Goodbye

Hier erscheint der letzte Beitrag aus Wallenborn in der Eifel. Wir sitzen hier auf gepackten Kisten einzig das Bett steht noch, das muss morgen früh noch demontiert werden. Gerade eben bekomme ich einen Anruf, mir rutschte das Herz in das Hose und mein Blutdruck stieg in unermessliche Höhen. Unser Fahrer fragte, ob es schlimm wäre wenn er morgen früh nicht käme, er hätte ein Problem mit dem Wagen. Gott sei dank, klärte er das schnell als Scherz auf. Das wäre jetzt der Supergau, wenn der Wagen morgen nicht käme.

Heute waren wir dann noch auf der Polizei, und es stellte sich tatsächlich heraus das mein Verdacht, worauf sich die Anzeige bezieht teilweise richtig war. Wir haben den kostbaren Hausrat bei Ebay versteigert, obwohl er nicht in unserem Eigentum war und somit haben wir eine Unterschlagung begangen. Die Sachbeschädigung war ebenfalls nicht haltbar, denn der abgerissene Schuppen steht immer noch, die Türe die wir entfernt haben, ist ebenfalls noch vorhanden und kann leicht wieder montiert werden. Und die herausgerissenen Decken entsprachen ja auch nicht der Tatsache. Da wir dies alles belegen können, zum Glück fotografiere ich ja gerne und manchmal auch Sachen wo andere denken was soll denn das jetzt, aber diese Bilder retten uns jetzt wohl den Hintern. 🙂 Was dem Beamten gar nicht bekannt war, das wir keine Mieter in diesem Objekt waren, sondern uns das Haus als Mietkaufobjekt angeboten wurde. Damit änderte sich die Ausgangslage sowieso. Er übergibt jetzt alles der Staatsanwaltschaft, geht aber davon aus das es dort genauso gesehen wird und das Verfahren eingestellt wird. Das bedeutet dann, das wir uns auf einen langen zivilrechtlichen Prozess einstellen müssen. Aber unser Sohn ist Prozessbevollmächtigter, er ist ja noch jung und hat die besseren Nerven 🙂

Heute Mittag haben wir uns köstlich amüsiert. Einer unserer Nachbarn ist vor uns geflohen, wollte nicht im gleichen Imbiss mit uns sitzen. Er hatte uns gesehen, und statt zu parken haben sie das Auto gewendet und sind woanders hingefahren 🙂 Wir fanden dies sehr amüsant. 🙂

Wer sich wirklich bis zur letzten Minute korrekt verhalten hat, waren ausgerechnet die Nachbarn in der anderen Haushälfte, vor denen wir noch vor Einzug gewarnt wurden. Sie wurden als hinterhältig und er sogar als kriminell beschrieben. Da gab es wohl mal Probleme wegen einem Parkrempler, so genau habe ich mir das nicht gemerkt, da ich mir gerne ein eigenes Urteil bilde.

Jetzt gibt es gleich erstmal Abendbrot, dann nochmal mit Lucy eine Runde laufen, duschen ein bisschen TV schauen und früh schlafen gehen. Morgen wird ein harter und langer Tag. Ich melde mich dann wieder, sobald wir uns eingerichtet haben und ich den Kopf wieder ein wenig frei habe. Bis dahin hoffe ich das ihr mir treu bleibt.

One thought on “Goodbye”

  1. Ich bin ebenso nach Ungarn ausgewandert und verfolge als Ösi die Vorgänge in Deutschland mit besonderem Interesse.

    Wie erklärt Ihr Euch den

    – Verfall in Deutschland. Damit meine ich den Verfall der Masse? Eure Geschichten, die Merkelisten im Land und die Ignoranz der Müssen

    – Wie geht’s Euch in Ungarn? Zufrieden nach 5 Monaten? Ich selbst bin 2 Jahre hier lebe aber und der Ostseite der Donau…

    Liebe Grüsse!

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