Ausflug mit der Gemeinde nach Pécs 17.11.2019

Ich sitze gerade bei 25 Grad draußen auf der Terrasse und möchte Euch von unserem ersten Ausflug mit der Gemeinde erzählen.
Gestern Morgen am Sonntag den 17.11.2019 ging es schon um halb acht am Morgen los. Die Gemeinde hatte einen großen Bus angefordert. Kurz nach der Abfahrt gab es für jeden Teilnehmer ein Kolbaszsandwich. Die Stimmung im Bus war gut, der Fahrer nahm eine uns unbekannte Strecke nach Pécs, so das wir auch einiges neues sehen konnten. Kleine Orte, große Wälder durchfuhren wir zu unserem ersten Ziel.
Wir machten einen Stopp im Park der ungarisch-deutschen Freundschaft. Von dort aus eroberte Sultan Süleymann 1566 das Land. Lange Aufarbeitung und viel Diplomatie ermöglichten 1995 diesen Park. Wer näheres erfahren möchte, für den füge ich hier diesen Link ein. http://www.tdmszigetvar.hu/de/hely/park-der-ungarisch-tuerkischen-freundschaft
Weiter ging es dann nach Abaliget, dort stand der Besuch einer Tropfsteinhöhle an.

Schon der Eingang der Höhle eine kleine Herausforderung, man konnte die Höhle nur im gebückten Zustand betreten. Und damit meine ich nicht den Kopf beugen, sondern wirklich bücken, es sei denn man war kleiner als 1,20m . Von daher verwunderte es uns sehr das keine Helme verteilt wurden, wie man es aus Deutschland kennt. Auch auf dem Weg durch die Höhle musste man sehr aufpassen das man sich nicht den Kopf verletzte. Meine ganz persönliche Herausforderung waren die Stufen im letzten Abschnitt der Höhle. Sie waren sehr hoch, schätze so zwanzig Zentimeter eine Stufe, der Handlauf aus Metall aufgrund der Feuchtigkeit in der Höhle sehr rutschig und somit auch nicht wirklich eine Hilfe. Doch ich habe es gemeistert, um dann festzustellen hier oben ist die Höhle zu Ende und ich muss diese Stufen auch wieder hinunter. Doch auch dies habe ich geschafft, und oh Wunder habe ich heute nicht mehr Beschwerden in meinen Gelenken wie sonst auch.
Mein Fazit, die Höhle ist zwar schön, aber für Menschen mit Handicap eher nicht geeignet. Auch hier für Euch der Link zur Höhle http://www.abaligetibarlang.hu/

Weiter ging es dann zum Fernsehturm, wenn ich es richtig verstanden habe das höchste Gebäude im Land mit 197m. Hier gab es dann zum Glück einen Lift der uns so nach und nach hinauf beförderte, ich glaube sonst hätte ich auch darauf verzichtet hinauf zu steigen. Bei klarer Sicht kann man von dort ganz sicher weit ins Land hinaus blicken, gestern war es leider ein wenig diesig, so das ich nur ahnen kann wie genial die Sicht sonst gewesen wäre. Aber dieses „Glück“ habe ich ja meistens wenn ich solche Aussichtspunkte aufsuche. Wer mag kann diese Aussicht auch bei einem Essen im Restaurant genießen. Uns zog es allerdings weiter. 
Das Mittagessen war in einem anderen Lokal bestellt und so brachte uns der Bus dorthin. Von außen grausam, ohje in was für eine Kaschemme sollten wir jetzt einkehren? Ich war skeptisch. Drinnen jedoch ein großes, sauberes Lokal, guter Service und ein schmackhaftes und vor allem reichhaltiges Essen. Man soll sich halt nie von Äußerlichkeiten täuschen lassen.
Auf dem Weg zum Lokal kamen wir an einem großen Einkaufscenter vorbei, und so wurde beschlossen dort vor der Heimfahrt noch einen Stopp einzulegen. Achim und ich nutzten die Zeit und haben uns einen leckeren Eisbecher gegönnt. 
Wieder einmal stellte sich heraus wie wichtig es ist die Sprache zu lernen, hätten wir doch fast den Bus verpasst, aufgrund eines dummen Übersetzungsfehlers. Abfahrt war um 16:15 und nicht wie uns übersetzt wurde 16:45. Zum Glück drehte der Fahrer eine Ehrenrunde und sammelte uns dann auf. Dafür noch mal ein herzliches Dankeschön. 
Jahreszeitlich bedingt gab es auf der Rückfahrt nichts mehr zu sehen, denn es war nach wenigen Kilometern stockdunkel.
Wie habe ich persönlich diesen Ausflug erlebt? Diese Fahrt war sehr gut organisiert, der Zeitplan passte ebenso, wie die ausgewählten Ziele sehr sorgfältig ausgewählt wurden.
Das wir sieben Kinder mit dabei hatten merkte man überhaupt nicht. Kein Getobe, kein Gequengel oder sonstiges Generve. Und dies obwohl der Ausflug doch sehr viel Disziplin von den Kindern verlangte. Keins der Ziele war geeignet das die Kinder sich auspowern konnten. Ich frage mich da wirklich, was ungarische Eltern anders, besser als deutsche Eltern machen?
Die Fahrt inklusive Essen war sehr günstig, einzig seine Getränke im Lokal musste man selbst bezahlen. Wir haben das ganze überschlagen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, hätten wir diese Tour auf eigene Kosten gemacht, wären wir mit dem gezahlten Obolus bei weitem nicht hingekommen.
Unser Dank geht an die Organisatoren die diese Fahrt ermöglicht haben. Und auch beim nächsten Ausflug sind wir gerne wieder mit dabei.
Wie sieht es bei Euch aus? Bietet Eure ungarische Gemeinde solche Ausflüge auch an? Habt ihr schon daran teilgenommen? Wie sind Eure Erfahrungen?

