr bis kurz vor zwei. Wahnsinn was da in die Luft gejagt wurde, von Verzicht keine Spur. Aber auch nicht von der Einhaltung von Regeln. Die ganze Zeit kam im Radio das bundesweit das knallen an Krankenhäusern, Altenheimen und auch an Flüchtlingsheimen verboten sei. Prima ich finde diese Verbote richtig, doch wer kontrolliert ob diese auch eingehalten werden?

Wie schon mehrfach berichtet, stehen wir neben einer Flüchtlingsunterkunft. Woher diese Menschen dort kommen, wissen wir nicht. Aber gerade weil man es nicht weiß, würde ich Rücksicht nehmen und auf das Knallen verzichten. Weiß ich persönlich doch nur zu gut was es heißt wieder mit seinem Trauma konfrontiert zu werden. Weiß was solche Reize auslösen können.

Ich wünsche den Menschen dort drüben, das niemand zu Schaden gekommen ist, und sie wussten dass nichts Schlimmes geschieht, sondern das es unsere Art das Neue Jahr zu begrüßen und das Alte zu verabschieden ist.

Und eine gehörige Portion Glück haben wir auch gehabt vergangene Nacht. Ab einem gewissen Alkoholpegel sollte man ebenfalls aus Vernunft die Finger von Raketen und Böllern lassen. Gefährlich wird es nämlich wenn man die Flasche, die als Halter für die Rakete dienen soll, nicht befestigt und sie umfällt. Die Rakete zischt knapp über den Boden unkontrolliert bis sie dann explodiert. Gefährlich wird es wenn sie auf ihrem Weg unter den Autos durch zischt. Vor allem wenn man wie alle Wohnmobile Gas an Bord hat. Zum Glück ist sie weiter gezischt und erst einige Meter weiter in einem Gebüsch explodiert. Ich mag mir nicht ausmalen was geschehen wäre wenn sie direkt unter dem Gastank losgegangen wäre. Vermutlich säße ich dann jetzt nicht hier, und würde euch erzählen wie wir die Nacht verbracht haben.

Wir selbst haben es völlig ruhig angehen lassen. Kein Festbuffet, kein Trinkgelage. Dafür sind wir auch nicht mit einem dicken Kopf aufgewacht. Unsere Nachbarn haben wohl ins neue Jahr rein geschlafen, schon früh war alles dicht und dunkel, und sie scheinen immer noch zu schlafen.

Auf das es für uns alle ein gutes Jahr wird, sich ein Teil unserer Wünsche und Hoffnungen erfüllen.

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