Wenn Kinder plötzlich zu einer Sache werden.

Chronologischer Verlauf
Felicitaz* 24.11.2017

13.9.2017

Nach einer bis dato unauffälligen Schwangerschaft, stellte sich Frau Stefanie Schwarz am 13.09.2017 im Klinikum vor. Ihr wurde ein Wehenhemmer verabreicht, Indometacin über drei Tage. Dieses Mittel bewirkt unter anderem Nierenschäden und auch Blutungen beim Ungeborenen, deshalb gilt schon lange die Empfehlung dieses Medikament keinesfalls während der Schwangerschaft anzuwenden
Siehe hier https://www.netdoktor.de/medikamente/indometacin/

19.9.2017

Am 19.09.2017 konnte Frau Schwarz die Klinik wieder verlassen.

24.11. 2017 bis 27.11.2017

Am 24.11.2017 gegen 15 Uhr waren dann ihre Wehen so stark, dass sie sich von ihrem Verlobten in das Klinikum fahren ließ. Um 16:03 Uhr wurde die Tochter Felicitaz geboren. Geburtsgewicht 2680g und 50cm groß. Während des Geburtsverlaufes wurden die Hebamme und Schwester plötzlich hektisch. Frau Schwarz presste obwohl die Presswehen ausbleiben. Eilig wurde die Oberärztin hinzu gerufen, diese drückte auf den Bauch und half auf diese Weise den Weg zu erleichtern. Das Kind hatte die Nabelschnur um den Hals. Aus der Dokumentation der Wöchnerinnenstation geht hervor, dass Felicitaz schon wenige Stunden nach der Geburt neurologisch auffällig war, auch waren ihre Blutwerte nicht im Normbereich.

Mit den Eltern wurde darüber aber nicht gesprochen. Eher im Gegenteil, eine Nachfrage bei der Oberärztin wegen der komischen Körperhaltung von Felicitaz, erklärte diese das sich die Eltern keine Sorgen machen sollen, das Kind habe so im Mutterleib gelegen und dieses überstreckt würde sich in den nächsten Tagen und Wochen von alleine geben. Aus der Dokumentation geht aber hervor, dass dieses Überstrecken ebenso unter Auffälligkeiten geführt wurde, wie auch das Beißen und die Kiefersperre. Hüfte, Herz und Nieren zeigten sich im Ultraschall auch auffällig und sollten noch mal kontrolliert werden. Trotzdem wurden Muster und Tochter bei gutem Wohlbefinden am 27.11.2017 nach Hause entlassen

14.12.2017

In den nächsten Tagen zeigte sich Felicitaz unauffällig, sie trank täglich besser, nahm zu und war ein pflegeleichtes Kind. Das richtige Kind für Erstlingseltern. Die nächtliche Fütterung teilten sich die beiden Eltern so dass jeder mal
ausschlafen konnte. Am 14.12. Zeigten sich erste Anzeichen bei der Kleinen das etwas nicht stimmt, da aber die Eltern beide erkältet waren, nahmen sie an, dass Felicitaz sich angesteckt hat. Sie schlief noch mehr als sonst, und ihr Appetit war ebenfalls gemindert.

16.12.2017

Am Morgen des 16.12. Hatte sich der Zustand allerdings dramatisch verschlechtert, sie wirkte schlapp, apathisch. Nachdem sie dann auch nicht trinken konnte weil sie sofort einen Hustenreiz hatte, beschlossen die Eltern sie zur Sicherheit in der Klinik vorzustellen. Dort erzählte der Vater auch von einem Vorfall, der aber schon ein paar Tage zurück lag, Felicitaz war ihm aus der Hand gerutscht als er mit der anderen zum Fläschchen griff, aber er konnte sie auffangen und Schlimmeres verhindern. Aufgrund der erkälteten Eltern und da es sonst keine anderen Anzeichen für ihren Zustand gab, wurde sie auf die Kinderintensivstation aufgenommen und mit Antibiotika therapiert. Die Blutergebnisse standen ja noch aus.

Das Klinikum war nur angefahren worden weil es schnell erreichbar war. Daher äußerten die Eltern schon am nächsten Morgen den Wunsch, die Kleine in eine Kinderklinik ihres Vertrauens zu verlegen, dieser Wunsch wurde ihnen vom Chefarzt verweigert. Im weiteren Verlauf wurde sie aber gründlich untersucht, auch machten drei verschiedene Ärzte zu unterschiedlichen Zeiten ein Ultraschall vom Kopf. Alle drei Untersuchungen waren unauffällig, wie auch aus der Dokumentation hervor geht. Ihre Blutwerte hingegen, waren ebenso wie nach der Geburt auffällig, viele Werte lagen nicht im Normbereich.

