Ich gebe es ja zu

Guten Morgen, ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende, allen Opfern von Dauerregen und Überflutungen das sich langsam alles normalisiert und jetzt endlich Sommer kommt.

Lucy rechts mit grünem Geschirr. Bild © ECR

Das Highlight dieser Woche war eindeutig das kennen lernen vom Eifler Chaos Rudel. 🙂 Elke und vier ihrer Hunde, Lucy und ich haben uns getroffen um zusammen eine Runde zu gehen. Die Hunde haben sich gut verstanden, Elke und ich auch. Meine so gefährliche Bestie, die hier im Dorf nicht einen Hund wirklich kennen lernen durfte, lief mit dem Rudel als wenn sie nie etwas anderes gemacht hätte. Genauso friedlich wie im Urlaub. Das war richtig toll, dies zu beobachten. Für das Rudel habe ich eine Aktion ins Leben gerufen bevor ich sie real kennen lernen durfte. Als wir uns trafen habe ich gesehen wie wichtig es wäre wenn wir als Gemeinschaft von Tierfreunden da  etwas bewegen könnten. Der Kombi ist definitiv zu klein, im Kofferraum eine Transportkiste, und ein Wagen für den 17 jährigen Senior, der manchmal aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz so gut zu Fuß ist. Die Hunde sitzen, liegen alle auf der Rückbank und können sich kaum bewegen. Besonders auf längeren Strecken ist dies kein optimaler Zustand. Daher habe ich diese Aktion ins Leben gerufen und würde mich wirklich sehr freuen wenn wir Elke und ihrem Rudel helfen könnten. Mehr Informationen gibt es HIER

Auch wenn es niedlich aussieht, eine längere Fahrt ist so ganz sicher nicht bequem für die Tiere Bild ©ECR

Ich gebe es ja zu, ich bin auf eine Fakenews reingefallen und habe diese auf Facebook veröffentlicht. Aber eigentlich zeigt mir dies auch, was ich unserer Regierung mittlerweile alles zutraue 🙁 Spannend fand ich allerdings, wie viele sich dazu geäußert haben. Plötzlich tummelten sich Menschen auf meinem Profil von denen ich seit ewigen Zeiten oder auch noch nie etwas gehört habe. 🙂 Geht es um echte Nachrichten, um Zwischenmenschliches oder persönliches bleiben Reaktionen meist völlig aus. 🙁 Warum ist das so? Ich werde es nie verstehen. Aber ich habe gelernt, man muss auch nicht alles verstehen, manches sollte man einfach nur akzeptieren.

Damen unter sich, Fronten klären und dann ist alles okay Bild ©ECR

Hier geht es langsam in den Endspurt. Das Ende unserer Wallenborner Zeit nähert sich mit großen Schritten. Es wird Zeit alles zu verpacken, bzw. auch noch mal zu sichten ob sich wieder unnötiges angesammelt hat, was entsorgt werden muss. Das einpacken ist ein wenig erschwert, denn nur weniges von dem was wir besitzen ist nicht im täglichen Gebrauch. Wenn wir es jetzt verpacken, brauchen wir es ganz sicher morgen 🙂 Aber nutzt ja nichts, da müssen wir wohl das nötige Geschick beweisen uns nicht selber Steine in den Weg zu legen. 🙂

Fernweh

Wenn ihr im Moment nicht ganz so regelmäßig Neuigkeiten hier findet, dann ist dies natürlich den Umzugsvorbereitungen geschuldet. Ich werde euch aber so oft es geht auf dem laufenden halten.

Suchen und finden

Es gibt zwar einige die meine Beiträge regelmäßig lesen und somit auch vieles schon wissen. Für alle anderen muss ich wohl ein bisschen weiter ausholen.

Ein Winter auf dem Campingplatz

Joachim und ich sind seit Januar 2005 zusammen. Im Herbst fanden wir unser Zuhause. Abseits gelegen auf einem Bauernhof, das Häuschen war ein ehemaliger Stall und hatte zwei Eingänge, vorne lebten zwei Parteien. Unser Eingang befand sich hinter dem Haus. Vor dem Eingang eine große Wiese die wir nutzen konnten, dahinter begannen die Weiden für die Pferde. Das Wasser kam über einen eigenen Brunnen ins Haus, im Keller wurde es aufbereitet und dann konnte es verwendet werden. Ein absoluter Traum. Der Vermieter ließ uns freie Hand und so richteten wir uns die Wohnung nach unserem Geschmack her. Ich konnte mir gut vorstellen dort alt zu werden. Doch nur 1,5 Jahre später dann das erwachen, der Vermieter kündigte uns, er meldete Eigenbedarf für seinen jüngsten Sohn an. 🙁 Wir hatten keine Chance, Eigenbedarf hat immer Vorrang. So mussten wir Anfang 2008 die Wohnung räumen.

