Danke Angelika für die Anregung

Wie der Titel schon verrät habe ich mich inspirieren lassen. Gelesen auf Facebook, und mir kamen sofort Gedanken die ich gerne mit euch teilen möchte.

Frühling gab es hier in diesem Jahr eigentlich nicht. Haben wir im März noch gefroren, so zog im April der Sommer in Ungarn ein. Seit Wochen ist es hier warm, ich habe schon jetzt mehr Farbe als in Deutschland am Ende des Sommers. Einfach nur traumhaft so ein beständiges Wetter. Das ich jemals freiwillig die Sonne aussperren würde habe ich nie in Betracht gezogen. Doch hier ist es zwingend nötig , schon jetzt wird es im Haus zu warm. Zum Glück haben wir nur ein Südfenster, so dass immer noch Tageslicht rein kommt. Aber ich bin sowieso die meiste Zeit des Tages draußen.

Wenn man sich hier einen anderen Rhythmus angewöhnt kann man mit der Hitze gut Leben. Der Tag beginnt früher, ruht in der Mittagszeit, und beginnt dann am späteren Nachmittag wieder. Am Abend kühlt es zudem meist auch gut ab, so dass man dann auch das Haus lüften kann. Noch bin ich nicht auf die Idee gekommen mir das unbeständige und wechselhafte Wetter aus Deutschland zurück zu wünschen. Ein schattiges Plätzchen, ein kühles Getränk und eine sanfte Brise die hier meistens geht sorgen für das tägliche Wohlbefinden. Kurz gesagt, für einen Sonnenliebhaber wie mich, das ideale Fleckchen Erde.

Was mich allerdings erstaunt, das trotz der Hitze und fehlendem Regen, hier alles gedeiht. Und wenn ich spazieren gehe, sehe ich nirgends Rasensprenger laufen, sehe keine Menschen mit dem Gartenschlauch hantieren. Auch auf den Feldern sehe ich keine Maschinen die diese wässern. Einzig Topfpflanzen werden mit Wasser versorgt, alles andere macht die Natur. Auch meine Wiese ist immer noch grün, ich müsste sie eigentlich jede Woche mähen. Und ich habe sie noch nicht einmal gesprengt. Kann es sein dass die Deutschen es übertreiben? Oder braucht der Zierrasen mehr Wasser? Reicht es hier völlig aus, das es nachts abkühlt und der Boden morgens immer feucht ist? Egal welche Erklärung es dafür gibt, ich lerne gerade wieder das die Natur umso besser funktioniert, je weniger ich als Mensch eingreife. Die Belohnung sind reichlich Insekten, Schmetterlinge, Fledermäuse, Eidechsen, Schlangen im eigenen Garten. Letztens standen Rehe hinter dem Stall, und Achim hat am Samstag einen Dachs gesehen. Das abendliche Konzert der Frösche, oder sind es Kröten, ich weiß dies nie so genau, ist ein Erlebnis.

Am Montag war ich unterwegs, und habe das erste Mal seit Jahren wieder große Mohnfelder gesehen, leider konnte ich dort nicht anhalten, aber ich reiche sicher Bilder nach. Der Anblick war jedenfalls traumhaft.

Momentan überlege ich ernsthaft mich aus Facebook zurück zu ziehen. Es sind keine Sicherheitsbedenken, oder die immer wieder publizierten Skandale, die mich zu diesen Überlegungen führen. Es sind die Nutzer die mir zunehmend auf die Nerven gehen.

An manchen Tagen habe ich das Gefühl, Facebook und hier besonders die diversen Gruppen, bestehen nur aus Hass, Neid, Missgunst und Hetze. Es bilden sich teilweise richtige Gruppen die dann einzelne Menschen fertig machen. Häufig mit immer neuen Profilen damit es nicht so auffällt das es immer die gleichen Personen sind, deren einziger Lebensinhalt darin besteht andere zu diskreditieren. Selbst harmlose Fragen, die Suche nach Informationen, kann schnell zu endlosen Diskussionen und persönlichen Angriffen führen. Vermutlich sind es Menschen die real nichts auf die Reihe bekommen, im realen Leben nichts zu melden haben, die sich hier virtuell austoben. Was sie aber mit und in den Menschen anrichten, die ihre Opfer werden, scheint ihnen völlig egal zu sein. Das war nie meine Welt und wird es auch nie sein.

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