Womokuscheln

Womokuscheln ein Begriff den ich immer häufiger in diversen Foren und Gruppen lese. Besonders nach den langen Wochenenden kommt dieses Thema immer auf. Die Stellplätze überfüllt, keinen persönlichen Freiraum.

Da frage ich mich dann schon, Womo heißt doch frei sein? Freiheit bedeutet aber doch nicht das ich jede freie Minute einen anderen Stellplatz oder Campingplatz anfahren möchte? Fahre ich mit vollen Tank und Batterien los, bin ich doch nicht auf Stellplätze angewiesen? Und Parkmöglichkeiten gibt es doch an jedem Ort reichlich. Sportplätze, Tierparks, Einkaufszentren verfügen doch über ausreichend große Parkplätze und ich darf dort legal eine Nacht stehen. Warum also unbedingt das kuscheln auf den Stellplätzen?

Freiheit bedeutet für mich auch, ich kann mir aussuchen ob mir nach Gesellschaft ist, oder ich lieber die Ruhe irgendwo in der Natur suche. Gibt es etwas schöneres als irgendwo auf einer Lichtung zu stehen, in völliger Dunkelheit einen genialen Sternenhimmel zu sehen? Morgens vom Gesang der Vögel geweckt zu werden, und mit viel Glück auch andere Lebewesen beobachten zu können?

Oder sind wir wirklich schon so vom Luxus geprägt, das wir nicht mal drei, vier Tage darauf verzichten können? Wenn ich so mitlese, müssen Stellplätze heute schon einiges bieten. Vom Sanitärhaus, über Einkaufsmöglichkeiten bis hin zum Internetanschluss. Eine Gastronomie wäre natürlich auch noch nett. Und dies alles am besten für kleines Geld. 🙁 Die Ausstattung der Mobile, hat nur noch selten etwas mit Camping und Minimalismus zu tun. Mindestens eine Kaffeemaschine, TV müssen dabei sein. Häufig sind auch noch sonstige Geräte mit dabei, auf die man nicht verzichten kann, weil man es von daheim so gewohnt ist, und sie die Arbeit erleichtern. Bei einer solchen Ausstattung bin ich natürlich auf Strom am Übernachtungsort angewiesen, aber brauche ich dies alles wirklich? Was passiert, wenn ich mal keinen Strom habe, all diese Geräte also nicht funktionieren, bin ich dann hilflos, gelangweilt, oder gar überfordert weil ich ohne technische Hilfsmittel auskommen muss?

Wenn die Ferien – und Wochenendfahrer schon solche Probleme haben, was erwartet uns dann, wenn wir 365 Tage im Mobil leben? Es wird ganz sicher Tage geben wo wir auf jeglichen Luxus verzichten müssen, weil der Strom nicht ausreicht, es kein Internet gibt. Weil wir lieber die Natur genießen möchten, und nicht irgendwo an touristischen Orten verweilen möchten. Klar zur Entsorgung, zum auftanken, oder Wäschewaschen werden auch wir nicht umhin kommen einen offiziellen Platz an zu fahren, aber wir hoffen das dies nicht mehr als einmal die Woche sein muss. Und auch dann werden wir versuchen dies an eher ruhigen Orten zu erledigen, dort ein paar Tage zu verweilen und dann weiter zu ziehen. Das es funktioniert und uns gefällt haben wir ja schon ausreichend getestet als wir noch Freizeitmobilisten waren. In Hamburg haben wir in einem Industriegebiet am Straßenrand übernachtet, auch entlang des Rheins haben wir immer einen Parkplatz gefunden wo man schlafen konnte. Damals waren wir nicht wirklich autark, im Transit hatten wir außer einem Porta Poti nichts an Luxus. Im LMC war es dann schon wenig besser, dort hatten wir sogar eine Nasszelle. Rein zum duschen, haben wir sehr häufig Autohöfe angefahren, dort kann man für kleines Geld duschen und häufig auch gut essen. Auch kann man bei vielen den Wassertank wieder auffüllen, leider nicht entsorgen. Wie es jetzt aussieht werden wir testen, in Zeiten wo es immer mehr Stromsäulen für Elektroautos gibt, kann man vielleicht sogar seine Batterien während des Aufenthaltes ein wenig füllen? Wir werden berichten. Während der Urlaube haben wir auch oft einen Waschsalon angefahren wenn die Wäsche knapp wurde oder es sich gerade angeboten hat. Auch diese Alternative werden wir sicherlich wieder nutzen auf unseren Touren.

