Wenn sich jetzt nicht alles zum Guten wendet

Dann weiß ich es auch nicht. Das ganze wird immer suspekter.

Ich habe euch ja heute früh von dem Arzt erzählt der ganz neutral einen Blick in die Akten geworfen hat.

Laut Entlassung Bericht wog das Kind bei Einlieferung am 16.11. Nur noch 2350g, und galt somit als mangelernährt weil sie bei Geburt ein Gewicht von 2680g hatte. Allein diese Mangelernährung legt schon den Verdacht der Kindesmisshandlung oder Verwahrlosung nahe.

2350g soll sie also bei Einlieferung ins Kh gewogen haben, die Pflegedokumentation enthält aber das richtige Gewicht und dies liegt rund 600g über dem angegebenen Gewicht im Entlassung Bericht.

Als Beweis hier zu 1 der Entlassung Bericht und darunter die Dokumentation der Pfleger. Damit ist bewiesen das sich das Baby nicht in einem schlechten Ernährungszustand befand.

Hinzu kommt die angebliche Ultraschall Aufnahme vom Kind die schon am 11.10. Also sechs Wochen vor der Geburt gemacht wurde. Auffallend ist hier, Ultraschall Aufnahmen die noch im Mutterleib gemacht werden enthalten immer den Namen der werdenden Mutter und niemals den des ungeborenen.

Beweis die Ultraschall Bilder des Kindes Felicitaz vom 11.10. Also sechs Wochen vor ihrer Geburt.

Laut Bericht war die Neugeborenen Anamnese unauffällig, laut Akten war das Kind schon wenige Stunden nach der Geburt neurologisch auffällig.

Beweis Protokoll der Pfleger auf der Wöchnerinen Station. Kind überstreckt sich, beißt, saugt nicht.

Auch die Blutwerte von Mutter und Kind waren nicht im Normbereich.

Trotzdem wurden Mutter und Kind nach drei Tagen als gesund entlassen.

Wenn dies alles bei der Anhörung kein Gehör findet und den Eltern nicht endlich geglaubt wird das sie ihrem Kind nichts angetan haben dann verliere ich endgültig den Glauben an die deutsche Gerechtigkeit. Dann glaube ich endgültig das Kinder in Deutschland in dauernder Gefahr leben ihren Eltern entrissen zu werden, weil man mit ihnen ein gutes Geschäft machen kann.

140 Inobhutnahmen innerhalb eines Jahres pro Jugendamt sind ein Milliardengeschäft für alle Beteiligten Institutionen. Die Eltern werden ja auch zur Kasse gebeten und müssen sich angemessen an den Kosten der Fremd Unterbringung beteiligen. Artikel die diese Zahlen belegen kann ich gerne noch mal recherchieren wenn ich wieder Zuhause bin und am PC sitze, hier am Handy ist mir dies einfach zu mühsam.

Die Eltern durften heute ihr Kind für eine Stunde sehen. Es kam ihnen wie wenige Minuten vor und es brach ihnen das Herz, ihr liebstes anschließend wieder in fremde Hände abgeben zu müssen. Am Freitag kommt die Verfahrenspflegerin der Kleinen, sie würde vom Gericht beauftragt mit den Eltern ein Gespräch zu führen und dadurch hoffentlich eine einvernehmliche Lösung über den weiteren Verlauf zu erzielen. Wir werden also morgen den ganzen Tag alle Akten sortieren, alle Beweise sichern und beschriften und ihr vorlegen. Da sie neutral sein muss und einzig das Wohl des Kindes im Auge haben soll, setzen wir mit den ganzen Beweisen alle Hoffnungen auf diese Frau, das sie uns anhört und erkennt das hier irgendetwas ganz gewaltig schief läuft und es laut diesen ganzen Unterlagen keinen Grund für eine weitere Inobhutnahme gibt. Ich werde Freitag wieder berichten.

Jugendamt Deutschland

Das gibt es doch gar nicht, sowas passiert in Deutschland doch nicht, waren einige wenige Reaktionen auf den Bericht vom 07.01.2018. Zum Artikel http://www.gabrieleremscheid.de/2018/01/07/albtraum-aller-eltern/

Was uns völlig überwältigt hat, sind aber die Meldungen anderer Betroffener. Der Kindsvater hatte den Artikel auf seiner Seite geteilt, allein dort hat der Beitrag mittlerweile tausende Aufrufe, über 600 Kommentare. Zudem wurde der Beitrag auch schon mehrere hundert Male geteilt. Viele sprechen einfach nur Mut zu, wünschen Kraft. Doch so viele Eltern die mit der gleichen Klinik und dem gleichen Jugendamt ähnliche Erfahrungen gemacht haben, das haut einfach um. Macht aber auch sehr traurig und wütend. Wenn mir vor einigen Wochen jemand eine solche Geschichte erzählt hätte, wäre es auch mir schwer gefallen diese uneingeschränkt zu glauben. Hätte vermutet das da schon ein Grund vorliegen muss wenn das Jugendamt eingreift.