In Abwesenheit der Eltern, soll sie dann zum ersten Mal gekrampft haben. Auch das Überstrecken mehrte sich. Zusätzlich zu dem Antibiotikacocktail bekam das 3 Wochen alte Baby noch ein starkes entkrampfendes Mittel. Daraufhin wurde dann am Montag ein MRT des Köpfchens angeordnet. Leider wurde dabei ein 3mm großes subdurales Hämatom gefunden. Der Augenarzt stellte zudem retinale Blutungen fest. Damit stand das Urteil der Klinik fest, sie hätten hier Eltern vor sich, die ihr Kind misshandelt und geschüttelt haben.

19.12.2017

Umgehend wurde das Jugendamt eingeschaltet, welches auch am 19.12. Um 16 Uhr nachmittags in die Klinik kam, und das einzige Gespräch im gesamten
weiteren Verlauf mit den Eltern führte. Das Besuchsrecht wurde eingeschränkt, die Eltern genötigt zu unterschreiben dass sie ihre Tochter bis zur Entlassung Fähigkeit im Klinikum behandeln lassen. Damit wurde ihr Wunsch nach einer
anderen Klinik ausgehebelt, hätten sie nicht unterschrieben, dann wäre ihnen der Besuch verweigert worden, die Jugendamts-Angestellten ließen sie wissen, wenn sie das nicht unterschreiben, sehen sie ihr Kind nicht wieder. Verständlich, dass die Eltern davor Angst hatten, und einen „Schmierzettel“ unterschrieben auf dem sie zustimmten. Kein Formular, kein Vordruck sondern ein kariertes Blatt mit ein paar hin gekritzelten Zeilen. Besuche müssten mit dem Jugendamt abgesprochen, genehmigt werden und dürften nur mit einer zugelassenen Begleitperson erfolgen.

Währenddessen ging es Felicitaz nicht wirklich besser, erst als die Medikamente langsam abgesetzt wurden, erholte sie sich, war wieder wacher, krampfte nicht mehr. Das Überstrecken aber blieb. Es folgten noch eine Lumbalpunktion bei der es zu einer Blutung kam und deshalb unter anderen nicht geklärt werden konnte wie alt das Hämatom ist. In der Akte finden sich Berichte vom Labor das Proben nicht verwertet werden konnten, da das Blut geronnen war, oder die Menge nicht ausreichte.

Die Vertrauenspersonen, die sie in die Klinik begleiteten, hatten laut eigener Aussage engen Kontakt zum Jugendamt. Durch sie wurde den jungen Eltern nahegelegt dass einer von beiden die Schuld auf sich nehmen solle, dann dürfte das Kind nach Hause. Sie sprachen mit der Kindesmutter, sie solle Anzeige gegen unbekannt erstatten, laut Polizei hätte eine solche Anzeige bewirkt das gegen ihren Verlobten ermittelt worden wäre. Natürlich ist auch keine Anzeige erfolgt.

2.1.2018

Am 02.01.2018 durften die Eltern ihr Kind von 12:30 bis 14 Uhr besuchen. Sie bekamen noch mit wie sie direkt im Anschluss zu einem erneuten MRT gefahren wurde. Sie selber hatten einen Termin für ein Arztgespräch. Als sie danach vor dem Klinikum standen, stand ihre Sachbearbeiterin neben ihnen, sprach sie aber nicht an. Kurz vor 16 Uhr kam die Begleitperson um sie zu ihrem Kind zu begleiten. Wieder sagte sie das Jugendamt hätte gesagt, wenn einer von beiden die Tat gesteht käme das Kind am kommenden Freitag nach Hause und nicht in eine Pflegefamilie. Danach gingen sie nach oben zur Station, wo ihnen der Zutritt mit den Worten verwehrt wurde, was wollen sie denn noch

