Weg mit den ganzen teuren Haushaltsreinigern

Mein Putzschrank platzte aus allen Nähten. Für jede erdenkliche Art der Reinigung ein anderes Pulver, oder Putzmittel. Das hat mich wirklich gestört und musste doch einfacher und vielleicht sogar effektiver gehen. Meine Großeltern hatten es doch auch sauber ohne deshalb einen ganzen Schrank voller Putzmittel zu haben. Bei meinen Recherchen im Internet, stieß ich immer wieder auf drei Hauptzutaten, mit denen sich angeblich alles im Haushalt reinigen lässt.

Was ich da gelesen habe, klang zum Teil wie Zauberei. Warum schleppte ich die ganzen Flaschen, Spraydosen und Tuben, bezahlte viel Geld und musste trotzdem noch manchmal richtig schrubben?

Mit diesen drei Zutaten sollte dies alles vorbei sein. Das musste ich ausprobieren. Als erstes besorgte ich mir im Supermarkt Natron, die meisten kennen sicherlich die kleine grünen Tüten die meist in der Backabteilung zu finden sind. Wir waren gerade umgezogen und hier gab es einiges zu reinigen. Härteprobe also für das Natron.

Am besten kann ich es euch vermutlich anhand einer Holzdecke demonstrieren. In diesem Haus wurde viel geraucht und die Decke vermutlich nie abgewaschen. Sie wirkte jedenfalls dunkel, und wenn man sie anfasste auch klebrig. Der erste Gedanke war, raus damit und neue rein. Doch nachdem ich mit dem Natron schon an den Fliesen und der Arbeitsplatte ziemlich mühelos Erfolg hatte, stand fest. Wir probieren es,raus reißen geht ja immer noch. 


Rechts vorher, links nachher

Auf diesem Bild sieht man sehr gut was ich euch erzählen möchte, und dabei war es ganz einfach.

Etwa 10g reines Natron auf zwei Liter Wasser. Mit dieser Lauge die Decke abwaschen, einen Moment wirken lassen, mit einem sauberen leicht feuchten Lappen nachwischen und fertig. 

Auf diese Weise haben wir alle Decken im Haus erhalten können. 
Mittlerweile habe ich mein Sortiment um Waschsoda erweitert. Dieses mische ich 1:1 mit dem Natron und habe jetzt einen wirklichen Allzweckreiniger. 
Zwei Teelöffel davon zur Wäsche in die Waschmaschine geben, bei harten Wasser empfiehlt es sich Zitronensäure mit hinzu zu geben, und wie gewohnt waschen. Die Wäsche wird sauber, egal ob bei niedrigen oder hohen Temperaturen. Positiver Nebeneffekt, die Wäsche wird weich, auch ohne Weichspüler. Nachteil sie duftet nicht mehr so frisch. Dies kann man aber ändern, wenn man in das Weichspülfach 10-20  Tropfen Duftöl gibt. 
Das gleiche gilt für die Spülmaschine, weg mit Tabs die alle einzeln verpackt sind. Auch hier reichen zwei kleine Teelöffel um das Geschirr zu reinigen. Bei hartem Wasser oder extrem eingetrockneten Essensresten noch etwas Zitronensäure mit zur Soda-Natronmischung geben. Das Geschirr kommt nicht nur sauber aus der Maschine, zu 80% entfällt sogar das lästige nachtrocknen von Hand. 
Der besten Hausfrau passiert es, einen Moment nicht aufgepasst und schon ist etwas im Topf angebrannt. Oder auch die Auflaufform, der Käse der am Rand eingebrannt ist. Beides ließ sich bisher nur mühsam und mit schrubben wieder reinigen. Ich mache mir jetzt eine Lauge aus Natron-Soda, ca. 1 Teel. auf einen Liter Wasser und lasse dies ein paar Stunden einwirken. Danach reicht einfaches spülen, kein schrubben mehr. 
Dies gilt übrigens auch für den Backofen. Den noch warmen Backofen (ca. 90  Grad) mit einer Paste aus Natron-Soda und Wasser einreiben, am besten über Nacht wirken lassen und dann mit einem nassen Lappen reinigen. 
Was nicht geht, zumindest nicht zufriedenstellend ist die Reinigung des Laminatbodens. Er sieht nach dieser Behandlung schmierig aus, daher nutze ich hier immer noch Laminatreiniger. Aber vielleicht finde ich da auch noch eine andere Lösung. 

Milben, kleine Verletzungen und Co.

Als ich meine Hündin im Februar 2016 abholte, war sie 14 Monate jung und hatte in ihrem jungen Leben schon einiges unerfreuliches erlebt. 

Abgeholt haben wir sie bei einer selbsternannten Tierschützerin, wo sie wohl überwiegend im Garten gelebt hat, zusammen mit zwei großen Hunden, beide sahen ungepflegt aus und einer von Geschwüren übersät. Es lebten auch noch Katzen und Pferde dort. Viel erzählen konnte sie uns nicht. Das einzige was wir erfahren haben


Sie soll angeblich in einer Familie groß geworden sein, und deren Kleinkind hat Lucy gequält. Sprich getreten, mit dem Bobbycar angefahren und solche Sachen. Deshalb hatte sie die Hündin dort raus genommen und bei sich untergebracht. Hat sie zumindest behauptet. 

Sie stellte keine Fragen und gab uns die Hündin einfach mit, obwohl sie uns nicht kannte und sich nicht überzeugt hatte das sie jetzt in gute Hände kommt. 

Mitgenommen haben wir  dann nicht nur eine läufige Hündin, was uns nicht gesagt wurde, sondern auch Milben. Besonders am Bauch und in den Achseln gab es da reichlich von. Was tun? Immerhin war Sonntag. 

Da ich bei mir persönlich schon gute Erfahrungen mit Kokosöl gemacht hatte in Bezug auf Schuppen und trockene Haut, habe ich Lucy genommen und die betroffenen Stellen mit dem Kokosöl eingerieben. Ihr hat dies sichtlich gefallen, und scheinbar hat auch der Juckreiz relativ schnell nachgelassen, denn nach der Behandlung hat sie erst mal geschlafen.

Diese Behandlung habe ich dann zweimal am Tag, über einen Zeitraum von einer Woche wiederholt, schon am zweiten Tag konnte man die Besserung sehen und fühlen, nach einer Woche waren wir alle Plagegeister erst mal los. Leider ist sie anfällig für Milben, aber dank Kokosöl ist das Problem immer schnell behoben. 

Kokosöl beim Hund:

äußerlich zu Fellpflege,

gegen Milben

bei kleinen Kratzern und Abschürfungen

Regelmäßig vor dem Spaziergang angewendet hilft Kokosöl sogar dabei Floh – und Zeckenbefall vorzubeugen, denn diese Plagegeister mögen den Kokosgeruch nicht. (Auch nicht wenn Herrchen und Frauchen danach riechen, ich hatte dieses Jahr nicht eine Zecke)

täglich einen Teelöffel Kokosöl unters Futter mischen

hilft den Darm gesund zu halten

beugt Wurmbefall vor

sorgt für ein glänzendes Fell

reguliert den Stoffwechsel

Im Sommer zur Zeckenhochsaison, habe ich zusätzlich eine Prise Knoblauchgranulat ins Trinkwasser gegeben.

Ergebnis ein Floh freies Hundejahr, und nur hin und wieder mal eine Zecke. Und das ohne lästiges Halsband, Spray oder Puder und was es sonst noch so alles zu kaufen gibt.