Cefotaxim, zu hoch dosiert?

Gleich nach ihrer Einlieferung wurde Felicitaz mit Antibiotika behandelt, obwohl es noch gar keine Diagnose gab. Doch rein prophylaktisch pumpte man diverse Antibiotika in den kleinen Körper. Wer schon mal Antibiotika nehmen musste, kennt ganz sicher auch die Nebenwirkungen. Wieviel schlimmer müssen sich diese dann bei einem drei Wochen alte Säugling auswirken, wenn dieser kleine Körper direkt vier verschiedene Antibiotika verarbeiten muss? In diesem Artikel informiere ich euch über eins von vieren.

Dosierung: Cefotaxim 180mg 3 mal täglich Intravenös

Cefotaxim wird gegen schwere Infektionen eingesetzt, wenn diese durch Erreger verursacht sind, gegen die Cefotaxim wirksam ist. Die Infektionen können beinahe alle Körperteile betreffen.

Aha, deshalb setzt man es also rein prophylaktisch ohne vorhergehende Diagnose ein?

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Zellwandaufbau behindern
  • Schwachstellen der Zellwand erzeugen
  • Bakterien abtöten 

Klingt doch völlig ungefährlich, ich bin zwar Laie, aber Schwachstellen in der Zellwand erzeugen, bei einem Säugling? Dessen Körper und Immunsystem noch im Aufbau ist?

Unter den Gegenanzeigen findet sich dann folgender Abschnitt:

Schon Früh- und Neugeborene können mit Cefotaxim behandelt werden. Die Dosierung sollte sich jedoch auf 50 Milligramm Cefotaxim pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag beschränken, da die Nierenfunktion noch nicht voll ausgereift ist. Auch ältere Kinder werden mit Dosierungen behandelt, die sich nach dem Körpergewicht richten.

50 Miligramm pro kg Körpergewicht, macht bei einen Säugling, wenn ich noch richtig rechnen kann, mit 3000g = 150mg Cefotaxim als Tagesdosis!!!! Felicitaz hat jedoch 3x täglich 180mg erhalten = 540mg Tagesdosis!!! Mehr als die dreifache Dosis die sie eigentlich bekommen dürfte

Unter den Nebenwirkungen findet man dann das nächste was mich aufhorchen lässt:

 

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Fehlen von Granulozyten, schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (mit Gesichsschwellung, Bronchialkrämpfen, Schock), schwere Darmentzündung (pseudomembranöse Enterocolitis), Leberentzündung, Gelbsucht, schwere Hautreaktionen bei hohen Dosen und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: 
Krampfanfälle, Erregungszustände, Muskelkrämpfe.

Felicitaz Nieren waren schon direkt nach der Geburt auffällig. Somit ist es auch nicht verwunderlich das sie nach der Injektion von Cefotaxim Krämpfe bekam. Diese Krämpfe nahm man aber zum Anlass, ein Schütteltrauma zu vermuten.

Im Falle von auftretenden Krampfanfällen wird der Arzt die Behandlung mit Cefotaxim nach Abwägung von Nutzen und Risiko gegebenenfalls beenden.

Auch hier wurde anders reagiert, Cefotaxim wurde weiter verabreicht und noch zusätzlich Luminal verabreicht.

Somit haben wir jetzt schon zwei Medikamente gefunden die sich nicht positiv auf Felicitaz ausgewirkt haben. Indometacin und Cefotaxim. Die weiteren Medikamente werde ich auch noch recherchieren. Doch für mich wird das Bild immer klarer, hier liegen grobe Fehler seitens der Klinik vor, und diese sollen jetzt auf die Eltern und Felicitaz abgewälzt werden, denn die drei zahlen die teure Rechnung, indem sie voneinander getrennt sind, falschen Anschuldigen ausgesetzt sind und einen Kampf kämpfen müssen, den niemand kämpfen sollte.

Quelle der Informationen: https://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Cefotaxim/nebenwirkungen-medikament-10.html