Wie geht es Felicitaz?

Vor rund 48 Stunden wurde Felicitaz erneut traumatisiert. Wie eine nicht mehr brauchbare Ware wurde sie von ihrer Pflegefamilie zurück gegeben. Die leiblichen Eltern kannten die Adresse und deswegen muss das Baby bluten.

Lange 24 Stunden wussten die Eltern nicht wohin ihr Baby verschickt wurde. Gestern haben sie dann erfahren das Felicitaz rund 130km entfernt von ihren Eltern untergebracht wurde. Auch das sie ihr Kind in der kommenden Woche wie gewohnt zweimal eine Stunde sehen dürfen. Traumhaft 500km in der Woche für insgesamt zwei gemeinsame Stunden. 🙁

Wie mag es Felicitaz ergehen? Drei Wochen durfte sie bei und mit ihren liebenden Eltern verbringen. Sie wurde krank und von ihren Eltern ins Krankenhaus gebracht. Ortswechsel, viele teils sehr schmerzhafte Untersuchungen musste sie über sich ergehen lassen. Schon dort musste sie das meiste ohne die Fürsorge und Unterstützung von Vater und Mutter erdulden. Denn das Jugendamt erlaubte nur zwei Stunden pro Tag. Dann der Wechsel in die Pflegefamilie, wo sie die ersten Tage kaum zu beruhigen war, sehr viel geweint hat. Eigentlich war sie erst jetzt richtig dort angekommen. Und wurde jetzt erneut dort heraus gerissen. Vermutlich wird sie auch dort am neuen Ort wieder weinen, können die neuen Pflegeeltern damit umgehen? Wer sind sie? Hat Felicitaz dort „Geschwister“? Was ist mit ihrer Behandlung? In Solingen bekam sie Krankengymnastik gegen ihr überstrecken. Wird dies dort fort geführt? Bekommt sie ihre gewohnte Nahrung? Ihre Pflegemittel und Windeln? Oder wird jetzt auf ein neues experimentiert?

Ich habe seit zwei Tagen wieder kaum und vor allem unruhig geschlafen. Ich höre sie weinen, hilflos und ungehört. Ich selbst habe keine Tränen mehr, zu viele habe ich den letzten Monaten vergossen. Ich kann dieses System nicht verstehen, welches Menschen wie eine Ware behandelt. Kann nicht nachvollziehen das Pflegeeltern ein ihnen anvertrautes Kind einfach so zurück geben können. Schon gar nicht aus dem angeführten Grund.

Denn laut § 25 Abs. 1 S. 1 SGB X sind die Beteiligten im Verfahren berechtigt die Akten einzusehen. Und darin befinden sich dann nun mal auch die Kontaktdaten der Pflegefamilie. Wenn ich damit nicht umgehen kann, oder dies nicht will, sollte ich mir das überlegen bevor ich ein Kind aufnehme.

Ich hoffe das Familie K. keine weiteren Kinder anvertraut werden, denn Kinder sind keine Ware die man nach Belieben hin und herschicken kann. Die Tränen zumindest dieses Kindes gehen auf ihre Kosten. Hoffentlich verfolgen diese sie auch in ihrem Osterurlaub. Aber vermutlich sind sie sich gar nicht bewusst was sie getan haben. Denn sie sind ja keine Fachleute, sondern nur eine ganz normale (kaltherzige) Familie die damit nicht umgehen kann. Nicht mit dem Wissen, das die Eltern ihre Adresse kennen, nicht mit dem öffentlichen Interesse an diesem Fall.

4 thoughts on “Wie geht es Felicitaz?”

  1. Das ist alles ziemlich traurig und dramatisch!
    Gut, dass Ihr schon so „weit“ an der Öffentlichkeit seid –
    denn SO geht es doch nicht weiter. es zeigt, wie MIES und menschen-unwürdig Jugendämter „arbeiten“… .
    Viel Kraft, Liebe, Geduld Euch!
    Unser HERR ist auferstanden – die vielen geraubten Kinder – einschließlich Felicitaz – sind in meinem und vieler anderer Gebet… – im HERZEN. Es ist so unendlich schwer!

  2. ich verfolge eure Geschichte und ich finde es unmöglich; nicht nur das Kind ist traumatisiert, die Eltern, die Großeltern auch.
    Ich frage mich, wie man das wieder gut machen soll.
    Auf jeden Fall würde ich in diese Richtung auch intervenieren, wenn das Kind wieder zurück ist.

    1. Das auf jeden Fall, nur jetzt muss dies so gut wie möglich versteckt, verheimlicht werden. Denn sonst heißt es am Ende, wir hatten zwar damals Unrecht, doch wir können sie trotzdem nicht zurück geben, die Familie ist stark traumatisiert und aufgrund der psychischen Belastung nicht in der Lage dem Kind gerecht zu werden 🙁

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