14.April 2020

April 2020 Daheim #bleibt zuhause #marad otthon
Heute haben wir den 14.ten April, Das Osterwochenende mit viel Sonnenschein und Wärme liegt hinter uns. Für viele Menschen war es ein einsames Wochenende. Kontakt- und Reiseverbote gelten auch weiterhin und halten die Welt still. Großeltern die auf ihre Enkel verzichten mussten, Eltern die ihre Kinder nicht sehen konnten, Freunde, Bekannte mit denen man nur virtuell kommunizieren darf. Glücklich wer dies beherrscht und nutzen kann.
Was aber mit den vielen Menschen die sich damit gar nicht auskennen? Besonders in der alten Generation sind es ja viele die sich damit noch nie beschäftigt haben, die noch ganz herkömmlich telefonieren oder sogar Briefe schreiben. Was ist mit den Menschen in Heimen, die vielleicht sogar dement sind, wie mögen sie sich fühlen? Wie sollen sie verstehen warum sie plötzlich niemanden mehr haben der sie besucht, mit dem sie reden können. Für Gespräche fehlt dem Pflegepersonal schlichtweg die Zeit. Noch schlimmer trifft es die Menschen die Zuhause sitzen, allein, weil der Partner schon gegangen ist, die Kinder dürfen sie nicht besuchen, Smartphone oder PC besitzen sie nicht. Sie bleiben allein mit ihren Ängsten und Sehnsüchten.
In vielen Debatten geht es darum langsam die Beschränkungen aufzuheben, aber dann müssen die älteren weiterhin geschützt werden, und sollen dann erst recht Zuhause bleiben, hört man immer wieder. Reisefreiheit wird es wieder geben wenn es einen Impfstoff gibt? Bedeutet dies für mich das ich meine Familie nicht mehr besuchen darf wenn ich mich nicht impfen lassen möchte? Werden wir alle gezwungen uns mit einem Impfstoff der im Schnellverfahren entwickelt wurde, nicht ausreichend getestet wurde, zu Versuchskaninchen machen zu lassen? Da ansonsten unsere Isolation weiter bestehen wird?
Das sind Fragen die ganz sicher nicht nur mich alleine beschäftigen, und auf die niemand eine Antwort gibt. Oder zumindest nur vage Antworten. Aus Deutschland hörte man schon, die Bürger sollen für den Sommer keine Reisen planen, weil niemand weiß was bis dahin ist. Bedeutet für mich im Umkehrschluss, niemand beabsichtigt die Einschränkungen bald wieder aufzuheben. Wann werde ich meine Familie wiedersehen? Eltern, Kinder, Enkel?
https://youtu.be/jitSoszyAh4
Heute ist draußen ein trister Tag, er verführt geradezu zu trüben Gedanken. Dabei ist es für mich der erste Tag seit Beginn der Beschränkungen wo ich wirklich drinnen bleiben muss. Wie man es dann denjenigen ergehen die schon seit Wochen in einer Wohnung, ohne Garten und vielleicht auch ohne Balkon sitzen. Ich mag es mir gar nicht vorstellen wie es ihnen ergehen muss. Wie sie jeden Tag sehnsüchtig darauf warten das sie endlich wieder hinaus dürfen, im Park, an Flüssen auf der Bank sitzen und sich den Wind um die Nase wehen lassen.
Ich versuche alles um mich vor all den ganzen Panikmachenden Beiträgen, Nachrichten zu schützen. Aber dies ist gar nicht so einfach. Internet, egal wo es gibt nur ein Thema, TV ebenso, und in den Zeitungen und Radio natürlich auch. Heraus zu finden was ist wahr, was politisch korrekt, was Fake ist nur mit intensiver Recherche möglich, und dann auch nur wen man die richtigen Suchworte eingibt. Manche Recherche bringt noch mehr Ängste statt zu beruhigen. Wenn ich lese das Menschen verhaftet werden, sterben, oder spurlos verschwinden nur weil sie eben nicht politisch korrekt auftreten, dann macht mir das mehr Angst als dieser Virus.
