Einmal Versmold und zurück

Wenn zwei eine Reise machen, auch wenn es nur eine kleine ist, dann können sie was erzählen.

Heute stand Versmold auf dem Plan, wollten wir doch endlich unseren Mopi kaufen. Es ging schon gut los, durch Bad Oeynhausen mal wieder nur in Schrittgeschwindigkeit. Für alle die nicht hier aus der Ecke kommen, die A 30 geht einmal quer durch Bad Oeynhausen. Täglich fahren hunderte LKW durch diesen Kurort. Gerade für die Patienten der Herzklinik ist diese saubere Luft ein Vergnügen.

Dann endlich, Oeynhausen geschafft und bis Melle über besagte A 30, ab da ging es dann nur noch über Land weiter. Rund zwanzig Kilometer vor dem Ziel, bin ich vor Angst fast gestorben. Ich,Gabriele, betätige das Bremspedal und nichts passiert. Das Pedal lässt sich nicht treten. Das Mobil dann über die Motorbremse zum stehen gebracht, und mit wackligen Knien ausgestiegen.

Joachim tippte sofort auf den Bremskraftverstärker. Also Motorhaube auf, Ersatzrad heraus wuchten und nachschauen. Erst auf den zweiten Blick entdeckt er das Problem. Der Keilriemen vom Bremskraftverstärker war abgerutscht und es fehlte wohl eine Schraube. 🙁 Die Anwohnerin vor deren Haus wir zum halten gekommen waren, sagte uns dann das die nächste Werkstatt nur rund 500m entfernt sei.

Logisch das ich das Mobil nicht dorthin gefahren bin, dies habe ich dann meinem Schatz überlassen. In der Werkstatt war das Problem schnell lokalisiert, ein Halter war abgebrochen, dieser wurde geschweißt, die fehlende Schraube ersetzt und nach rund 20 Minuten konnten wir unsere Reise mit funktionierender Bremse fortsetzen. Ein dickes Kompliment an diesen Kundenservice, trotz voll besetzter Werkstatt wurde uns sofort geholfen.

Während der Weiterfahrt fiel mir dann ein, das es immer Probleme gibt wenn ich am Steuer sitze. Die Geschichte damals mit dem Tank vom Transit, da saß ich ebenso am Steuer, als auch als das Mobil anfing zu kochen. Mögen mich die Mobile nicht? Sollte ich nur noch genießen,aber nicht mehr fahren? 😉 Aber ich denke da würde jemand ganz energisch protestieren, denn Joachim ist immer froh wenn ich fahre.

Aber Kundenfreundlichkeit scheint in dieser Ecke sowieso Pflicht zu sein. Als wir dann bei Kipor ankamen, gerieten wir auch dort an einen sehr kompetenten Mitarbeiter, der uns als erstes gut beraten hat, und uns dann noch zu einem Schnäppchen verholfen hat. Das völlig neue Gerät stand im Regal bei den Rückläufern, und so bekamen wir es 200€ unter Neupreis. Somit war dann der Abgasschlauch auch schon enthalten und wir lagen immer noch unter Neupreis.

Dann auch noch der Geheimtipp, wo man eine Kleinigkeit essen könnte. Absolut lecker, und bezahlbar. Gegenüber von Alibaba sahen wir dann noch das Dänische Bettenhaus und dort fanden wir auch noch die fehlenden Klappstühle. Also nach dem Schreck in der Vormittagsstunde ein rundum gelungener und erfolgreicher Tag.

Natürlich bin ich dann auch wieder zurück gefahren, und unser Womo war auch brav hat mit keine weiteren Probleme gemacht. 🙂

Der Innenausbau liegt auch in den letzten Zügen, es wirkt langsam so richtig wohnlich. 11.04 (1) 11.04 (2)

 

Upps, gerade gesehen, da fehlen ja noch Bilder, Die Schranktüre, die Türe zum Badezimmer und in der Küche sind doch schon montiert und ich habe das gar nicht mehr dokumentiert, aber heute nicht mehr. Die Bilder folgen dann im nächsten Bericht.

Frühe Erfahrungen

Erste Erfahrungen im Januar 2006

Durch eine Arbeitskollegin von Joachim kamen wir an einen umgebauten Ford Transit aus den 80er Jahren. Ganz spartanisch eingerichtet, Sitzgruppe, Bett und kleine Küchenzeile. Kein Bad, kein Wassertank. Der Motor so schwach ausgerüstet das die LKW Fahrer auf der Autobahn sich einen Spaß daraus machten uns an jeder Steigung zu überholen. Nach dem dritten Überholmanöver winkten sie schon lachend zu uns rüber wenn wir bergab wieder an ihnen vorbei zogen.

Doch zum ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln reichte und das kleine Mobil.

Da unser Transi zumindest eine Standheizung hatte, ging die Probefahrt direkt Richtung Norden. Übernachtung war, aufgrund fehlender Sanitäranlagen, auf einem Autohof. Eine Standheizung, ja so was hatte das alte Teil wirklich, sorgte dafür das wir nachts nicht frieren mussten. Richtig schön kuschelig war unsere erste Nacht im eigenen Wohnmobil. Nachdem wir uns im Autohof gestärkt und frisch gemacht hatten, sollte es nach Hamburg gehen. Und schon kam die erste Überraschung, der Motor machte keinen Muckser mehr. Die Standheizung war direkt an die Starterbatterie angeschlossen, und hatte natürlich die ganze Nacht fleißig gesaugt. Der Automobilclub machte uns dann wieder flott.

Einige Monate später ging es dann in Richtung Sachsen. Immer noch so spartanisch ausgerüstet, aber wir wollten einfach sehen ob wir es auch mehr als ein oder zwei Nächte im Mobil aushalten würden. Nebenbei schauten wir schon nach einem wohnlicheren Gefährt.

Der Transi fuhr uns brav und zuverlässig nach Sachsen. Meerane stand auf dem Plan, dort hatte ich früher noch zu Grenzzeiten Familie besucht. Obwohl sich viel getan hatte, erkannte ich auch einiges wieder. Vor allem das Haus, die Straße, wo meine Verwandten gewohnt hatten, war immer noch so wie es in meiner Erinnerung geblieben war. Als wir den Ort, über holpriges Kopfsteinpflaster, verlassen wollten, hörten wir plötzlich lautes Scheppern. Joachim rief nur, halt halt,bleib sofort stehen. Dann sahen wir die Bescherung, der Tank war hinten runter gefallen. Durch das Kopfsteinpflaster war eine Halterung gebrochen. Das hatte uns gerade noch gefehlt, über 400km von Zuhause weg. Jetzt zeigte sich mal wieder wie gut es ist, einen Mann zu haben der technisch begabt und zudem auch noch erfinderisch ist. Wir suchten einen Baumarkt auf und kauften eine Rolle Lochband. Mit diesem Lochband hängte Joachim den Tank wieder auf. Wir konnten unsere Reise fortsetzen.

Vielleicht fährt der Transit ja heute noch mit dem Lochband um den Tank durch Schweden, wohin er dann verkauft wurde.