Aber mittlerweile werde ich ja eines besseren belehrt. Je mehr man sich mit den vorliegenden Akten befasst umso mehr fragt man sich, sind wir irgendwie Protagonisten in einem schlechten Krimi?

Nur einige gravierende Beispiele:

Wie kann die Klinik am 11.10.2017 ein Ultraschall machen, mit Namen des Patienten, wenn dieser Patient zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geboren war, und auch der Name des Kindes noch nicht feststand, ebenso wenig wie das Geschlecht? Das Kind wurde erst am 24.11.2017 geboren?

Ich hoffe man kann die Daten erkennen.

Wie kann man ein Kind drei Tage nach der Geburt als gesund entlassen, obwohl es schon nach der Geburt neurologisch auffällig war?

Auf das überstrecken angesprochen meinte die Ärztin, dies sei normal, das Baby habe so im Mutterleib gelegen und das wächst sich in einigen Wochen aus. Als Erstlingsmutter vertraut man natürlich solchen Aussagen und hinterfragt sie nicht zwingend. Die Fragen kamen später, als sie ihr Kind wieder ins KH gebracht hatten, und genau dieses überstrecken als ein Grund für den Verdacht auf Kindesmisshandlung angeführt wurde.

Mittlerweile steht der Termin für die mündliche Anhörung wo über das weitere Vorgehen entschieden wird. Die Hoffnung auf einen positiven Ausgang liegen bei unter 10%. Die Richterin ist keine Medizinern, und ob sie sich die Zeit nimmt die Akten zu lesen und auf die Unstimmigkeiten zu achten, ist ebenfalls fraglich.

Aber schlimmer noch ist für die Eltern die Angst um ihr Baby. Was wenn das Kind unter der Geburt wirklich einen Schlaganfall erlitten hat? Einige Untersuchungsergebnisse nähren diesen Verdacht. Das Kind aber weder darauf untersucht, und somit auch nicht entsprechend behandelt wird? Welche Folgeschäden ergeben sich dann für das weitere Leben dieses Kindes? Wir wissen alle wie wichtig es ist das bei einem Schlaganfall schnell und effektiv gehandelt werden muss, damit der Patient wieder gesund wird.

Gestern hatten die Eltern Kontakt mit einem ihnen unbekannten Arzt, er bat darum das sie ihm alle Unterlagen die ihnen vorliegen zukommen lassen. Seine erste spontane Aussage, wie kommen die auf Misshandlung? Aber er erbat sich Zeit um sich die Unterlagen in Ruhe anzusehen und auch Kollegen drüber sehen zu lassen. Dieser unbekannte Arzt, der sich aufgrund des Artikels bei ihnen meldete, ist jetzt der Mensch auf dem die ganzen Hoffnungen liegen. Seine Einschätzung, kann helfen die Misshandlung zu entkräften. Und da er den Eltern nicht persönlich bekannt ist, kann man ihm auch keine Befangenheit vorhalten.

Die jungen Eltern lassen nichts unversucht um ihr Kind wieder zu bekommen, oder zumindest zu erreichen das ihr Baby in fachkundige Hände kommt, damit ihm effektiv geholfen werden kann. Auch der Pflegemutter ist das überstrecken aufgefallen, ansonsten beschreibt sie das Baby als sehr Pflegeleicht. Also kein Schreibaby welches man ruhig schütteln muss. So die Aussage des Pflegedienstes gestern.

Während ich hier schreibe, meistern die jungen Eltern eine unmenschliche Aufgabe, sie dürfen ihr Kind für eine Stunde im Jugendamt sehen und müssen es dann wieder übergeben. Ich stelle mir vor das es sich anfühlen wird als wenn ihnen jemand ein Messer ins Herz sticht. Bis zu einer Klärung ist ihnen dies einmal die Woche für eine Stunde erlaubt. Wenn es ganz schlimm läuft, das Kind in eine Dauerpflege kommt, reduziert sich dieses Recht auf einmal im Monat.

Alle Hoffnungen liegen bei den eingeschalteten Anwälten und oben erwähnten Arzt. Ich werde weiter berichten.