Was ist los in diesem Land welches einmal meine Heimat war? Was ist los auf der ganzen Welt? Nirgends ist es mehr wie es noch vor drei Monaten war. Überall sind die Menschen die Menschen isoliert, getrennt von den Menschen die ihnen wichtig sind. Soziale Isolation schwächt auch das Immunsystem, niemand ist da der einem sagt wie man sich schützen kann, bzw. die die es versuchen werden auf alle möglichen und unmöglichen Wege mundtot gemacht.
Die einen sagen Masken schützen, die anderen hingegen behaupten das Gegenteil. Durch das atmen sammelt sich in den Masken Feuchtigkeit und dadurch können Keime noch leichter in die Lunge geraten. Einweghandschuhe länger getragen, hinterlassen einen Schmierfilm auf den Händen, daran haften die Viren besonders gut und werden erst Recht übertragen, wenn nicht sofort nach dem ablegen der Handschuhe intensiv die Hände gewaschen werden. Was aber unterwegs eher schwer möglich ist.
Derjenige der das Virus hatte und überlebt hat soll danach immun sein, daher ist es erst möglich zum normalen Leben zurück zu kehren wenn sich 65% der Bevölkerung infiziert hatten. Berichte aus Asien widerlegen dies, denn dort infizieren sich Menschen die schon infiziert waren.
Ich weiß nicht mehr was ich noch glauben soll und was nicht. Alles recherchieren bringt nicht weiter, sondern verstärkt die Zweifel noch. Ist es wirklich ein Virus vor dem man uns schützen will? Doch warum werden alle Beiträge, Videos und Berichte gelöscht die dagegen sprechen? Warum lässt man sie nicht einfach unkommentiert, unbeachtet im Netz? Erst durch dieses rigorose Vorgehen gegen die Verfasser werden diese „Verschwörungstheorien“ doch erst interessant. Zudem merken immer mehr Menschen das ihr Recht auf freie Meinungsbildung und Äußerung beständig stärker beschnitten und kontrolliert wird. Wohin soll dies alles führen?

Was wird uns bleiben?

Ungarn #unsereheimat

Ich habe lange nichts mehr geschrieben. Was aber auch daran liegt das es in der kalten und dunklen Jahreszeit nicht viel zu erzählen gibt. Wir haben den Winter überwiegend zuhause verbracht, waren nicht wirklich aktiv. Haben die Zeit genutzt, das Wohnzimmer renoviert, gebastelt, gelesen und waren ansonsten überwiegend lusta (ungarisches Wort für faul, lusta klingt aber besser).
Jetzt zum Frühjahr überraschte uns dann ein Virus, plötzlich war das ganze Leben auf den Kopf gestellt. In der ganzen Welt kam es plötzlich zu einem Stillstand. Besonders die sozialen Kontakte kamen komplett zum erliegen, das Internet hilft zwar ein wenig, aber kann die realen Kontakte nicht ersetzen.
Ich frage mich die ganze Zeit warum? Was ist so gefährlich an diesem Virus? Warum hört, sieht und liest man nichts anderes mehr? Täglich wird das Fernsehprogramm geändert um uns wieder von der Gefährlichkeit zu berichten, um uns alle dazu zu bringen uns zu isolieren.
Aber warum? Ich verstehe es nicht. Laut WHO sterben jährlich zwischen 350000 und 650000 Menschen an der Grippe, das entspricht nur 0,1% der Erkrankten. Wenn ich Prozentrechnung noch nicht ganz verlernt habe, bedeutet es das sich jedes Jahr ungefähr die Hälfte aller Menschen mit Grippe infiziert. Entspricht somit rund 4.000.000.000 Menschen die an Grippe erkranken. Warum gibt es da keine Isolation, keine Angst und Panikmache? Weil es schon Medikamente und vor allem Impfungen gibt und sich mit einer Grippe kein Geld mehr machen lässt?
