# Der Fall Felicitaz

#Der Fall Felicitaz

11.06 Uhr Noch sind es drei Stunden und die Zeit will einfach nicht vorüber gehen. Heute um vierzehn Uhr beginnt die Hauptverhandlung. Es wird sich entscheiden ob der #Fall Felicitaz ab heute der Vergangenheit angehört.

Hier könnt ihr die ganze unglaubliche Geschichte nachlesen.  Geschichte Wenn ich nicht selber hautnah am Geschehen dran wäre, würde es mir vermutlich sehr schwer fallen, dieser Geschichte glauben zu schenken. Und doch weiß ich mittlerweile, dass es viel zu viele dieser wahren Geschichten gibt. Selbst Pflegeeltern sind nicht vor dem absonderlichen Gebaren der Institution Jugendamt gefeit. 

Viele Familien scheitern, sie haben nicht die Kraft diesen zermürbenden Kampf zu führen, oder es fehlt an finanziellen Mitteln. Hinzu kommen dann noch die Erpressungen durch die Jugendämter. Immer nach dem Motto entweder du tust was ich sage, oder du siehst dein Kind nie wieder. Diese Angst lähmt, und die Eltern lassen sich dann dazu hinreißen Dinge zu tun, die sie ohne diese Furcht nie tun würden.

Was die Jugendämter am meisten fürchten sind gut aufgeklärte Eltern die ihre Rechte kennen und darum kämpfen. Aber auch die Öffentlichkeit ist ein starkes Instrument beim Kampf um die Kinder. Das Medieninteresse zu wecken ist allerdings auch nicht einfach. Vor allem ist es wichtig alles was man behauptet auch beweisen zu können. Nur zu sagen die haben mir mein Kind zu Unrecht geklaut reicht da bei weitem nicht aus.

Viele Eltern wissen auch nicht, dass sie das Recht haben, eine Person der sie uneingeschränkt vertrauen als Beistand zu benennen. Diese Person darf sie dann zu allen Terminen begleiten. Auch zum Familiengericht.

So haben sie immer einen Zeugen dabei, und können nicht so leicht der Lüge bezichtigt werden.

Alles dies mussten wir im laufenden Verfahren mühsam lernen. Mein Sohn hat sich ganz tief in Thematik eingearbeitet. Woher er diese Kraft genommen hat weiß ich nicht. Aber ich bin stolz auf ihn, und ich hoffe dass er heute die Früchte seiner Arbeit ernten darf.

Ich habe die Sorge dass es heute nicht vorbei ist. Der Antrag des Jugendamtes lautet auf weitere Kontrolle, obwohl alles gegen eine Kindesmisshandlung spricht, und auch das Gutachten von einem Geburtstrauma ausgeht. Der Kinderarzt berichtet positiv und selbst die Personen die täglich im Auftrag des Jugendamtes zur Kontrolle kamen, konnten nur über den liebevollen und innigen Kontakt zwischen Eltern und Kind berichten. Trotzdem steht der Antrag des Jugendamtes im Raum.

Ob sich der Wechsel der zuständigen Richterin positiv auswirkt mag ich auch noch nicht glauben. Verbinden sie doch familiäre Verbindungen mit der Anwaltskanzlei die das Klinikum vertritt. Ich persönlich wäre da ganz sicher voreingenommen. Aber vielleicht ist die Richterin ja in der Lage Beruf und Familie strikt zu trennen.

Meine Kinder sind jedenfalls gewappnet. Sie haben noch mal alle relevanten Fakten zusammengefasst, haben sich die Fragen notiert die sie dem Gutachter stellen wollen. Viel mehr können sie nicht machen.

Natürlich wird auch heute wieder die Presse präsent sein und berichten.

11.35 UhrUhr Im noch zweieinhalb Stunden.

13.00 Uhr Immer noch eine Stunde. Mein Sohn hat tatsächlich noch die Ruhe gefunden sich heute Vormittag noch zum Friseur zu begeben. Ich bewundere ihn und frage mich wie er das macht. Ich tigere hier durch Haus und Garten, sehe alle paar Minuten auf die Uhr und er lässt es sich gut gehen.

15.11 Uhr Noch immer nichts neues, seit einer Stunde wird verhandelt. Ich wäre so gerne ein Mäuschen unter dem Richterpult und immer auf dem laufenden.

16.34 Uhr es ist vorbei. Verfahren eingestellt. Ich habe gerade 💯 kg abgenommen. So ein dicker Brocken ist mir von der Seele gefallen.

Gott sei Dank, endlich dürfen die drei eine normale Familie sein.

2 thoughts on “# Der Fall Felicitaz”

  1. Guten Abend Gabriele, Ich freue mich unendlich mit Euch. Endlich kann die kleine Familie nach Ungarn fahren, ohne Auflagen und sich darüber freuen, dass sie eine ganz normale Familie sein darf. Ende gut, alles gut, endlich.

  2. Vor 10 Minuten ist die Entscheidung gefallen.
    Das Verfahren ist eingestellt.
    Keine Auflagen mehr.

    Es gab und gibt keine Kindeswohlgefährdung auch im Januar lagen die selben Erkenntnisse vor. Hätte man da schon sauber gearbeitet wäre das Verfahren nicht von Nöten gewesen.

    Das Jugendamt ist raus aus dem Fall.

    Der Gutachter hat klar gemacht das es eher gewichtige Annahmen gibt die das Geburtstrauma befürworten und es schwerwiegende Fehler seitens des Klinikums gibt.

    Statement der Eltern

    Endlich siegt die Gerechtigkeit und man konnte das Verfahren heute abschließen.
    Traurig ist es das im Januar das Verfahren bereits wieder geschlossen werden hätte können wenn alle richtig gearbeitet hätten.
    Man hat uns zu Unrecht Monate terrorisiert.
    Die Richterin hat richtig erkannt das es zum damaligen Zeitpunkt und heutigen Zeitpunkt eine Gegenwärtige Kindeswohlgefährdung vorlag.
    Es werden hier sicher noch entsprechende Gerichtliche Verfahren geben.

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