Neues aus Ungarn und Deutschland

Ich weiß, ich habe hier lange nichts veröffentlicht, dafür möchte ich mich entschuldigen. Zuerst war ich auf Reisen, und dann lag ich flach.

Im Oktober habe ich es endlich geschafft, das erste Mal in meinem Leben bin ich in ein Flugzeug gestiegen. Ein wenig Bammel hatte ich schon, aber mein Mut hat sich gelohnt. Der Song von Reinhard Mey „ Über den Wolken….“ bekam plötzlich einen tieferen Sinn für mich. Wie blau der Himmel wirklich ist, sieht man erst wenn man über den Wolken ist. Wahnsinn diese Farbe. Ich habe hier einige Bilder für euch, ich hoffe sie gefallen.

 

 

 

Die Zeit mit meinen Kindern und meiner Enkelin war sehr schön, ich habe sie genossen. Doch ich hatte auch starkes Heimweh. Habe die Ruhe, Weite und vor allem die Natur vermisst. Daheim gehe ich raus und bin im Grünen, dort gehe ich raus und bin entweder auf der Straße oder im Hof, schaue auf graue Mauern, selbst vom Himmel sieht man nur wenig. Tag und Nacht fahren Autos, es scheint einfach keine Ruhe zu geben. Wieder einmal wurde mir deutlich, nein so möchte ich nicht mehr leben. Ich brauche diese Weite, brauche Natur und Ruhe um glücklich zu sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einer Facebookgruppe gibt es Freitags immer ein Thema, alle Fotos sollen sich um das vorgesehene Thema drehen. Diese Woche hieß es Glücksmomente. Was würde euch dazu einfallen? Was sind eure ganz persönlichen Glücksmomente? Woran macht ihr euer Glück fest? Was braucht ihr um glücklich zu sein?

Ich stehe morgens auf, sehe wie der Tag erwacht, teilweise der Himmel brennt, jetzt im November ziehen leichte Nebelschwaden über die Wiesen, und ich bin glücklich. Gegen Mittag scheint die Novembersonne warm genug, das ich noch ein oder zwei Stunden draußen sitzen kann, ich genieße diese Zeit und bin glücklich. Seit zwei Tagen bekomme ich während dieser Zeit Besuch, ich beobachte diesen Besuch, und bin glücklich. Meine Rosen blühen noch in voller Pracht, ebenso der Lavendel, mein Sanddorn kam diese Woche und ich habe ihn direkt in den Garten gesetzt. Hoffe das alle Pflanzen gut angehen. Ein weiterer Glücksmoment war nach Hause kommen, und zu sehen das ich ein neues Badezimmer habe. Statt der Duschwanne haben wir jetzt eine ebenerdige Dusche und das Bad wirkt dadurch wesentlich größer und freundlicher. Ich sollte öfter mal weg fahren 🙂 

Das größte Glück aber, ist zu sehen das es Felicitaz gut geht, wie rasant sie sich entwickelt und scheinbar jeden Tag etwas neues lernt. Sie steht jetzt schon sicher auf ihren Beinchen, nur der letzte Zipfel Mut fehlt um ohne Halt zu stehen. Aber auch das wird nicht mehr lange dauern. Wie alle Kleinkinder versucht sie alles nachzuahmen was die Erwachsenen ihr vor machen. Kindernahrung wird immer öfter verschmäht, viel lieber möchte sie alles probieren was Mama und Papa auch essen.

Apropos Essen, wir haben uns im vergangenen Monat entschieden, Werktags wird nicht mehr gekocht. Wir lassen uns bekochen und das Essen ins Haus liefern. Für umgerechnet rund 100€ im Monat bekommen wir beide an fünf Tagen die Woche eine Vorsuppe und ein Hauptgericht. Ich spare das einkaufen, die Vorratshaltung und Zeit und vor allem die tägliche Frage was koche ich heute? Das Essen ist schmackhaft, abwechslungsreich und ausreichend. Zwar ist es nicht mehr heiß wenn es ankommt, aber warm machen ist ja kein Problem.

Mein Sohn bat mich, euch ein Buch zu empfehlen. Ich habe es selber noch nicht gelesen und kann daher nur den Link zum Buch veröffentlichen. Es geht um die Kindheit der Autorin Amelie Sander. Dem Klappentext entnehme ich das ihre Kindheit und Jugend die Hölle war, sie sich erst mir 21 Jahren daraus befreien konnte. Es gehört sehr viel Mut dazu mit dieser seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, und ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau.

Buchempfehlung

Aber auch bei Felicitaz E.v tut sich etwas.                                                             Manuel macht es jetzt offiziell, er hat den Antrag zur Genehmigung bei der Gemeinde gestellt und baut gerade die Webseite auf. Er möchte allen Eltern helfen, deren Kinder unrechtmäßig vom Jugendamt in Obhut genommen wurden und die alleine keine Basis zur Kommunikation mit dem Jugendamt finden. Auch wenn sich die Seite noch im Aufbau befindet ( es ist seine erste Homepageerstellung) könnt ihr euch den Link ja schon einmal ansehen und abspeichern.

Elternhilfe bei Problemen mit dem Jugendamt

Jetzt wünsche ich euch ein schönes Wochenende und lasst es euch gut gehen.