Wo bist Du? Ich will Dich wieder im Arm halten mein Baby

Tag 13 nach der Wegnahme ihrer kleinen Tochter. Ein langes Wochenende der Untätigkeit ist endlich wieder vorbei. Der Schlaf wird immer kürzer und vor allem weniger erholsam. Die Gedanken kreisen, und viele Tränen der Trauer warten in der Nacht. Solange die Kindeseltern irgendwie aktiv sein können, beschäftigt sind und aktiv kämpfen können, geht es. Doch sobald sich ein Tag verabschiedet, sie zur Ruhe kommen ist es vorbei. Dann spüren sie die Leere, spüren wie viel Kraft sie aufwenden müssen, und wie es täglich schwerer wird die Kraftreserven wieder aufzufüllen.

In dieser Nacht ist ein Text entstanden, nachdenklich, voller Liebe und Sehnsucht. Voller Trauer um jede geraubt Stunde. Ich möchte euch den Text nicht vorenthalten.

❤️❤️❤️ Genießt die kleinen Dinge im Leben. Irgendwann schaut ihr zurück, und stellt fest, dass das die wirklichen wichtigen Momente waren ❤️❤️❤️

Von dem Moment an, in dem du dein Baby zum ersten Mal in den Armen hältst, wirst du nie wieder so sein wie zuvor.

Vielleicht sehnst du dich nach der Person, die du früher warst, als du noch Zeit und Freiheit hattest und es nichts Besonderes gab, das dir Sorgen bereitet hätte.

Du wirst Müdigkeit erfahren, wie du sie nie zuvor gekannt hast und jeder Tag wird dir genau gleich erscheinen, voller Füttern und Bäuerchen, Windeln wechseln und Weinen, Jammern und Kämpfen, Nickerchen oder Mangel an Nickerchen. Es mag dir vorkommen wie ein endloser Kreislauf.

Aber vergiss nicht …

Es gibt für alles ein letztes Mal.

Es wird der Tag kommen, an dem du dein Baby zum allerletzten Mal fütterst.

Es wird nach einem langen Tag auf deinem Arm einschlafen und es wird das letzte Mal sein, dass du dein schlafendes Kind hältst.

Eines Tages wirst du es auf deiner Hüfte tragen und absetzen. Und du wirst es nie wieder auf diese Weise tragen.

Du wirst eines Abends seine Haare in der Badewanne einschäumen und nach diesem Abend wird es alleine baden wollen.

Es wird deine Hand nehmen, wenn ihr die Straße überquert und dann an der Straße nie wieder danach greifen.

Es wird mitten in der Nacht in dein Zimmer schleichen, um zu kuscheln und es wird die letzte Nacht sein, in der du so geweckt wirst.

Eine Nachmittags wirst du „Hoppe hoppe Reiter“ singen und dein Kind auf deinem Schoß hüpfen lassen und danach nie wieder dieses Lied für dein Kind singen.

Es wird dir einen Abschiedskuss am Schultor geben und dich am nächsten Tag fragen, ob es alleine zur Schule gehen darf.

Du wirst eine letzte Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und ein letztes Mal ein dreckiges Gesicht abwischen.

Eines Tages wird es mit weit offenen Armen ein letztes Mal auf dich zu laufen.

Die Sache ist die: Du wirst nicht einmal bemerken, dass es das letzte Mal war, bis es keine Male mehr gibt und selbst dann wird es dauern, bis es dir klar wird.

Also, solange du noch in diesen Zeiten lebst, denk daran, dass diese Momente begrenzt sind. Und wenn sie vorüber gehen, wirst du dich danach sehnen, wenigstens einen dieser kostbaren Augenblicke noch ein Mal erleben zu dürfen. Ein letztes Mal.
❤️❤️

Felicitaz-Mercedez du fehlst mir, die gestohlene Zeit wird für immer fehlen. Diese Zeit und vorallem die Prägende Zeit wird uns zu Unrecht genommen. 😢😭😢😭

Mehr Worte braucht es glaube ich nicht, um zu beschreiben wie es den Eltern geht. Geschrieben von einem liebenden Vater, der seit endlosen Tagen das Gefühl hat man habe ihm das Herz aus dem Leib gerissen.