TÜV November 2019

TÜV in Ungarn
Guten Morgen, ich hatte es Euch ja versprochen, einen Erfahrungsbericht von unserem ersten TÜV in Ungarn.
Gestern war es dann endlich soweit, um achtzehn Uhr hatten wir Termin. Vor uns war noch jemand mit einem Hänger dran. Von draußen konnten wir beobachten das als erstes Foto gemacht wurden. Da die Werkstatt auch die Eridetiség vizsgállat anbietet, dachten wir er muss seinen Hänger registrieren lassen.
Doch dann wurden wir eines besseren belehrt. Auch bei unserem Auto wurden als erstes Fotos gemacht. Wenn jemand da näheres weiß, warum diese Bilder gemacht werden, was genau da fotografiert wird, darf er uns an seinem Wissen teilhaben lassen.
Dann wurde die komplette Beleuchtungsanlage überprüft. Mist ein Birnchen am Nummernschild defekt, hatten wir selbst noch gar nicht bemerkt. Na das geht ja gut los dachten wir. Danach verschwand er dann in der Grube und nahm den Wagen gründlich von unten in Augenschein, besonderes Augenmerk lag auf den Achsen und Fahrwerk.
Fertig, er ging ins Büro. Kam mit einem Zettel wieder den ich unterschreiben musste und ging wieder.
Das war ja wirklich easy, wenn das so schnell und einfach geht, dachten wir zumindest. Denn wenige Minuten später ging es weiter. Jetzt wurden die Bremsen und Stoßdämpfer geprüft. Und auch eine Abgasuntersuchung gemacht. Und dann waren wir fertig. Das ganze hat uns 23000 huf gekostet.
Unser Fazit, Angst muss hier niemand vor dem TÜV haben. Die Prüfung ist weder strenger und schon gar nicht nachlässiger als in Deutschland. Alles was Sicherheitsrelevant ist wird geprüft. Das defekte Birnchen hatte nur einen Hinweis zur Folge, kein Problem wird nachher direkt ausgetauscht.
TÜV ohne Mängel haben wir allerdings auch unserer Werkstatt zu verdanken. Herr Szábo hat einen sehr guten Job gemacht und den Wagen fit gemacht. Auch in zwei Jahren werden wir uns wieder vertrauensvoll im Vorfeld an ihn wenden und wenn er grünes Licht gibt, mit gutem Gefühl zum TÜV fahren.
Unser TÜV Prüfer dürfte zumindest vielen Ungarn ein Begriff sein. Ungarischer Meister und auch europäischer Meister im Kartfahren. Madár Robert. In der Werkstatt hingen Bilder von ihm und als ich ihn ansprach erzählte er stolz von seinen Erfolgen.
Mein Tipp, lasst Eure Werkstatt vorab den Wagen anschauen, eventuell notwendige Reparaturen machen, dann könnt ihr ohne Sorge den Wagen vorstellen. Wichtig es gibt keine Nachfrist um gefundene Mängel zu beseitigen. Ihr solltet Euch also rechtzeitig um einen Termin bemühen. Auch ist ein Wiedervorstellen hier nicht gratis oder günstiger. Beide Termine müssen voll bezahlt werden.
Euch allen allzeit gute und sichere Fahrt

Ausflug mit der Gemeinde nach Pécs 17.11.2019

Ich sitze gerade bei 25 Grad draußen auf der Terrasse und möchte Euch von unserem ersten Ausflug mit der Gemeinde erzählen.
Gestern Morgen am Sonntag den 17.11.2019 ging es schon um halb acht am Morgen los. Die Gemeinde hatte einen großen Bus angefordert. Kurz nach der Abfahrt gab es für jeden Teilnehmer ein Kolbaszsandwich. Die Stimmung im Bus war gut, der Fahrer nahm eine uns unbekannte Strecke nach Pécs, so das wir auch einiges neues sehen konnten. Kleine Orte, große Wälder durchfuhren wir zu unserem ersten Ziel.
Wir machten einen Stopp im Park der ungarisch-deutschen Freundschaft. Von dort aus eroberte Sultan Süleymann 1566 das Land. Lange Aufarbeitung und viel Diplomatie ermöglichten 1995 diesen Park. Wer näheres erfahren möchte, für den füge ich hier diesen Link ein. http://www.tdmszigetvar.hu/de/hely/park-der-ungarisch-tuerkischen-freundschaft
Weiter ging es dann nach Abaliget, dort stand der Besuch einer Tropfsteinhöhle an.

