Männer, eine überflüssige Spezies

 

Ich bin gerade richtig sauer. Am 25.11, wird alljährlich der Tag – Gegen Gewalt an Frauen publiziert. Diesen Tag gibt es seit 1981 und wurde damals von Terre de Femmes ins Leben gerufen. Vor knapp vierzig Jahren hatte er sicherlich noch seine Berechtigung. Häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen noch ein Tabuthema.

Heute ist dies anders, das Thema wird nicht mehr verschwiegen. Es wurde viel zum Schutz von Frauen getan. Jede größere Stadt besitzt mehrere Beratungsstellen und mindestens ein Frauenhaus. Auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt sich zumindest virtuell für den Schutz der Frauen ein. Fällt euch eigentlich auf, dieses Ministerium ist für Frauenangelegenheiten, welches Ministerium ist für Männerangelegenheiten zuständig?

Wann immer es um Gewalt geht, egal in welchem Kontext, im gleichen Atemzug wird immer der böse Mann als Täter benannt.

Ganz ehrlich, nicht flunkern. Mach bitte mal Deine Augen zu. Hast du? Gut! Und jetzt höre die Worte „Häusliche Gewalt.“ Welches Bild entsteht in deinem Inneren? Vermutlich wie bei fast jedem, eine verletzte Frau und ein Mann mit erhobener Hand. Richtig? Wie würdest du reagieren, wenn ein Kollege oder Freund sich dir offenbart und erzählt das er zu hause von seiner Frau misshandelt wird? Würdest du ihm glauben, oder denken selber schuld warum wehrst du dich nicht? Ihn vielleicht im geheimen sogar auslachen?

Statistiken gehen davon aus, jede dritte Frau hat in ihrem Leben schon mal Partnerschaftsgewalt erfahren, aber auch jede fünfte Mann. Doch von diesen Männern redet niemand, es gibt keine Hilfsangebote die sich speziell an sie richten, ja nicht mal ein Ministerium welches sich für Männer zuständig fühlt.

Ist es wirklich das was die ganzen Emanzipationsbewegungen erreichen wollen? Die zudem noch von dem Genderwahnsinn unterstützt werden. Will man den Mann ins abseits schieben, unsichtbar machen? Ja am besten ganz ausrotten? Gibt es doch mittlerweile genügend Möglichkeiten durch die Wissenschaft und Medizin, den Fortbestand der Menschheit auch ohne Mann zu garantieren. Zudem die Entstehung von neuem Leben so zu manipulieren das man vorher bestimmen kann ob es ein weibliches oder männliches Wesen wird welches da geboren wird.

Ich bin froh und dankbar das ich mein halbes Leben schon hinter mir habe. Ein Leben in dem es Männer und Frauen gibt. Mit alle ihren Unterschieden, ach nein die werden ja gerade weg emanizipiert, Frauen und Männer sind ja gleich. Ich hoffe ich muss es nicht mehr erleben, das er und sie nicht mehr existieren und es nur noch ES gibt. Auf dem besten Wege dahin sind wir ja schon.

Gleichberechtigung ein tolles Wort, wenn es denn auch für Männer gilt!

Glück und Leid liegt oft nah beieinander

Guten Morgen, jo reggelt. Heute ist ein guter Tag. Der Beschluss des Oberlandesgericht wird endlich umgesetzt. Felicitaz wird heute endlich frei gelassen. Während wir uns freuen, weint ganz in der Nähe von Solingen ein Mann um seine Frau. Deren Tod hat mich sehr nachdenklich gemacht.

Donnerstag der 25.04.2018, ein Datum welches unsere Familie wohl nie mehr vergessen wird. Endlich kommt zusammen was zusammen gehört. Nachdem schon am vergangenen Donnerstag vor dem Oberlandesgericht entschieden wurde, das Felicitaz nach Hause darf, das die Eltern alle Rechte zurück erhalten, wird dieser Beschluss heute endlich umgesetzt. Freitag haben sich Eltern und Tochter das letzte Mal gesehen. Es haperte wie so oft an der Kommunikation. Laut Träger wurden vom Jugendamt keine Umgangstermine für diese Woche vereinbart, sondern nur mitgeteilt das Felicitaz wieder nach Hause soll. Wäre es mein Kind gewesen, hätte ich sie am Freitag schon mitgenommen. Wer hätte mich daran hindern sollen, nachdem der mir das höchste Gericht aus NRW alle Rechte zurück gegeben hat? Da es Seitens des Jugendamtes aber hieß sie benötigen ein paar Tage um den Beschluss umzusetzen, ließen die Eltern es auf sich beruhen um sich kooperativ zu zeigen. Das warten fiel schwer, zumal auch eine Zusammenarbeit mit dem Jugendamt sich schwierig gestaltet.

