Ausflug an einen verwunschenen Ort

Gestern verspürte ich nach langer Zeit mal wieder den Wunsch raus zu fahren. Mal was anderes sehen als Wallenborn. Aber nicht irgendwo hin wo mit Sicherheit Menschenmassen anzutreffen sind.

Die Wahl fiel auf einen kleinen Ort ganz bei uns in der Nähe. Birresborn, vielen vielleicht dem Namen nach bekannt, denn Birresborner Wasser gibt es ja vielerorts zu kaufen. Doch nicht der Ort selber reizte mich, sondern ein Naturschutzgebiet rund 1,5km entfernt vom Ortskern.

Dort sollten neben unberührter Natur auch Eishöhlen existieren. Wir schnappten unsere Lucy und fuhren nach dem Mittagessen los. Schon die Anfahrt war ein Abenteuer für sich, enge Straßen mit Schlaglöchern übersät. Zwei große schwere Autos bekommen da Schwierigkeiten aneinander vorbei zu kommen.

Endlich am Ziel angekommen, stellten wir fest, wir sind allein. Kein anderes Fahrzeug stand auf dem Parkplatz. Gut für Lucy, gut für mich. Was mir sofort auffiel war diese Unmenge an Moos, egal ob Bäume oder Steine alles mit Moos bedeckt. Allein dieser dicke dichte Teppich gibt diesem Ort schon etwas mystisches.

Geschmunzelt habe ich über ein Schild, denn mein erster Gedanke war, wow hier können die Fledermäuse lesen 🙂

Die Eishöhlen, ich kann euch leider darüber so gar nichts erzählen. Ich habe mich geweigert sie zu betreten. Aus meiner Kindheit habe ich einen Horror, oder eigentlich ist es schon eine echte Panik, vor steilen Abgängen. Und wenn man sich dann auch nicht irgendwo festhalten kann für mich ein NoGo. Geht gar nicht. Schade. Achim ist schauen gegangen und stellte fest das man teilweise kriechen muss um durch die Höhle zu gelangen. Also alles sehr eng und niedrig, und somit das zweite NoGo für mich. Da ich durch meine PTBS eine leichte Platzangst entwickelt habe, werde ich diese Höhlen leider nie von innen sehen.

Aber muss ich ja auch nicht, es gibt so viele andere schöne Orte die ich, hoffentlich problemlos, besuchen und besichtigen kann. Außerdem entschädigte mich dieser Wald restlos. Endlich mal wieder Natur pur, Vögel die zwitscherten, und der Geruch nach Wald und Moos.

Viele werden jetzt sagen aber du wohnst doch mitten in der Natur. Stimmt, doch ist sie nicht unberührt. Es ist so ziemlich egal welchen Weg man wählt. Man hat immer Begegnungen der unterschiedlichsten Art. Radler, Jogger, andere Hundehalter, Touristen und am schlimmsten überall fahren Autos, egal wie unwegsam der Weg ist.

Klar der Forstwirt darf und muss dort fahren. Doch soweit ich weiß haben wir nur einen davon hier im Revier und der fährt einen grünen Jeep. Einige nutzen die Waldwege als Abkürzung zum Nachbarort, andere um ihre Hunde Gassi zu fahren. Der Hund läuft dann neben dem Auto, statt neben dem Herrchen oder Frauchen 🙁

Genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Auf der Heimfahrt gestern Abend dann etwas total ungewöhnliches gesehen. Vollmond. Klar nichts besonderes, kommt ja alle vier Wochen. Doch diesmal war es etwas besonderes. Vor dem Mond wanderte von links nach rechts eine Schwarze ??? Linie ? Säule? Wolke? Keine Ahnung was für ein Phänomen das war.

Aber seht es euch einfach mal an, vielleicht hat ja einer von euch eine Idee was dies sein könnte.