Tag 14 nach der verfassungswidrigen Inobhutnahme

Schon wieder ist ein Tag vorbei, in einer Stunde beginnt Tag vierzehn. Am 02.01.2018 zwischen 14 und 16 Uhr wurde meine kleine Enkelin widerrechtlich in Obhut genommen. Selbst wenn der Vorwurf der Kindeswohlgefährdung stimmen würde, wäre die Maßnahme so wie sie durchgeführt wurde Rechtswidrig.

Schon mehrfach haben die Verfassungsgericht genau aus diesem Grund die Inobhutnahmen widerrufen, weil das Jugendamt und auch die Familiengerichte sich nicht an die Vorgaben halten. So wie bei uns.

Am 19.12. Wurde das Jugendamt von der Klinik über den Verdacht der Kindesmisshandlung informiert. Gegen 16 Uhr erschienen eine Frau und ein Mann vom Amt in der Klinik, ließen sich von der Öberärztin berichten und schickten diese dann aus dem Zimmer.

Darauf wurden die Eltern genötigt einen Zettel zu unterschreiben, womit sie zustimmten das ihre kleine Tochter in diesem Krankenhaus weiter behandelt wird und sie nicht mehr auf eine Verlegung bestehen. Unter dem Druck sonst sehen sie ihre Tochter nicht wieder, haben sie unterschrieben.

Aus den Dokumentationen geht zudem hervor, daß am 22.12 die Anweisung an die Klinik erging, das Kind unter keinen Umständen an die Eltern heraus zu geben.

Dieses Datum 22.12.2017 sollte man sich gut merken.

11 Tage lang durften die Eltern ihre Tochter nur mit bewilligte Begleitung und zu genehmigten Zeiten besuchen, bevor sie dann am Nachmittag des 02.01. Vom Pflegepersonal erfahren mussten, das ihr Kind entlassen und in Obhut ist.

Am dritten Januar ging ein Antrag ans Familiengericht um die Inobhutnahme genehmigt zu bekommen. Auf die Ungereimtheiten in diesem Antrag möchte ich jetzt nicht mehr näher eingehen, darüber habe ich den vorigen Artikeln ja ausreichend berichtet.

Ihr habt euch die Daten gemerkt? 22.12, 02.01 und 03.01? Am 04.01. Erging dann der Beschluss zur Inobhutnahme, der die Eltern am 07.01. Erreichte.

Das korrekte Verfahren wäre gewesen.

1. Feststellung der Kindeswohlgefährdung, rechtliche Absicherung durch die Rechtsmedizin.

2. Gefährden Ansprache, mit dem Ziel gemeinsam mit den Eltern eine Lösung zu erarbeiten. Das ein solches Gespräch statt gefunden hat muss gegengezeichnet werden. Es hat nie stattgefunden.

3. Prüfen ob es andere Möglichkeiten gibt ob die Inobhutnahme verhindert werden kann, zum Beispiel die gemeinsame Unterbringung der Familie in einem Vater-Mutter-Kind-Heim. Oder das Kind bei Großeltern, oder Verwandten unterzubringen, was laut Gesetz einer Fremdunterbringung immer vorzuziehen ist.

3. Antrag an das Familiengericht und abwarten des Beschlusses. Auch das ist hier nicht geschehen.

Und hier kommen jetzt die Daten ins Spiel die ihr euch merken solltet.

Schon am 22.12.2017 stand für das Jugendamt fest das sie dieses Kind haben wollten, und hätten somit ausreichend Zeit gehabt den rechtlich korrekten Weg zu gehen und zum Zeitpunkt der Inobhutnahme auch einen Beschluss zu haben. Doch sie blieben 13 Tage untätig um dann das Kind einfach zu entführen. Und sich erst im Nachhinein die Genehmigung zu holen.

Dies ist von allen Verfassungsgericht en immer wieder angemahnt und festgeschrieben worden, das diese Vorgehensweise nur in Ausnahmefällen und bei akuter Lebensgefahr für das Kind erlaubt ist.

Wir gehen hier also von vorsätzliche Kindesentführung aus.

Der qualifizierte Beschluss zur Inobhutnahme fehlt bis heute, denn dieser hätte unter Hinzufügung der Kindeswohlgefährdung meldung erfolgen müssen, auch wurde der Beschluss nicht unterschrieben und eine Rechtsbehelfbelehrung fehlte ebenfalls.

Alle diese Fakten erfüllen den Tatbestand der unrechtmässigen Inobhutnahme.

Die Widersprüche sind alle eingereicht, und eigentlich setzt der Widerspruch gegen den Verwaltungsakt diesen außer Kraft und das Kind muss unverzüglich freigegeben werden. Trotzdem ist das Bettchen und die Arme der Eltern und Großeltern noch immer leer.

