Kindeswohlgefährdung, Rechtsgutachten fragwürdig

Der Countdown läuft, in vier Stunden wird die Anhörung sein, und die Aussichten das Felicitaz zurück zu bekommen stehen 50:50.

Gestern am sehr späten Nachmittag haben wir endlich das medizinische Rechtsgutachten erhalten, welches dem Jugendamt laut Eingangsstempel aber schon eine Tage vorlag und erst am 16. An das Gericht weiter geleitet wurde.

Wir vermuten dahinter wieder einen taktischen Zug, so bleibt kaum Zeit auf das Gutachten zu reagieren.

Die Anwältin macht aber Hoffnung, daß dieses Gutachten alles oder nichts aussagt.

Gleich zu Beginn steht da, dieses Gutachten würde erstellt aufgrund von telefonischen Auskünften von

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Sowie überlassenen Unterlagen, und der Aussage der Sachbearbeiterin vom Jugendamt.

Wie schon zuvor vermutet beweist dies unsere Vermutung, daß gar keine vollständige Dokumentation an die Rechtsmedizin gegangen ist. Mit keinem Wort wird die Vorgeschichte erwähnt, im Gegenteil laut telefonischer Auskunft von Dr. Xxx, sei das Kind nach der Geburt ohne Auffälligkeiten gewesen.

Ich habe vier Kinder, aber keins hatte Auffälligkeiten wie Überstrecken, Kiefersperre und stark abweichende Blutwerte. Trotzdem behauptet die Klinik es sei ein total unauffälliges Kind gewesen.

Ich weiß nicht welchen Wert so ein Gutachten haben soll, wenn ich mir kein eigenes Bild mache, wenn ich keinen lückenlosen Einblick habe, das Kind noch nie gesehen habe, und ich mich nur auf die Fakten verlassen kann die mir telefonisch mitgeteilt werden.

Aber trotz dieser Fakten, wurde das Gutachten nur unter Vorbehalt erstellt, die von der Klinik erstellte Diagnose kann, muss aber nicht stimmen. Um dies sicherer feststellen zu können müsste noch dies und das gemacht werden, jemand anders noch drauf schauen usw.

Mein Sohn hat bis tief in die Nacht hier gesessen, und hat eine ausführliche Dokumentation an die Rechtsmedizin verschickt. So auch den Geburtsverlauf, die Dokumentation der Wöchnerinen Station in der die Auffälligkeiten beim Kind ja dokumentiert sind und weitere Fakten die der Rechtsmedizin nicht vorlagen.

Wenn schon zuvor diese wage Aussage gemacht es kann, aber es muss nicht, dann sollte jetzt mit diesen Unterlagen und Wissen, ein Schütteltrauma eigentlich ausgeschlossen werden können.

Nur heute, wird uns dies gar nichts nützen, selbst bei aller Liebe und vollem Einsatz ist es unmöglich, innerhalb von vier Stunden das Gutachten neu zu erstellen.

Somit sind wir wieder ausgeliefert, und müssen abwarten was die Richterin aus diesem Sachstand macht.

Wird sie ein neues Gutachten abwarten wollen, und Felicitaz solange in Obhut belassen?

Wird sie unseren Ausführungen folgen können (sie ist nun mal keine Mediziner in) das dieses Gutachten nicht das Papier wert ist auf dem es steht und zusammen mit den Beweisen, völlig widerlegt werden kann?

Wird die Kinderanwältin wirklich im Sinne des Kindes agieren und ihre gewonnenen Eindrücken wie versprochen neutral zu Sprache bringen?

Werden alle diese Fakten uns heute Felicitaz zurück bringen?

Ich werde heute Nachmittag berichten, sofern ich dazu in der Lage sein werde.