Sommerpause

Jó reggelt, es scheint als wolle der Sommer heute Pause machen. Die Sonne kämpft zwar gegen die Wolken an, doch bisher hat sie keine Chance.

Wir haben die vergangenen Tage ausgiebig genutzt, das Leben fand draußen statt. Wir haben unsere kleine Terrasse ein wenig gemütlicher gemacht. 

Im Unterholz gefunden

Blumen gepflanzt und gefunden.

Das Fundament für den Grillplatz gegossen, und hier und da ein wenig gewerkelt.

Täglich darf ich mich an positiven Nachrichten aus Solingen erfreuen. Vorwiegend sind es Bilder und Videos, diese zeigen wie gut sich unsere Kleine entwickelt. Sie lacht von Herzen gerne wenn ihr Papa den Clown für sie macht. Mag mittlerweile Möhren sehr gerne. Auf allen Bildern und Videos macht sie einen ruhigen und zufriedenen Eindruck. Nach all dem Stress ist es eine Wohltat die drei so zu erleben. Sechszehn Tage sind sie jetzt wieder vereint, und sie genießen jede gemeinsame Minute. Die gefürchtete Entfremdung scheint nicht eingetreten zu sein. Lediglich beim einschlafen kann man vermuten, das Felicitaz Angst hat, wach zu werden und Mama und Papa sind nicht mehr da. Doch mit einem festen Ritual und viel Liebe legt sich auch dies immer mehr. Sie muss ganz einfach die Sicherheit wieder gewinnen das ihre Eltern immer da sind. 

Unsere Kleinen sind schon ausgeflogen, gestern dachte ich noch, so langsam wird es eng im Nest, heute früh ist es leer. Schade, war schon eine nette Gewohnheit der tägliche Blick ins Nest.

Jetzt wünsche ich euch ein schönes Wochenende, Zeit zum entspannen, Zeit für Freunde und Familie.

 

Noch fünfmal schlafen

Guten Morgen, so langsam wird es Realität. Die gestrige Entscheidung des Oberlandesgerichtes das unsere kleine Prinzessin zurück zu ihren Eltern darf, kam unerwartet. Natürlich haben wir gehofft, doch nach den ganzen vorherigen Entscheidungen war die Hoffnung nicht all zu groß. Umso überwältigender die Freude nach der positiven Entscheidung. Am Mittwoch kommt Felicitaz zurück nach Hause.

Damit ihre Sicherheit gewährleistet ist gibt es strenge Auflagen. So kommt jeden Tag eine Familienhilfe und Felicitaz muss zweimal die Woche beim Kinderarzt vorgestellt werden. Grundsätzlich sind diese Auflagen aus Sicht der Richter verständlich. Immerhin steht das endgültige Gutachten noch aus und das Hauptsacheverfahren ist somit immer noch nicht abgeschlossen.

Doch mir machen diese Auflagen auch ein wenig Bauchschmerzen. Immerhin ist Felicitaz mittlerweile fast fünf Monate, sie liegt also nicht mehr ruhig in ihrem Bettchen. Auf den Videos die ich von ihr habe, sehe ich wie sie von Woche zu Woche mobiler wird. Ihre Neugier, ihr sich ausprobieren wird immer größer.

Ich bin selbst Mutter von vier Kindern, und weiß wie schnell es da auch mal zu blauen Flecken und Kratzern kommen kann. Doch mit dieser Vorgeschichte, diesem schwerwiegenden Verdacht, werden solche Verletzungen dann neutral gesehen und vor allem bewertet? Oder reichen sie aus um erneut einzugreifen?

Bei aller Sorgfalt, man kann sein Kind nicht vor allem behüten und beschützen, es sei denn man packt es in Watte und setzt es in einen Glaskasten. Wenn ich so zurück denke, habe ich damals verdammtes Glück gehabt. Ich musste mir um sowas keine Gedanken machen, musste die Kinder nicht einschränken und konnte es zulassen das sie sich ausprobieren, das sie sich auch mal eine blutige Nase holten.

Ich hoffe das es den dreien gelingt, da einen goldenen Mittelweg zu finden. Zwischen Obhut, Sorgfalt und Freiheit für das Kind. Das sie als Familie zusammenwachsen und einen ganz normalen Alltag leben dürfen, mit allen Höhen und Tiefen.

Ich selber habe gestern Abend beim abendlichen Spaziergang gespürt, wie sehr mich die letzten Wochen belastet haben. Das ganze Dorf ist ein Blütenmeer, alles riecht intensiv und es sieht einfach nur schön aus. Ich habe es zuvor zwar gesehen, aber nicht wirklich wahrgenommen. Erst gestern Abend hatte ich dafür Augen und Nase. Auch ich beginne wieder zu leben und erlaube mir dies zu genießen. Auch später nach Sonnenuntergang ist es herrlich. Alles kommt zur Ruhe und die man hört nur noch die Tiere. Irgendwo sitzen Kröten und geben ein abendliches Konzert. Auch den ein oder anderen Vogel hört man noch. Da es noch richtig dunkel wird, sieht man ein prachtvollen Sternenhimmel.

Hier ein paar Impressionen von meinem gestrigen abendlichen Spaziergang