Corona hat mit Stand heute, 08.04.2020, 1431375 infizierte, und bisher sind 82145 Menschen daran gestorben. Richtig ist, die Sterblichkeitsrate ist wesentlich höher als bei der Grippe. Aber gerechnet auf die Anzahl der Menschen die auf der Erde leben, aktuell um die 8Mrd, ist die Zahl der Infizierten gerade mal ein Viertel von denen die sich mit Grippe infizieren. In vielen Ländern sind die Neuinfektionen zudem rückläufig. So das es sehr unwahrscheinlich ist, das Corona mehr Opfer fordert als die jährliche Grippe, obwohl die Sterblichkeitsrate bei Corona wesentlich höher ist.
Trotzdem werden die Menschen isoliert, in einigen Ländern werden hohe Strafen angedroht wenn man sich nicht an die Vorschriften hält. Diese Maßnahmen wurden ja nur zu unserem Schutz ergriffen. Ich verstehe es absolut nicht, warum die Menschen so in Angst versetzt werden, das sie die Maßnahmen die ihre Freiheit einschränken auch noch bejubeln. Angst schwächt zudem das Immunsystem, und ein schwaches Immunsystem begünstigt natürlich eine Erkrankung.
Wir leben hier ganz normal weiter, im Rahmen des erlaubten, aber ich trage keinen Mundschutz, keine Einweghandschuhe. Wie in jeder Grippesaison habe ich ein kleines Fläschchen Händedesinfektion in der Handtasche, welches ich vor und nach dem Einkauf nutze. Das hat mich mein ganzes Leben vor der Grippe geschützt, warum sollte ich dann jetzt Corona bekommen? Aber dies ist meine ganz persönliche Einstellung zu diesem Thema. Natürlich mache ich keine Besuche und lade auch niemanden ein. Auch wenn mir meine Freunde fehlen, die Reise zur Familie aktuell nicht erlaubt ist. Aber vielleicht hilft Euch meine Einstellung, selbst auch ein wenig gelassener zu werden, und der Angst weniger Raum zu geben. Geht soviel es Euch möglich ist raus, Sauerstoff, Sonne, Wärme helfen Eurem Immunsystem ebenso wie Vitaminreiche Ernährung.
Ich selbst bin jetzt schon die ganze Woche von Morgens bis Abends draußen, habe schon reichlich Farbe bekommen, und ich fühle mich sehr gut. Wie eigentlich immer, wenn die Zeit in der Wohnung vorbei ist. Morgens beim Kaffee dem Gesang der Vögel lauschen, sehen wie die Sonne hinter dem Hügel aufkommt, es langsam Tag wird. Mehr brauche ich nicht, damit es ein guter Tag wird.
Ich wünsche mir sehr, das dieser erzwungene Shutdown, auch etwas positives für uns alle hat. Etwas das bleibt. Homeoffice ist im größeren Rahmen möglich als bisher gedacht oder praktiziert, warum wieder zurück ins Büro wenn alles vorbei ist? Zuhause arbeiten, wieder mehr Zeit mit der Familie verbringen warum sollte das nicht auch danach möglich sein? Statt ständig durch die Welt jetten wieder mal die eigene Heimat erkunden, und damit auch helfen das diejenigen die jetzt mit ihrer Existenz kämpfen wieder auf die Beine geholfen wird? Viele haben sich engagiert, haben besonders den älteren Menschen in der Nachbarschaft geholfen. Warum sollte das nach Corona vorbei sein? Ist so ein miteinander nicht viel schöner als das anonyme Nebeneinander? Lasst uns alle versuchen in Zukunft das Hamsterrad ein wenig langsamer laufen zu lassen. Und stattdessen mehr aufeinander zu achten. Miteinander statt gegeneinander könnte die Lehre aus diesen Wochen und Monaten sein.
Ich wünsche Euch die ihr hier lest und Euren Familien, Freunden, Bekannten und Nachbarn, bleibt gesund, verliert Eure Angst und seht optimistisch in die Zukunft. Mein Leben hat mich gelehrt, alles hat einen Grund, einen Sinn, auch wenn wir es nur selten direkt erkennen. Irgendwann kommt der Tag, dann weißt Du warum es so und nicht anders war.