Freud und Leid lässt sich manchmal nicht trennen

Jetzt ist es schon wieder vorbei das erste halbe Jahr und mein erster Geburtstag hier. Schön war es. Mein Geschenk habe ich mir im Vorfeld selbst ausgesucht, und dann wurde ich auch noch zum Essen ausgeführt.

Den Samstag dann mit unseren Freunden verbracht. Sah es Freitag noch so aus als sollte es kein Grillwetter geben, war Petrus am Samstag ganz auf meiner Seite. Sonnenschein schon an frühen Morgen.

Nur das meine Kinder nicht dabei sein konnten trübte dieses Wochenende ein wenig. Besonders der Grund warum die jungen Eltern und meine Enkelin nicht kommen konnten. Noch immer dürfen sie Deutschland nicht zusammen mit ihrem Kind verlassen, ja sie dürfen noch nicht mal ihren Wohnort gemeinsam verlassen.

Die ganze Vorgeschichte findet ihr hier.

Felicitaz lebt zwar wieder bei ihren Eltern, ihr geht es prima und sie entwickelt sich prächtig. Doch das Oberlandesgericht hatte Auflagen erlassen, damit Felicitaz zurück darf. Zu dem Zeitpunkt sind wir alle davon ausgegangen dass wir von wenigen Wochen und somit zumutbaren Einschränkungen reden. Doch mittlerweile sind schon wieder Monate verstrichen, der Termin bis wann das Gutachten bei Gericht sein sollte um vier Wochen überzogen. Die einzige Antwort die sie auf Nachfragen bekommen, sie müssen Geduld haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geduld bedeutet in diesem Fall aber Verzicht. Verzicht auf Urlaub, Verzicht auf Familienbesuche, weil niemand im selben Ort wohnt. Verzicht auf schwimmen, mein Sohn hat eine Chlorallergie und das nächste Bad welches sie aufsuchen könnten ist außerhalb des Wohnortes.

Ich habe eine offizielle Einladung zu meinem Geburtstag verschickt, sie bekamen nicht die Erlaubnis zu fahren. Felicitaz könnte ja unterwegs etwas passieren, und wie ständen dann sie als Behörde da? Auf meine direkte Anfrage ans Jugendamt habe ich überhaupt keine Antwort erhalten. Das haben sie nicht nötig. Wie lange sich das alles noch hinzieht, da sind wir wirklich sehr gespannt. Selbst der Kinderarzt weiß bald nicht mehr wie er die angeordneten Kontrolluntersuchungen zweimal die Woche abrechnen soll. Immerhin ist das Kind gesund und die Arztbesuche unnötig.

Natürlich ist die Hauptsache das Eltern und Tochter zusammen sind, und es der Kleinen richtig gut geht. Aber die Einschränkungen sind belastend, und Felicitaz wird ganz viel Zeit mit ihren Verwandten gestohlen, denn auch die Großeltern mütterlicherseits leben 400km entfernt. Aber vermutlich dient dies dem Kindeswohl.

Wenn alles vorbei ist, dann holen wir die drei erst Mal eine Weile zu uns, abschalten und erholen ist dann das wichtigste. Und vielleicht auch schauen wie geht es weiter, Perspektiven und Alternativen ausloten. Da wohnen bleiben? Irgendwo neu anfangen? Sind sicher die brennesten Themen. Wir werden ihnen unsere neue Heimat zeigen, zeigen warum wir uns hier so wohl fühlen. Und wenn die Kinder keine Sorgen mehr haben, wird es auch uns noch viel besser gehen.

2 thoughts on “Freud und Leid lässt sich manchmal nicht trennen”

  1. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute zum Geburtstag und euch Beiden, dass ihr bald eure Enkelin in eure Arme schliessen könnt!😉…in euren Herzen ist sie ja schon!😘😍💓

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