Besuch in Kaposvar

Kaposvár ist der Hauptort des Komitats Somogy in Ungarn. Die Stadt liegt am Fluss Kapos und ist 186 Kilometer von Budapest entfernt. Von unserem Urlaubsdomizil waren es ca. 28 km bis dort.

Einkaufscenter welches direkt an der Fußgängerzone liegt und auch eine gute Parkmöglichkeit für einen Bummel bietet

Auf unserer Liste stand ja vieles was wir uns ansehen wollten, doch die hohen Temperaturen wirkten da ein wenig demotivierend und wir verbrachten einen Großteil unserer Zeit im heimischen Garten. In der zweiten Woche sanken die Temperaturen ein wenig und so entschlossen wir uns zu einem Ausflug nach Kaposvár. Dort findet man alles was das Herz begehrt. Einkaufspassagen, Baumärkte, alle bekannten Supermärkte und auch viele kleine Läden auf der Fußgängerzone. 

 

Brunnen, Wasserspiele und Figuren lockern das Straßenbild auf. Bei der Hitze besonders angenehm die  Vernebler die von Groß und Klein ausgiebig genutzt wurden um sich zu erfrischen. Von uns natürlich auch 🙂

 

Was besonders mir auffiel, in Ungarn darf man noch sein. Da gibt es keine hämischen Blicke, kein Getuschel hinter dem Rücken. Egal ob Groß oder Klein, Dick oder Dünn. Tennissocken in Sandalen, schrille Kleidung, biedere Kleidung, zur Figur passend oder nicht, alles völlig normal. Die Farbkombinationen teilweise abenteuerlich, aber dort völlig normal. Einfach nur schön.

Alles wirkt sauber und gepflegt, es gibt keine beschmierten Wände, es liegt kein Müll auf den Straßen, sogar Zigarettenkippen werden entsprechend entsorgt. Fast jeder Mülleimer besitzt einen Aschenbecher.

Aber man spürt auch keine Hektik, anfangs fällt es schwer einen Gang herunter zu schalten, doch ich habe es als wohltuend empfunden. Egal ob beim schlendern oder einkaufen, es war entspannend und nicht hektisch. Wie erzählte uns ein deutscher der in Ungarn lebt, in Ungarn gehen die Uhren anders. Termine sind ein Anhaltspunkt aber nicht zwangsläufig bindend. 9 Uhr kann auch locker 11 Uhr bedeuten 🙂

Der Tag in Ungarn beginnt früh, gegen sechs sieht man schon die Arbeiter die zu ihrem Aufgabengebiet unterwegs sind. In der Mittagszeit scheint das Leben zum erliegen zu kommen. Ähnlich wie man es aus anderen südlichen Ländern auch kennt. Dafür arbeiten sie fast immer bis zum Einbruch der Dunkelheit.