Alles suchen nach etwas vergleichbaren schlug fehl. Da wir uns nicht unter Druck setzen wollten, lagerten wir unsere Sachen ein und zogen erstmal in unseren Wohnwagen, am Niederrhein. Von dort aus wollten wir in aller Ruhe schauen. 🙂 Damit man etwas findet, muss man allerdings auch suchen 🙂 Die erste Zeit haben wir es bewusst hinaus geschoben, wollten erst mal wieder zur Ruhe kommen. Später hat keiner von uns beiden einen Gedanken an Wohnungssuche verschwendet. So lebten wir gut drei Jahre auf einem Campingplatz, lernten wie wenig man eigentlich zum Leben braucht.

Hinter der Hecke lebten wir als Geländewart

Eher durch Zufall fand ich eine Anzeige eines anderen Platzes, dort wurde ein Geländewartehepaar gesucht. Klang genial. Wir haben uns auch darauf eingelassen, doch schnell stellten wir fest, eigentlich ist man zu angebunden. Dann wenn alle anderen Wetter genießen, in Urlaub fahren, mussten wir vor Ort sein. Die Freiheit und Flexibilität fehlte uns. So kam es uns entgegen als es Ende 2014 hieß, der Verein könne sich uns nicht mehr leisten.

Der links, war unser Zuhause. Mit ihm haben wir den Norden und einen Teil des Ostens Deutschlands erkundet

Es folgte ein Jahr in absoluter Freiheit und Unabhängigkeit. Noch weniger Platz, noch weniger Besitz, dafür ein leichtes Gefühl, Abenteuer, und unendlich viele Erlebnisse und Eindrücke. Ein Jahr im Wohnmobil, ihr könnt die Stories hier nachlesen.

Unsere Wohnung in der Eifel

Manche Angebote klingen besser als sie sind. Und so landeten wir in der Eifel. Hier wohnen wir seit 23 Mai 2016. Wir wohnen hier, doch zuhause sind wir hier nicht. Dieses Gefühl angekommen zu sein, stellt sich einfach nicht ein. Hinzu kommen mittlerweile auch Differenzen mit der Eigentümerin, und der versuchte Einbruch während des Urlaubs.

Dort wollen wir heimisch werden

Wir haben uns schon eine Weile umgesehen, und glauben endlich wieder den Ort gefunden zu haben, wo sich auch das Wohlfühlen einstellen wird. Einige wissen es schon, andere ahnen es. Wir werden Deutschland verlassen. Werden uns in einem anderen Land ein Heim schaffen. Wir wollen versuchen wieder zurück zu den Wurzeln zu gehen. Uns nicht mehr abhängig machen vom Konsumwahn. Sondern wieder ein natürliches Leben leben, ohne täglich die Ellbogen einsetzen zu müssen. Ohne ständig mit Neid und Missgunst konfrontiert zu werden. Kein genormtes Obst und Gemüse mehr, sondern frisch vom Feld und Baum auf den Tisch. Direkt beim Erzeuger kaufen, ist dann kein Traum mehr, sondern wird Realität. Mit und bei Menschen für die das Leben aus dem miteinander und nicht dem gegeneinander besteht. Gemeinsam etwas schaffen, statt dem Nachbarn nicht die Butter auf dem Brot zu gönnen. Und ja, dies alles ist kein Traum, das gibt es wirklich noch.

Viele sagen, aber ihr habt doch Familie, ihr habt Kinder. Stimmt haben wir. doch die Kinder haben ein eigenes Leben. Man sieht sich nicht so häufig wie man gerne möchte. Und da spielen die Kilometer keine Rolle. Denn die Kinder können jederzeit kommen, müssen sich keine Gedanken mehr über ihre Urlaubskasse machen. Platz werden wir genug haben, und satt bekommen wir sie auch 🙂