hier ihre Kleine wurde doch schon zu ihrer Pflegefamilie gebracht. Sie waren mit dem Wissen gekommen, dass ihre Maus auf jeden Fall noch bis Freitag im KH sein würde, und erfahren dann sowas. Der Vater konnte sich insoweit beherrschen das er nicht die Schwester angriff, sondern seine unbändige Wut, Schmerz und Angst an einem unschuldigen Tannenbaum und einer Türe
ausließ. Dieser Ausbruch in einer emotionalen Ausnahmesituation war natürlich kontraproduktiv, das weiß er auch, war aber in dem Moment zu keinem klaren Gedanken mehr fähig. Wehrt er sich doch seit Wochen gegen den Verdacht das er oder seine Verlobt der Kleinen was getan hätten, kämpft er doch seit dem 17.11 um die Verlegung in eine Kinderklinik und bekommt dann gesagt, ihr Kind ist weg. Selbst der Polizist, wo er sich am nächsten Tag auf der Wache meldete sagte, er hätte sich in einer solchen Situation wohl ähnlich verhalten. Eine Anzeige seitens des Krankenhauses wurde nicht erstattet, vermutlich haben auch sie erkannte, dass sich der Vater in einer wirklichen emotionalen Ausnahmesituation befand.

5.1.2018

Am 05.01.2018 erhielten die Eltern endlich die Krankenakte die sie schon am 20.12. beantragt hatten. Das ganze Wochenende kontrollierten sie die Unterlagen, entdeckten die Auffälligkeiten nach der Geburt, erfuhren dass ihre Tochter nicht mängelernährt mit 2350g laut Arztbrief, im Krankenhaus eingeliefert wurde, sondern die Station ein Gewicht von 2950g als Einlieferungsgewicht dokumentiert hatte. Sie fanden Ultraschall Bilder auf den Namen ihres Kindes, vom 11.10. Da war das Kind noch im Mutterleib und somit hätten die Bilder den Namen der Mutter enthalten müssen.

Eine Anfrage bei der Krankenkasse ergab, dass auch die Mutter an diesem Datum nicht im Klinikum untersucht wurde, auch findet sich
auf eine derartige Vorstellung im KH keinerlei Hinweis in den Akten. Sie erfuhren welcher Wehenhemmer eingesetzt wurde, lasen nach wie gefährlich der ist. Sie sahen die Blutbild und das sehr viele nicht im Normbereich waren. Sie machten sich die Mühe und markierten alle Unstimmigkeiten, doch die Anwälte wollen das nicht hören. Der Anwalt des Kindesvaters äußerte sich, dass die Richterin dies alles nicht interessieren würde, sondern sie sich nur auf die Diagnose verlassen würde.

Sollte er Recht behalten, werden sie ihr Kind so schnell nicht nach Hause holen können, obwohl sie beweisen können dass die Akte mehr Unstimmigkeiten als Wahrheiten enthält.

12.01.2017

Die Verfahrenshelferin die Felicitaz zur Seite stehen soll, kommt zu einem Gespräch vorbei. Natürlich muss sie sich ein Bild über die Eltern und auch die Wohnung machen. Entgegen aller Hoffnungen vermittelt sie den Eltern den Eindruck das es ihr wirklich um das Wohl des Kindes geht.

Sie hört sich die Geschichte aus Sicht der Eltern an, völlig ungläubig fragt sie nach Beweisen, die belegen das die Aussagen der Eltern der Wahrheit entsprechen. Auch sie ist keine Mediziner in, aber das hier ganz gewaltig was nicht stimmen kann, erkennt auch sie.

Da muss eine unabhängige dritte Meinung eines Arztes eingeholt werden, und das so schnell wie möglich, auch zum Wohl des Kindes ist ihre Feststellung. Mit den Worten, daß muss ich jetzt erstmal sacken lassen verabschiedet sie sich.

Ohne Datum

Sie haben sich noch weitere Hilfe geholt die aktuell tätig sind, aber eben wegen der umfangreichen Unstimmigkeiten noch nicht genannt werden können, bevor nicht Licht ins Dunkel gebracht wurde. Die größte Sorge der Eltern ist aber, dass sie ein krankes Kind haben, und diesem nicht adäquat geholfen wird, weil niemand sich die Tatsachen ansehen möchte, weil niemand ihnen glauben möchte. Im Gegenteil ihnen würde schon vorgehalten dies sei ein Täuschungsmanöver damit sie wissen wo ihr Kind ist. Aktuell dürfen sie ihr Kind einmal die Woche für eine Stunde im Rathaus treffen. Gerade jetzt in der Prägephase natürlich viel zu selten. Sie setzen jetzt Ihre gesamte Hoffnung auf die Helfer im Hintergrund und das diese Ihnen zu Ihrem Recht verhelfen können.