Einkaufen in Készthely

Keszthely ist eine Stadt mit rund 21.000 Einwohnern auf einer Fläche von 75,98 Quadratkilometern am Westufer des Plattensees in Ungarn. Sie gehört zum Komitat Zala. Somit liegt dieser Ort in der touristischen Hochburg Ungarns. Hier kommt man auch mit deutsch sehr gut zurecht. Viele Ungarn sprechen ein sehr gutes deutsch. 

Wir wollten ein wenig bummeln und ein paar Dinge einkaufen. Das Wetter war an diesem Tag nicht wirklich einladend, zumindest am Plattensee, wir waren bei Sonnenschein los gefahren und kamen bei Gewitter am See an. 

Doch bis wir mit unserer Shoppingtour durch waren, schien dann auch dort wieder die Sonne, so das wir uns noch ein Weilchen ans Seeufer setzten. Um die gute Wasserqualität des Plattensees zu erhalten, sind dort Hunde leider unerwünscht. Ganzjährig ist es untersagt seine Hunde dort baden zu lassen. 

Macht ein Hund das Wasser schmutziger als ein Mensch? Ein Hund würde nie ins Wasser machen, Menschen aber schon. Man darf den See mit Booten befahren, sicher auch nicht immer eine saubere Angelegenheit. Ja man kann diese Begründung hinterfragen warum Hunde dort nicht baden dürfen, doch es ist dort so geregelt und somit muss man es akzeptieren. Lucy war aus diesem Grund auch zuhause geblieben. 

Was mir in Készthely auffiel, es ist eine der vielen Touristenhochburgen rund um den Plattensee. Dies wirkt sich auch auf die Sauberkeit aus, hier sah man dann schon häufiger Müll auf den Straßen. 🙁 Was jetzt kein gutes Bild auf die Menschen wirft die als Gast in fremdes Land kommen.

Schwimmbad, sehr einladend fand ich das nicht

Ungarn legen großen Wert auf Umgangsformen, vieles was man hier mittlerweile als aussterbend bezeichnet, wird dort noch hochgehalten. Man grüßt sich wenn man sich auf der Straße begegnet, grüßt wenn man einen kleinen Laden betritt. Danke und bitte sind ebenfalls keine Fremdworte sondern werden im Alltag reichlich benutzt. 

Ein Thema gibt es, welches im Netz schon für reichlich Zündstoff gesorgt hat. Ungarn reichen fremden, gebundenen Frauen nur selten die Hand. Es gehört sich nicht, die Frau eines anderen zu berühren. Viele empfinden dies als diskriminierend, die Ungarn hingegen zollen damit Respekt. Man sollte sich also lieber freuen anstatt aufregen.

 

Besuch in Kaposvar

Kaposvár ist der Hauptort des Komitats Somogy in Ungarn. Die Stadt liegt am Fluss Kapos und ist 186 Kilometer von Budapest entfernt. Von unserem Urlaubsdomizil waren es ca. 28 km bis dort.

Einkaufscenter welches direkt an der Fußgängerzone liegt und auch eine gute Parkmöglichkeit für einen Bummel bietet

Auf unserer Liste stand ja vieles was wir uns ansehen wollten, doch die hohen Temperaturen wirkten da ein wenig demotivierend und wir verbrachten einen Großteil unserer Zeit im heimischen Garten. In der zweiten Woche sanken die Temperaturen ein wenig und so entschlossen wir uns zu einem Ausflug nach Kaposvár. Dort findet man alles was das Herz begehrt. Einkaufspassagen, Baumärkte, alle bekannten Supermärkte und auch viele kleine Läden auf der Fußgängerzone. 

 

Brunnen, Wasserspiele und Figuren lockern das Straßenbild auf. Bei der Hitze besonders angenehm die  Vernebler die von Groß und Klein ausgiebig genutzt wurden um sich zu erfrischen. Von uns natürlich auch 🙂

 

Was besonders mir auffiel, in Ungarn darf man noch sein. Da gibt es keine hämischen Blicke, kein Getuschel hinter dem Rücken. Egal ob Groß oder Klein, Dick oder Dünn. Tennissocken in Sandalen, schrille Kleidung, biedere Kleidung, zur Figur passend oder nicht, alles völlig normal. Die Farbkombinationen teilweise abenteuerlich, aber dort völlig normal. Einfach nur schön.

Alles wirkt sauber und gepflegt, es gibt keine beschmierten Wände, es liegt kein Müll auf den Straßen, sogar Zigarettenkippen werden entsprechend entsorgt. Fast jeder Mülleimer besitzt einen Aschenbecher.

Aber man spürt auch keine Hektik, anfangs fällt es schwer einen Gang herunter zu schalten, doch ich habe es als wohltuend empfunden. Egal ob beim schlendern oder einkaufen, es war entspannend und nicht hektisch. Wie erzählte uns ein deutscher der in Ungarn lebt, in Ungarn gehen die Uhren anders. Termine sind ein Anhaltspunkt aber nicht zwangsläufig bindend. 9 Uhr kann auch locker 11 Uhr bedeuten 🙂

Der Tag in Ungarn beginnt früh, gegen sechs sieht man schon die Arbeiter die zu ihrem Aufgabengebiet unterwegs sind. In der Mittagszeit scheint das Leben zum erliegen zu kommen. Ähnlich wie man es aus anderen südlichen Ländern auch kennt. Dafür arbeiten sie fast immer bis zum Einbruch der Dunkelheit.