Schon der Eingang der Höhle eine kleine Herausforderung, man konnte die Höhle nur im gebückten Zustand betreten. Und damit meine ich nicht den Kopf beugen, sondern wirklich bücken, es sei denn man war kleiner als 1,20m . Von daher verwunderte es uns sehr das keine Helme verteilt wurden, wie man es aus Deutschland kennt. Auch auf dem Weg durch die Höhle musste man sehr aufpassen das man sich nicht den Kopf verletzte. Meine ganz persönliche Herausforderung waren die Stufen im letzten Abschnitt der Höhle. Sie waren sehr hoch, schätze so zwanzig Zentimeter eine Stufe, der Handlauf aus Metall aufgrund der Feuchtigkeit in der Höhle sehr rutschig und somit auch nicht wirklich eine Hilfe. Doch ich habe es gemeistert, um dann festzustellen hier oben ist die Höhle zu Ende und ich muss diese Stufen auch wieder hinunter. Doch auch dies habe ich geschafft, und oh Wunder habe ich heute nicht mehr Beschwerden in meinen Gelenken wie sonst auch.
Mein Fazit, die Höhle ist zwar schön, aber für Menschen mit Handicap eher nicht geeignet. Auch hier für Euch der Link zur Höhle http://www.abaligetibarlang.hu/

Weiter ging es dann zum Fernsehturm, wenn ich es richtig verstanden habe das höchste Gebäude im Land mit 197m. Hier gab es dann zum Glück einen Lift der uns so nach und nach hinauf beförderte, ich glaube sonst hätte ich auch darauf verzichtet hinauf zu steigen. Bei klarer Sicht kann man von dort ganz sicher weit ins Land hinaus blicken, gestern war es leider ein wenig diesig, so das ich nur ahnen kann wie genial die Sicht sonst gewesen wäre. Aber dieses „Glück“ habe ich ja meistens wenn ich solche Aussichtspunkte aufsuche. Wer mag kann diese Aussicht auch bei einem Essen im Restaurant genießen. Uns zog es allerdings weiter. 
Das Mittagessen war in einem anderen Lokal bestellt und so brachte uns der Bus dorthin. Von außen grausam, ohje in was für eine Kaschemme sollten wir jetzt einkehren? Ich war skeptisch. Drinnen jedoch ein großes, sauberes Lokal, guter Service und ein schmackhaftes und vor allem reichhaltiges Essen. Man soll sich halt nie von Äußerlichkeiten täuschen lassen.
Auf dem Weg zum Lokal kamen wir an einem großen Einkaufscenter vorbei, und so wurde beschlossen dort vor der Heimfahrt noch einen Stopp einzulegen. Achim und ich nutzten die Zeit und haben uns einen leckeren Eisbecher gegönnt. 
Wieder einmal stellte sich heraus wie wichtig es ist die Sprache zu lernen, hätten wir doch fast den Bus verpasst, aufgrund eines dummen Übersetzungsfehlers. Abfahrt war um 16:15 und nicht wie uns übersetzt wurde 16:45. Zum Glück drehte der Fahrer eine Ehrenrunde und sammelte uns dann auf. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön. 
Jahreszeitlich bedingt gab es auf der Rückfahrt nichts mehr zu sehen, denn es war nach wenigen Kilometern stockdunkel.
Wie habe ich persönlich diesen Ausflug erlebt? Diese Fahrt war sehr gut organisiert, der Zeitplan passte ebenso, wie die ausgewählten Ziele sehr sorgfältig ausgewählt wurden.
Das wir sieben Kinder mit dabei hatten merkte man überhaupt nicht. Kein Getobe, kein Gequengel oder sonstiges Generve. Und dies obwohl der Ausflug doch sehr viel Disziplin von den Kindern verlangte. Keins der Ziele war geeignet das die Kinder sich auspowern konnten. Ich frage mich da wirklich, was ungarische Eltern anders, besser als deutsche Eltern machen?
Die Fahrt inklusive Essen war sehr günstig, einzig seine Getränke im Lokal musste man selbst bezahlen. Wir haben das ganze überschlagen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, hätten wir diese Tour auf eigene Kosten gemacht, wären wir mit dem gezahlten Obolus bei weitem nicht hingekommen.
Unser Dank geht an die Organisatoren die diese Fahrt ermöglicht haben. Und auch beim nächsten Ausflug sind wir gerne wieder mit dabei.
Wie sieht es bei Euch aus? Bietet Eure ungarische Gemeinde solche Ausflüge auch an? Habt ihr schon daran teilgenommen? Wie sind Eure Erfahrungen?