Als Manuel und Stefanie den Antrag beim OLG stellten war der Wortlaut sinngemäß in etwa folgendermaßen: Wir beantragen den Beschluss des Familiengerichtes Solingen aufzuheben, uns unsere Tochter zurück zu geben. Behelfsweise auf mildere Mittel zurück zu greifen, wie eine Familienhilfe, die Unterbringung bei Paten oder Familie. 

Das Oberlandesgericht folgte diesem Antrag, beauftragte das Jugendamt eine Flex (flexible Familienhilfe) zu beauftragen, die sich davon überzeugen soll das es Felicitaz gut geht, und zudem soll Felicitaz regelmäßig (2mal die Woche) beim Kinderarzt vorgestellt werden, dieser entsprechend von der Schweigepflicht entbunden werden. Zudem bekamen die Eltern alle Rechte zurück.

Doch im gestrigen Gespräch mit dem Jugendamt zeigte sich das Vertrauen ist massiv zerstört, und eine Kooperation wird nicht einfach sein. Besonders eine Mitarbeiterin scheint nur darauf zu warten und zu hoffen das etwas schief geht. Während der Sachbearbeiter zumindest vordergründig bemüht schien die Wogen zu glätten und einen Rahmen zu schaffen der dem Beschluss genügt und mit dem beide Seiten lebe können, kam die Mitarbeiterin sehr dominant und von oben herab rüber. Wie sich dies in den kommenden Wochen entwickelt bleibt abzuwarten. Das alles entscheidende Gutachten wird für Ende Mai erwartet, es ist somit ein absehbarer Zeitraum, bis zu einer endgültigen Entscheidung. Für diese Entscheidung ist dann wieder das Familiengericht in Solingen zuständig.

Doch heute ist einfach nur Freude angesagt, und die kleine Familie wird die nächsten Tage und Wochen sicherlich nur genießen.

Vor einigen Tagen habe ich in Facebook gelesen das eine Facebookfreundin, mit der ich mich regelmäßig ausgetauscht hatte ihrer Krebserkrankung erlegen ist. Noch im vergangenen Jahr war die Freude groß, sie hatte ihre Frühberentung durch. Nach vielen Jahren Aufopferung in der Pflege, waren ihre Kräfte verbraucht. Sie freute sich auf den Ruhestand, machte Pläne. Unter anderem wollte sie uns hier besuchen kommen. Und wenn ihr Mann in naher Zukunft in Rente geht mit ihm gemeinsam ans Meer ziehen. Dann die Diagnose Krebs, diese hat sie nur wenige Monate überlebt. Leider war uns ein persönliches Kennenlernen nicht mehr vergönnt.

Neben der Traurigkeit machte sich in mir aber auch Dankbarkeit breit. Dankbarkeit für meine PTBS die mich schon vor neun Jahren in die Frührente schickte. Neun Jahre die ich leben durfte, ohne Druck und Stress. Auch wenn diese Rente mir keine großen Sprünge erlaubt, erlaubt sie mir das wichtigste. Ich darf jeden Tag leben. Darf mir so wie jetzt gerade von der Sonne die Nase kitzeln lassen, darf dem morgendlichen Gesang der Vögel lauschen, mit nackten Füssen durch das nasse Gras laufen. Wenn ich mal wieder nicht ganz bei mir bin, dann muss ich nichts tun, kann mich einfach gehen lassen, und wenn ich will den ganzen Tag im Bett liegen. Es gibt niemanden mehr der mir sagt was ich zu tun und zu lassen habe. Dafür bin ich sehr dankbar. So schlimm die Auslöser für die PTBS auch waren, letzten Endes bin ich zufrieden so wie es heute ist. Und je mehr Freunde, Bekannte oder auch Verwandte gehen, umso klarer wird mir der Spruch – Lebe jeden Tag so als wenn es dein letzter wäre. Das Leben kann so schnell vorbei sein, und bis dahin sollte man sich so viele Träume wie möglich erfüllt haben. Seinen eigenen Weg gehen, sich nicht von Zweifelern und Pessimisten beirren lassen. Das Leben findet heute statt, schon morgen kann es vorbei sein.