Unterwegs auf Ungarns Straßen

Jo estet kivanok, ich wünsche euch einen schönen Abend. 

Wir haben uns heute eine Auszeit gegönnt und Kisten, Kisten sein lassen. Unser Ziel war Fonyod, dort wollten wir den so häufig angepriesenen Markt besuchen. Petrus war auch auf unserer Seite und ließ sogar die Sonne durch die Wolken blinzeln. Als ich heute früh aufgestanden bin regnete es und jetzt auch wieder. Doch unseren Bummel durften wir trocken genießen.

Wochenmarkt, man kennt es ja aus Deutschland, eine Handvoll Stände mit regionalen Produkten und ansonsten jede Menge Händler mit allerlei Plunder. So war es zumindest die letzten Jahre in den Regionen in denen wir gelebt haben. 

Ganz anders heute in Fonyod. Wir waren insgesamt knapp drei Stunden unterwegs, und ob wir wirklich alle Gänge gesehen haben wage ich zu bezweifeln. Obst und Gemüse? Wurst und Käse? Kein Problem die Auswahl erschlägt dich. Brot, Kuchen, Honig, Marmeladen auch reichlich zu finden. Auch hier gibt es Kleidung auf dem Markt, doch nicht so ein Plunder und Einheitskram wie in Deutschland. Fast an jedem Stand hätte ich kaufen können, überall gab es etwas das mir gefiel. Ich habe mich für den Übergang auf zwei Westen beschränkt, meine jetzige kann wohl der beste Schneider nicht mehr retten. 

Haushaltswaren gab es auch, von Töpfen, über Holzlöffel bis hin zu Weidenkörben und Stühlen. Natürlich gab es auch ein paar Stände an denen man Kitsch kaufen konnte, so ganz ohne kommt wohl kein Markt aus. Eine Ecke gehörte den Trödlern, ähnlich wie in Deutschland hatten die Händler ein breites Warenangebot.

Man merkte gleich das Fonyod fest in Touristenhand ist, überall hörte man Deutsch, und auch alle Händler mit denen wir sprachen konnten Deutsch. Der holländische Käsemann war total erstaunt das ein Deutscher in Ungarn nach Komijn Käse fragt 🙂 Joachim war allerdings glücklich endlich mal wieder seinen Lieblingskäse gefunden zu haben.

Nach dem Markt mussten wir noch einen kleinen Umweg zu unserem Umzugshelfer machen, seine Spanngurte lagen immer noch bei uns.

Auf dem Heimweg ist es dann passiert. Wir wurden von der Polizei raus gewunken, allgemeine Verkehrskontrolle. In Deutschland ist mir das bestimmt schon 25 Jahre nicht mehr passiert, hier habe ich nur eine Woche gebraucht 🙂 Aber es war eine ganz humane Kontrolle, Führerschein, Fahrzeugschein, ein Blick hinten aufs Nummernschild, nehme an wegen TÜV, dann durften wir weiter fahren. Da wir mittlerweile wissen das hier sehr viel kontrolliert wird, auch auf der Autobahn immer wieder Radarkontrollen sind, halten wir uns penibel an die Vorschriften. Wie in Deutschland mal eben zehn km/h schneller als erlaubt, würde ich mich hier nicht trauen. Wenn ich hier eine Knolle bekomme, dann weil ich wieder mal vergessen habe das Licht einzuschalten. Kann man eigentlich das Abblendlicht so mit der Zündung koppeln das es von allein an und aus geht? Leider wird Tagfahrlicht zwar geduldet, aber es entspricht nicht den Regeln, sonst wäre es natürlich am einfachsten dieses nachzurüsten.

Es regnet noch immer und für morgen sind die Aussichten ebenso bescheiden, aber am Montag werden es wieder 27 Grad und 12 Stunden Sonne, sagt die App. Die Natur braucht den Regen allerdings auch mal wieder, obwohl es hier erstaunlicherweise trotz großer Hitze und Trockenheit alles grün ist.

3 thoughts on “Unterwegs auf Ungarns Straßen”

  1. Liebe Gabriele ich wünsche euch vorab ersteinmal einen schönen Sonntag. Der Markt inFonyod war schon vor Jahren der grosse Knaller, aber deinen zeilen nach zu urteilen hat er sich noch vergrössert. Sind jedes Jahr mit dem Schiffchen von Balatonmariafürdö rüber gefahren. Es war immer ein Erlebnis. Was mich interessieren würde in punkto Textilien wäre mehrere Händler führen ja die gleiche Ware da gab es auch kein handeln alle verkauften sie für den selben Preis. Ist das immer noch so? So ein Markt ist schon ein Erlebnis ❕
    Die Polizei 👮 kontrollen waren schon immer sehr häufig betraf hauptsächlich die Urlauber, da in Ungarn 0,0 Promille vorgeschrieben sind. So meine Liebe macht es gut ich schicke euch die Sonne ☀ rüber lg Birgit ☀🍀 💕🙋

    1. Liebe Birgit, so ganz identisch fand die Waren an den einzelnen Ständen gar nicht. Es gab eigentlich an jedem Stand andere Sachen, zumindest zum größten Teil, klar ein paar Sachen gab es auch beim anderen Händler. Aber die Westen z.B. gab es nur an einem einzigen Stand.
      0,0 Promille finde ich gut, denn über die 0,8 in Deutschland habe ich mich immer geärgert. Wann habe ich die 0,8 erreicht? Nach dem einen Glas Wein zum Essen, oder kann ich gar noch ein Schnäpschen trinken weil ich ja gut gegessen habe? Kein Tag ist wie der andere, und was heute noch ins Limit passt kann morgen schon zu viel sein. Daher 0,0 und ich weiß das ich keinen Tropfen trinken darf.
      Danke ich schicke sie dir dann morgen zurück
      Lieben Gruß
      Gabriele

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