26.02.2015 Dem Traum ein Stück näher

 

Ich kann es immer noch nicht glauben, es hat tatsächlich funktioniert. Gestern Vormittag haben wir uns auf den Weg gemacht, nach Thüringen, um unseren Jeep gegen ein Wohnmobil zu tauschen. Die knapp 400km lange Fahrt, führte uns über einige Strecken abseits der Autobahn. Unser Ziel hatte keine Autobahnanbindung. Landschaftlich richtig idyllisch und das Wetter meinte es auch gut mit uns.
Unser Tauschpartner muss schon hinter dem Fenster gewartet haben, denn noch während wir eine Parkmöglichkeit suchten kam er uns hinterher. Nach der herzlichen Begrüßung zeigte er uns das Wohnmobil, und dann gab es eine ausführliche Probefahrt. Bisher hatte er sich nicht für unseren Wagen interessiert. Der Pilot 660r schnurrte wie ein Kätzchen, auch die Steigungen nahm er problemlos.
Wieder zurück bei unserem Jeep wiederholte sich das Spiel, wir zeigten ihm den Jeep, und auch er machte eine Probefahrt. Als er diesen wieder abstellte steckte er den Schlüssel in seine Tasche, für ihn war der Tausch schon perfekt.
Dann stand uns das größte Abenteuer noch bevor, in seinem Haus warteten vier große Hunde, und wenn ich sage groß meine ich das auch, auf uns. Gar nicht so einfach an dieser Meute vorbei ins Zimmer zu kommen. Bei einem Kaffee dann die Papiere angeschaut und den Tauschvertrag gemacht. Aber auch ins erzählen gekommen, und so war es schon viel später als geplant als wir uns endlich auf die Rückfahrt machten.
Kurz vor Kassel noch eine Pause gemacht, tanken, einkaufen und zu Abend essen,und dann ab nach Hause. Kurz vor Mitternacht hatten wir unser Womo dann auf dem Parkplatz stehen, die nächsten Tage heißt es dann, ein wenig sauber machen, umdekorieren und Freunde werden. Samstag zur Campingmesse in Essen, da werden wir sicher das ein oder andere finden. Eigentlich schade das man Fahrzeuge ummelden muss, das Nummernschild hat die Initialen meines Mannes, ganz so als ob es nur auf uns gewartet hätte.

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365 Tage unterwegs

Wir sind in einigen Gruppen und Foren angemeldet und immer wieder fällt uns auf das es kaum Wohnmobillisten gibt die wirkliche Freiheit erfahren möchten. Wir haben uns ja gerade deswegen für ein Wohnmobil und gegen einen Wohnwagen entschieden, weil wir nicht angewiesen sein möchten auf Stellplätze oder Campingplätze.

Wohnmobil bedeutet für uns die größtmögliche Freiheit überhaupt. Sanitäranlagen an Bord, Küche und Bett dabei. Stehen bleiben wo es uns gefällt und niemanden stört. Den ganzen Tag am Badesee verbringen, und die Nacht direkt am See im Mobil verbringen. Eine Stadt erkunden, am Abend lecker essen gehen, vielleicht einen Wein oder Cocktail trinken und sich keine Sorgen um die Fahrtüchtigkeit machen müssen, das Mobil wartet ja auf uns.

Alle paar Tage mal wenn es notwendig wird, eine Entsorgungsstation anfahren, Wasser tanken und wieder weiter.

Was treibt also die meisten trotzdem auf Plätze, für die sie bezahlen müssen? Wo sie eventuell Nachbarn haben die ihnen nicht zusagen? Wir würden uns über Meinungen freuen, was spricht für euch gegen ein Maximum an Freiheit?