Lucy und Flohmarkt zwei Welten prallen aufeinander

Ich habe ja schon oft erzählt das Lucy aufgrund ihrer negativen Erfahrungen ein wenig schwierig ist. Fremde Hunde, fremde Menschen sind nicht unbedingt ihre Freunde. Doch seit einigen Wochen haben wir begonnen ihren Radius zu erweitern, sie immer wieder neuen Orten und Situationen auszusetzen.

So stand an diesem Wochenende die Idee im Raum sie mit auf einen Flohmarkt zu nehmen, nichts großes sondern eher übersichtlich um sie und uns nicht zu überfordern.

Ein wenig bange war mir schon wie dieses Experiment ausgehen würde. Der Wettergott meinte es gut mit uns und von schönem Wetter konnte keine Rede sein. Es war grau, windig und es nieselte auch immer wieder ein wenig. So konnten wir sicher sein, das der Markt nicht überlaufen sein würde.

Autofahren liebt sie mittlerweile, und sie hat auch schon akzeptiert das nicht jeder Stopp auch heißt das sie raus darf. Einige Minuten alleine im Auto sind kein Problem mehr.

Als wir Hillesheim ankommen ist alles wie erwartet, eine überschaubare Anzahl an Ständen und auch nicht zu viele Besucher. Es geht schon gut los. Da traut sich doch tatsächlich ein Mensch an unserem Auto vorbei zu gehen.. wau wau wau kommentiert Lucy dies nicht sehr erfreut.

Ich gehe nach hinten, öffne die Heckklappe und befehle ihr zu bleiben. Ich wechsel das Autogeschirr gegen die Leine und sie wartet brav.

Jetzt darf sie aussteigen und ist völlig aus dem Häuschen, am liebsten möchte sie direkt den ganzen Platz und alles kennen lernen und beschnuppern. Ich gehe erst mal ein paar Meter außen um den Platz herum damit sie sich beruhigt und auch noch mal Pipi machen kann.

Dann wagen wir den Versuch, und das Training der letzten Zeit macht sich bemerkbar. Sie geht zwar nicht ruhig und entspannt mit uns über den Markt, aber auch nicht bellend und zerrend. Sie schaut, schnuppert, will auch mal schneller als wir, aber alles im Rahmen. Sitz und bleib wenn wir etwas anschauen wollen klappt zu 70%.

Was allerdings auch daran lag, das sie natürlich nicht der einzige Hund auf dem Markt war. 🙂 Aber auch da keine Überreaktion, eher ein wenig Traurigkeit das sie die anderen nicht alle kennen lernen durfte.

Alles in allem wachsen die zwei Welten zwar langsam aber doch sicher zusammen. Zum abschalten und runterfahren sind wir dann noch eine Runde um den Gerolsteiner Stausee gelaufen.

Dann ging es nach Hause zum Mittagsschlaf (Lucy und Herrchen 🙂 ) Und danach noch die obligatorische Gassi – Ballspielrunde. Jetzt liegt sie neben mir und schläft. Und träumt sicherlich schon von neuen Abenteuern.