Ein wenig über mich

1964 als erstes von zwei Kindern in Bad Neuenahr geboren. Aufgewachsen in Köln, da mein Vater dort gearbeitet hat. Nach Abschluss meiner schulischen Ausbildung, begann ich eine Lehre zur Apothekenhelferin, nach erfolgreicher Gesellenprüfung habe ich noch ein Jahr in diesem Beruf gearbeitet, bevor ich dann wegen meiner ersten Schwangerschaft aufgehört habe zu arbeiten.

In den Jahren 1983, 1986, 1988 und 1990 bekam ich meine vier Kinder.

Die Zeit von 1985 bis 1998 war die schwerste Zeit in meinem Leben. Ich war an einen gewalttätigen Alkoholiker geraten. In dieser Zeit erlitt ich alle Formen der häuslichen Gewalt. 1998 ist es mir endlich gelungen mich zu trennen und die Kinder und mich in Sicherheit zu bringen.

Bis 2005 schien ich mein Leben endlich im Griff zu haben. Doch dann kam der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Ich brach zusammen, wurde erst wegen Depressionen behandelt und 1,5 Jahre später bekam ich in der Reha die Diagnose PTBS.

Seit dem Zusammenbruch war ich nicht erwerbstätig, und bekomme seit 2009 eine Erwerbsunfähigkeitsrente in Höhe von 100%.

In den Jahren 2008 bis 2012, und vom Juni 2015 bis Juni 2016 führte ich ein sehr freies unkonventionelles Leben. Manche haben sogar behauptet, diese Art zu leben sei nicht gesellschaftsfähig. Vier Jahre auf einem Campingplatz und ein Jahr in einem Wohnmobil, haben mich geprägt.

Ich fühle mich in der Natur mehr zu Hause als in jedem Haus. Mag keine großen Menschenansammlungen mehr, liebe es morgens den Sonnenaufgang und das Vogelgezwitscher als Wecker zu haben. Ich brauche nicht viel zum Leben, brauche keine Reichtümer, keinen Ballast.

Leider hat sich in den letzten Jahren einiges verändert, ich spürte wie ich immer mehr zum Eigenbrötler wurde, mich kaum noch aus dem Haus traute, einkaufen, Behördengänge, Arztbesuche alles Dinge an die ich nur mit Bauchschmerzen heran gehen konnte. Am liebsten blieb ich vor meinem Wohnwagen, und beschäftigte mich virtuell mit anderen Menschen. Virtuell fiel es mir leicht, Kontakte zu knüpfen, mich auszutauschen. Dadurch das ich mich immer mehr verkroch, habe ich auch zugenommen. Und ich wusste ich muss etwas ändern.

Um mich wieder sicherer zu fühlen, um wieder meine Parzelle verlassen zu können, brauchte ich Unterstützung. Der Gedanke an einen vierbeinigen Freund begann zu wachsen. Im Februar 2016 zog sie dann ein, Lucy, 14 Monate jung und genauso verkorkst wie ich. Auch sie hatte in ihrem kurzen Leben noch nicht viel positives erlebt und musste Vertrauen neu erlernen.

Seit Juni 2016 wohnen wir jetzt in einem kleinen Ort in der Vulkaneifel. Nicht ganz so ruhig wie erwartet, und auch Lucy kann nicht so frei laufen wie erhofft. Auch fehlt mir der Gesang der Vögel am morgen, es ist was dies anbelangt sehr ruhig hier. Aber laut Nabu scheint dies in diesem Jahr überall so zu sein. Von daher gebe ich die Hoffnung nicht auf, das es ab Frühjahr wieder lebendiger draußen wird.

Jetzt habe ich euch schon so einiges über mich erzählt. Auf einzelne Lebensabschnitte gehe ich in separaten Beiträgen noch näher ein.