Die Folgen der häuslichen Gewalt

Sind meist langanhaltend und häufig gravierend. Viele Betroffene die ich kenne haben ebenfalls die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung . Fachleute können dieses komplexe Krankheitsbild und vor allem die diversen Formen besser erklären als ich. Denn ich kann nur von mir sprechen. Deshalb bei Interesse einfach auf den unterstrichenen Begriff klicken und schon kommt ihr auf eine Fachseite.

Bei mir äußert sich die PTBS sehr vielschichtig und mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Meine Symptome:

Konzentrationsstörungen – Schlafstörungen – Albträume – Panikattacken – Gereiztheit – Depression – Antriebslosigkeit

Panik vor fremden Menschen, öffentlichen Plätzen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Großveranstaltungen, Menschenansammlungen.  Angst vor alkoholisierten Menschen, vor extrem laut geführten Gesprächen. Vor Aggressivität.

Ich weiß nicht ob ich jetzt nicht noch welche vergessen habe. Aber ich denke die meisten Symptome habe ich genannt. Wie ihr euch sicher denken könnt, bedeutet diese Vielfalt an Symptomen auch massive Beschneidungen in meinem Alltag.

Manche Dinge die mich belasten kann ich relativ einfach vermeiden, ich muss ja nicht zu einer Veranstaltung gehen und mit alkoholisierten oder aggressiven Menschen muss ich mich auch nicht umgeben. Stimmt leider nicht ganz. Denn somit sind auch viele private Veranstaltungen für mich tabu. Feiern ohne Alkohol scheint es in unserem Kulturkreis nicht mehr zu geben. So macht es mir schon Probleme zu einer Familienfeier zu gehen, und ich bin meist früh wieder weg.

Öffentliche Verkehrsmittel habe ich schon ewig nicht mehr benutzt, ich glaube ich wüsste gar nicht mehr wie ich einen gültigen Fahrschein bekomme. Durch meinen chronischen Schlafmangel und die Konzentrationslosigkeit, damit verbunden natürlich auch verlangsamte Reaktionsfähigkeit, ist es mir nur noch selten bis gar nicht möglich Auto zu fahren. Einkaufen, Arztbesuche, Behördentermine sind nur in Begleitung möglich, wenn überhaupt. Ans Telefon gehe ich auch nur wenn es eine bekannte Nummer ist.

Alle diese Einschränkungen existieren auch heute noch, fast 20 Jahre nach Beendigung der häuslichen Gewalt, und obwohl der Täter nicht mehr lebt.

Aufgrund all dieser Einschränkungen, habe ich heute einen Antrag auf einen Pflegegrad gestellt. Laut Pflegegradrechner kann ich mit Pflegegrad 2 rechnen. Ich werde euch auf jeden Fall berichten wie das ganze abgelaufen ist und welches Ergebnis ich bekommen habe.

 

 

 

2 thoughts on “Die Folgen der häuslichen Gewalt”

  1. Hallo,
    ich Leide auch an Chronischer PTBS Panik und Angststörung und Depression. Dementsprechend habe ich auch einen Antrag gestellt der MDK war auch schon hier und hat ein Gutachten erstellt. Jetzt heißt es Warten

    1. Hallo Frosti, hattest du den Eindruck das der Gutachter schon auf psychische Probleme fokussiert war? Ich warte momentan auf den Besuchstermin und werde dann berichten

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