Durch die vielen Möglichkeiten die vorhanden sind, und mit unserer Flexibilität sollten volle Stellplätze eigentlich kein großes Problem für uns darstellen. 🙂 Wir sind also unschuldig wenn mal wieder Rentner die Stellplätze blockieren 🙂

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So langsam wird es ernst

Noch 30 Tage, dann muss der Umzug vollzogen sein. Aber wie es aussieht sind wir gut unterwegs und sollten dies ohne größeren Stress schaffen.

Der Hausflohmarkt war dann eher enttäuschend. Nicht nur das wesentlich weniger Interessenten kamen als erwartet, die wenigen die kamen hätten am liebsten alles geschenkt bekommen. Jetzt haben wir uns einen Trödler gesucht der hoffentlich wie versprochen am Sonntag kommt und für einen Fixpreis alle Kisten mit nimmt.

Dann bleiben nur noch ein paar Möbel die an den Mann, die Frau gebracht werden müssen. Unsere dunkelgrüne Ledercouch auf Rattangestell, bestehend aus 3er, 2er und einem Sessel, einem Couchtisch. Sowie eine Schrankwand in Schwedenrot lasiert, 3 Schreibtischstühle und zwei kleine halbhohe „Büroschränke“ Ich hoffe das sich auch da jemand findet, der die Sachen haben möchte. Nachher erst einmal Bilder von den Sachen machen und dann online setzen.

Das Wochenende dann wieder dazu nutzen, weitere Sachen ins Womo zu räumen, oder in die Kisten die zu unserem Sohn in den Keller sollen. Gemütlich sieht es hier wirklich nicht mehr aus 🙂 Aber die 30 Tage werden auch schnell vergehen, so das uns die Ungemütlichkeit nicht mehr wirklich stören wird, und wenn doch machen wir ein paar Stunden Probewohnen im Mobil unten auf dem Parkplatz 🙂

Seit rund sechs Wochen habe ich jetzt das elektronische Postfach getestet, und ich bin begeistert. Ich muss niemanden belästigen mit meiner Post, bekomme für jeden Posteingang eine Email. Dann kann ich entscheiden was damit geschehen soll, vernichten, scannen oder an eine Adresse weiterleiten. Ich hatte schon die Möglichkeit alles zu testen und es gab noch keinerlei Probleme. So das ich jetzt auch den Nachsendeantrag für meinem Schatz in Auftrag geben kann, und wir somit postalisch immer erreichbar sind und dennoch niemanden benötigen der unsere Post abholt und kontrolliert. Eine tolle Sache.

Achja, unser Wohnmobil ist aus der Werkstatt zurück, es bekommt seinen Strom jetzt aus einer brandneuen Lichtmaschine. Damit sollten die Startschwierigkeiten jetzt auch behoben sein.

So, dann mal weiter Häufchen machen, eins zum mitnehmen und eins zum in die Kisten packen 🙂 Aber viel ist es nicht, was noch eingelagert wird, eigentlich nur eine Engel – und Buddhasammlung an denen unser Herz hängt, Ein paar Werkzeuge und das war es dann auch schon fast. Dieses Mal war wirklich radikales minimieren angesagt. Hat mich gewundert das Joachim dies auch durchgehalten hat, denn eigentlich ist er ein Sammler. 😉

Euch allen die ihr euch da draußen herumtreibt ein schönes, sonniges und entspanntes Wochenende

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