Es „menschelt“

Als ich mir das Video angesehen habe, dachte ich an einen mein…

Als ich mir das Video angesehen habe, dachte ich an einen meiner Freunde. Einer meiner ehemaligen Freunde.

Slået op af Fabiosa Deutschland i 5. maj 2018

Guten Morgen, jó reggelt aus dem sonnigen und sommerlichen Ungarn. Ich hoffe euch allen geht es gut. Das obige Video gefiel mir so gut das ich es gerne mit euch teilen möchte. Zumal mir heute früh beim öffnen von Facebook als erstes ein Eintrag gezeigt wurde von einem Menschen der Kategorie zwei. Ich empfinde es nicht sehr ehrlich wenn man Einträge aus Gruppen heraus kopiert und auf anderen Seite und Gruppen veröffentlicht. Schon gar nicht wenn in diesem Beitrag Personen namentlich benannt werden und öffentlich diffamiert werden. Der Ersteller dieses Eintrages fiel mir schon mehrfach mit solchen Aktionen negativ auf. Nach ein wenig scrollen fand ich dann dieses Video und es passte wie Faust aufs Auge.

Mein Haus, mein Auto, mein Boot, ihr alle kennt sicher diese Werbung. Mir hat sie noch nie gefallen. Und seit Freitag gefällt sie mir noch weniger. Eine Stunde habe ich mir dies angehört, wie toll ein gewisser Mensch ist, was er alles hat, alles kann, dann bin ich geflüchtet. Wenn ich es nötig habe so sehr zu protzen, kann da rein menschlich nicht viel dahinter sein.

Ich mag natürliche Menschen, Menschen mit denen man reden kann, die Humor haben und auch mal über sich selbst lachen können, oder tiefsinnige Gespräche führen können. Aber vor allem mag ich Menschen die es nicht nötig haben andere zu erniedrigen um selbst in einem besseren Licht da zu stehen.

Gestern war auch ich wütend, traurig, enttäuscht. Dachte ich doch wir wären versetzt worden. Dabei war es nur ein Kommunikationsproblem, bzw ein technisches Problem.

Unser Auto ist momentan in der Werkstatt, und ausgerechnet an diesem Wochenende sollte in Döbrököz die Saisoneröffnung der Ackerterrassen starten. Ich wäre sehr gerne dabei gewesen. Wenig hoffnungsvoll startete ich unter dem Beitrag die Anfrage ob jemand uns mitnehmen könnte. Schnell bekam ich eine positive Antwort. Sie lautete wir kommen aus PLZ 0000 und wenn wir auf der Strecke bei euch vorbei kommen können wir euch mitnehmen. Eine Kontrolle bei Maps zeigte es gab mehrere Route und eine führte direkt bei uns vorbei.

Gestern Morgen gegen halb zehn dann die Meldung wir sind jetzt unterwegs. Wir machten uns fertig und warteten, warteten, warteten und warteten immer noch. Maps hatte doch gezeigt das sie 40 Minuten brauchen würden, mittlerweile waren 1,5 Stunden vergangen und wir warteten immer noch. Tja, da musste die Eröffnung wohl ohne uns statt finden. Wir hatten schon gar nicht mehr damit gerechnet, nach weiteren 60 Minuten hielt ein Auto vor unserer Türe. Unser Shuttleservice war da. Irgendwie hatte Maps da wohl einen Fehler drin, ich hatte eingegeben von PLZ 0000 Ungarn zu uns. 40 Minuten. Doch die beiden hatten jetzt tatsächlich schon 2,5 Stunden Fahrt hinter sich, denn ihr Wohnort ist wesentlich weiter entfernt.

Die beiden entpuppten sich als offene, kommunikative Menschen und waren uns direkt sympatisch. Weiter ging es dann von einem Dörfchen ins andere. Hätte Kai uns irgendwo ausgesetzt wir hätten nie mehr heim gefunden. Endlich am Ziel. Die Ackerterrasse entpuppte sich als Hof. Unter großen alten Bäumen standen Tische und Stühle. Einige Händler boten ihre Waren an, wir sind später auch shoppen gegangen. Aber erst mal schauen, die Gastgeber suchen und vor allem Brot kaufen. Wir hatten extra nicht gebacken, weil wir unbedingt dieses Brot probieren wollten, insbesondere das Emmerbrot. Emmer ist eine uralte Getreidesorte und zumindest mir war sie nicht bekannt. Ich kann euch verraten, Das Brot hat uns gestern Abend sehr gut geschmeckt. Allein dafür hat sich der Ausflug schon gelohnt.

Fleisch vom Grill, Würstchen mit und ohne Käse, hausgemachte Kuchen, selbstgemachte Limonade. Die Kühlschränke waren gut gefüllt und egal ob herzhaft oder süß hier kam jeder Geschmack auf seine Kosten.

Viele Gespräche, das kennen lernen von Menschen die man bisher nur virtuell kannte rundeten den Nachmittag ab. Lange haben wir uns in Gesellschaft so vieler Menschen nicht mehr so wohl gefühlt. Und wir werden während des Sommers sicherlich noch das ein oder andere Mal dort vorbei schauen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich gerne direkt auf der Seite der Ackerterrasse informieren. Dort findet ihr auch Bilder des gestrigen Tages.

One thought on “Es „menschelt“”

  1. wieder mal nett geschrieben liebe gabi. es war schön euch zu treffen und ein wenig zu plaudern
    ka und das Video passt schon. ein totenhemd hat keine Taschen dass sollte jedem klar sein.

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