Aller Anfang ist schwer

Guten Morgen,

bei heute nicht ganz so gutem Wetter, habe ich Zeit und Lust hier wieder ein wenig zu erzählen. Draußen ist es heute, kühl, feucht und grau. Soll sich aber im Laufe des Tages wieder bessern. Das ist hier auch das schöne, es scheint keine langanhaltenden Regentage zu geben, mal ein oder zwei Tage und dann wird es wieder schön. Irgendwie freue ich mich auch schon auf den Herbst, im Gegensatz zu Deutschland gibt es hier viel mehr Laubbäume und ich kann mir vorstellen das es ein Feuerwerk an Farben geben wird. Wenn dann noch die Sonne scheint, gibt es viel zu fotografieren.

Unser Brunnen, im Frühjahr bekommt er frische Farbe und der Dachstuhl wird ausgebessert

Schon zweimal waren wir jetzt auf dem Markt in Fonyod, und am Sonntag haben wir uns den Markt in Pécs angesehen. Unsere einhellige Meinung, Fonyod ist uns viel lieber. Der Markt in Pécs ist mindestens doppelt so groß, man findet da fast alles was man sich vorstellen kann, aber diese Menschenmenge das war einfach nichts für uns. Schon bevor wir den Markt überhaupt betreten hatten, wurden wir Zeuge wie eine alte Frau einfach umgerissen wurde. Zum Glück ist nichts passiert, sie landete sehr unsanft auf ihren Gesäß. Sofort waren zwei Ungarn da und halfen ihr wieder auf die Beine.

Spielplatz und Treffpunkt

Wenn man den Markt dann betritt, ist man erstmal auf dem Flohmarktabteil. Manche Stände, kann man das überhaupt Stände nennen, sahen aus als wenn die Verkäufer alles was sie nicht benötigen in Decken schütten, zusammen knoten und auf dem Markt wieder auseinander knoten 🙂 Anders als in Fonyod gab es hier fast keine Tische. Der Händlerbereich war hingegen sehr geordnet. Von Obst und Gemüse bis hin zu Haushaltswaren oder Kleidung ist auch in Pécs alles zu bekommen. Öfter als ein oder zweimal im Jahr werden wir dort aber sicher nicht auf den Markt fahren.

Selbst bei der Siesta geht es nicht ohne Ball

Immer noch völlig begeistert sind wir vom herrlichen Geschmack von Obst und Gemüse, beim kochen benötigt man kaum Gewürze, alles hat einen tollen Eigengeschmack. Längst vergessene Gaumenfreuden kommen zurück. Doch einkaufen hat auch so seine Tücken. Beim letzten Einkauf haben wir auch Spinat mitgenommen, mit den leckeren Kartoffeln ganz sicher eine Delikatesse und schnell gemacht. Schnell gemacht war es wirklich, allerdings hatten wir keinen Spinat gekauft. Grün war das Gemüse, mit Blubb stand sogar für uns lesbar auf der Packung, doch der Inhalt enthielt nicht das was wir erwartet hatten. Sauerampfer habe ich in Deutschland noch nie im TK oder auch sonst im Laden entdecken können, hier ist er gestern auf unserem Teller gelandet 🙂 Mit dem richtigen Rezept kann es lecker sein, wie ich mich dunkel erinnern kann, aber so wie ich den gestern serviert habe, naja muss ich nicht haben. 🙂

Der Hausherr beim werkeln, alle Türen und Schlösser brauchen eine pflegende Hand

Dieses kleine Erlebnis zeigt aber auch, wie wichtig es ist die Sprache zu erlernen. Zumindest soviel das man das notwendigste verstehen, sprechen und lesen kann. Denn dann hätte ich Spénot und nicht Sóska in den Einkaufswagen gelegt. 🙂 Aber ich habe da jetzt eine gute Seite gefunden, in kleinen Lektionen und immer wieder Wissensabfragen lernt man die Sprache. Fast wie damals in der Schule. Und das schöne, jedes Wort wird auch gesprochen, so lernt man gleich die richtige Aussprache mit. Auch wenn ich manchmal Mühe habe den Knoten aus meiner Zunge zu bekommen 🙂 Jeden Tag ein bisschen, jeden Tag ein paar neue Wörter, ich denke das wird schon. Perfekt wird es aber wahrscheinlich nie werden 🙂 Dafür ist die Sprache einfach zu schwer und ungewohnt.

Temperaturen oberhalb der 20 Grad Grenze sind hier momentan noch normal

Aber uns geht es gut hier, wir fühlen uns wohl. Auch unser neuer Mitbewohner beginnt sich heimisch zu fühlen und erkundet sein neues Heim. Lucy tut sich noch ein wenig schwer mit dem kleinen Nervenbündel, und weist ihn energisch zurecht wenn sie mal ihre Ruhe haben möchte. Ja so ein Welpe kann schon anstrengend sein, doch wir haben ja ausreichend Platz das sie sich aus dem Weg gehen können. Momentan liegen beide in einem Eckchen und dösen, nachdem sie gerade eine Stunde draußen getobt, gebuddelt und Ball gespielt haben.

Darf ich mich vorstellen? Ich bin Max

Ich werde gleich in die Küche gehen und mal schauen welche überraschenden Genüsse ich heute auf den Tisch bringe 🙂 Vom ungarischen Brot haben wir uns inzwischen verabschiedet, wir backen wieder selber. Das ungarische Brot erinnert an die Niederlande, fluffig, weiß und wenig sättigend. Geschmacklich allerdings gut.

Euch allen einen schönen Tag. Bis die Tage wieder mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen.