Hinterfragt – Warum ist es so wie es momentan ist?

Guten Morgen, warum funktioniert das System so wie es momentan funktioniert? Warum gibt es so viel Kritik, und warum verlieren so viele Menschen den Glauben an Gerechtigkeit? Ja auch wir verzweifeln an diesem System, verzweifeln daran das uns niemand glaubt. Verzweifeln daran das wohl alle gegen uns arbeiten.

Es ist positiv das heute genauer geschaut wird, das dem Verdacht auf Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern nachgegangen wird. In den siebzigern als ich aufgewachsen bin gab es das so nicht. Es war normal das Kinder geschlagen wurden. Niemand hätte familiäres nach außen getragen. Das ist privat und geht uns nichts an, war damals normal. Viele dieser Kinder von damals sitzen heute an den Hebeln der Macht. Sie haben ihren Beruf ergriffen um den heutigen Kindern zu helfen, ihnen das zu ersparen was sie selbst erlebt haben. Ihnen die Hilfe zu geben, die sie selbst nie erhalten haben.

Der Blick ist daher getrübt für das ganze Bild, sie sehen nur den Schnipsel den sie sehen wollen, das arme hilfsbedürftige Kind welches sie retten wollen. Das sie dabei in dem ein oder anderen Fall weit über das Ziel hinaus schießen nehmen sie billigend in Kauf.

Weiter geht es dann beim nächsten Beteiligten, dem Familiengericht. Dort sitzen Menschen die lange Jura studiert haben, die Gesetzestexte beherrschen und sich daran orientieren. Doch Familienrecht ist so viel mehr als trockene Texte. Da geht es um Menschen und ihre Schicksale. Doch anders als beispielsweise in der Medizin, gibt es für Richter keine Spezialisierungen. Jeder Richter kann am Familiengericht arbeiten. Damit diese Richter dann zu gerechten Urteilen kommen können, sind sie natürlich darauf angewiesen das die Fakten die sie bekommen auch den Tatsachen entsprechen. Doch wie können die Fakten neutral und real sein, wenn das Bild desjenigen der sie übermittelt, getrübt und einseitig ist? So entsteht dann der Eindruck, das die Richter am Familiengericht, immer den Vorschlägen des Jugendamtes folgen.

Der so entstandene Kreislauf ist nur schwer zu durchbrechen. Dazu benötigt es einiger grundsätzlicher Regeländerungen.

Ganz sicher eine der wichtigsten Forderungen ist die zwingende Spezialisierung der Richter. Insbesondere Richter am Familiengericht sollten die Fähigkeit haben, Kinder zu befragen und zu verstehen was diese ihnen sagen wollen. Sie sollten in der Lage sein Gutachten zu lesen und richtig zu interpretieren, also auch mal zwischen den Zeilen zu lesen. Aber auch die richtigen Fragen zu stellen an Jugendamt, an Familie, Ärzte und Gutachter. Die Aussage ich bin kein Mediziner, Gutachter und beziehe mich damit auf die letzte Passage im Dokument die sagt das es sein könnte das…. darf nicht mehr hingenommen werden. Ein Richter muss unvoreingenommen eine Entscheidung treffen. Somit muss er auch in die Lage versetzt werden, die Fakten die er bekommt unvoreingenommen bewerten zu können.

Sozialarbeiter in den Jugendämtern sollten regelmäßig reflektiert werden, insbesondere auch vor der Einstellung, ihr Hintergrund und ihre Gründe an dieser Stelle zu arbeiten, hinterfragt werden. Vielleicht sogar vor der Einstellung verpflichtet zu werden, eine Handvoll Stunden bei einem Psychologen zu nehmen, der die Eignung überprüft. So könnte schon im Vorfeld die Motivation geklärt werden und sichergestellt werden, das sie an dieser Position gut aufgehoben sind, und Familien sich darauf verlassen können das sie beim Jugendamt fair und hilfreich behandelt werden.

Zu guter letzt noch eine Anmerkung zu den Gutachtern, natürlich sollte überprüft werden, ob der Gutachter überhaupt geeignet ist. Solche Fälle wie mit dem falschen Gutachter dürfen einfach nicht passieren. Um als Gutachter für Gerichte arbeiten zu dürfen, sollten die Qualifikationen bei Gericht eingereicht und von dort überprüft werden.