So beginnt auch der 14te Tag mit Angst, Sorgen und Warten. So langsam gehen die Kräfte aus, die Wut auf dieses Ausgelieferten steigt mit jedem Tag. Die Tränen sind alle geweint, und es schmerzt mit jedem Tag der vergeht mehr.

Was passiert wenn das Gericht am Donnerstag das Kind nicht freigibt mag ich mir gar nicht ausmalen.

Wo bist Du? Ich will Dich wieder im Arm halten mein Baby

Tag 13 nach der Wegnahme ihrer kleinen Tochter. Ein langes Wochenende der Untätigkeit ist endlich wieder vorbei. Der Schlaf wird immer kürzer und vor allem weniger erholsam. Die Gedanken kreisen, und viele Tränen der Trauer warten in der Nacht. Solange die Kindeseltern irgendwie aktiv sein können, beschäftigt sind und aktiv kämpfen können, geht es. Doch sobald sich ein Tag verabschiedet, sie zur Ruhe kommen ist es vorbei. Dann spüren sie die Leere, spüren wie viel Kraft sie aufwenden müssen, und wie es täglich schwerer wird die Kraftreserven wieder aufzufüllen.

In dieser Nacht ist ein Text entstanden, nachdenklich, voller Liebe und Sehnsucht. Voller Trauer um jede geraubt Stunde. Ich möchte euch den Text nicht vorenthalten.

❤️❤️❤️ Genießt die kleinen Dinge im Leben. Irgendwann schaut ihr zurück, und stellt fest, dass das die wirklichen wichtigen Momente waren ❤️❤️❤️

Von dem Moment an, in dem du dein Baby zum ersten Mal in den Armen hältst, wirst du nie wieder so sein wie zuvor.

Vielleicht sehnst du dich nach der Person, die du früher warst, als du noch Zeit und Freiheit hattest und es nichts Besonderes gab, das dir Sorgen bereitet hätte.

Du wirst Müdigkeit erfahren, wie du sie nie zuvor gekannt hast und jeder Tag wird dir genau gleich erscheinen, voller Füttern und Bäuerchen, Windeln wechseln und Weinen, Jammern und Kämpfen, Nickerchen oder Mangel an Nickerchen. Es mag dir vorkommen wie ein endloser Kreislauf.

Aber vergiss nicht …

Es gibt für alles ein letztes Mal.

Es wird der Tag kommen, an dem du dein Baby zum allerletzten Mal fütterst.

Es wird nach einem langen Tag auf deinem Arm einschlafen und es wird das letzte Mal sein, dass du dein schlafendes Kind hältst.

Eines Tages wirst du es auf deiner Hüfte tragen und absetzen. Und du wirst es nie wieder auf diese Weise tragen.

Du wirst eines Abends seine Haare in der Badewanne einschäumen und nach diesem Abend wird es alleine baden wollen.

Es wird deine Hand nehmen, wenn ihr die Straße überquert und dann an der Straße nie wieder danach greifen.

Es wird mitten in der Nacht in dein Zimmer schleichen, um zu kuscheln und es wird die letzte Nacht sein, in der du so geweckt wirst.

Eine Nachmittags wirst du „Hoppe hoppe Reiter“ singen und dein Kind auf deinem Schoß hüpfen lassen und danach nie wieder dieses Lied für dein Kind singen.

Es wird dir einen Abschiedskuss am Schultor geben und dich am nächsten Tag fragen, ob es alleine zur Schule gehen darf.

Du wirst eine letzte Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und ein letztes Mal ein dreckiges Gesicht abwischen.

Eines Tages wird es mit weit offenen Armen ein letztes Mal auf dich zu laufen.

Die Sache ist die: Du wirst nicht einmal bemerken, dass es das letzte Mal war, bis es keine Male mehr gibt und selbst dann wird es dauern, bis es dir klar wird.

Also, solange du noch in diesen Zeiten lebst, denk daran, dass diese Momente begrenzt sind. Und wenn sie vorüber gehen, wirst du dich danach sehnen, wenigstens einen dieser kostbaren Augenblicke noch ein Mal erleben zu dürfen. Ein letztes Mal.
❤️❤️

Felicitaz-Mercedez du fehlst mir, die gestohlene Zeit wird für immer fehlen. Diese Zeit und vorallem die Prägende Zeit wird uns zu Unrecht genommen. ????

Mehr Worte braucht es glaube ich nicht, um zu beschreiben wie es den Eltern geht. Geschrieben von einem liebenden Vater, der seit endlosen Tagen das Gefühl hat man habe ihm das Herz aus dem Leib gerissen.