Aller Anfang ist schwer

Nur noch wenige Tage und das Jahr ist wieder vorbei. Ein Jahr wie es turbulenter nicht sein konnte. Begann es mit der Kündigung von Wohnung und Nebenjob, ging es hin zu dem gelungenen Tausch Auto gegen Wohnmobil. Liebevoll renoviert und dann der Einzug ins Mobil. Passend dazu die Nachricht, das Joachim seine Rente jetzt bis zum regulären Renteneintritt bekommt.

Schon auf unseren ersten Touren stellten wir fest, das unser Heim auf Dauer zu eng und klein sein würde. Daher hielten wir die Augen offen, und fanden auch relativ schnell unseren Dicken. Sah es auch zuerst so aus, als hätten wir den Jackpot geknackt, wurden wir schnell eines besseren belehrt. Im ersten viertel Jahr verging kaum eine Woche in der es nicht etwas zu reparieren gab. Hinzu kam das der Händler sein Wort nicht gehalten hat, und deshalb diverse Restarbeiten nicht mehr gemacht wurden. Eine mündliche Zusage kann man leider nicht beweisen 🙁

Blicken wir aber jetzt zurück, haben uns diese Anfangsschwierigkeiten auch geholfen, auch zu lernen. Unser Heim besser kennen zu lernen, aber auch wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Hilfe zu bekommen. Es muss nicht immer eine Fachwerkstatt sein. Gute und unkomplizierte Hilfe bekamen wir z.b auch bei einem Landmaschinenbetrieb, in einer Schlosserei.

Wir haben auch gelernt das man unterwegs viel Geld sparen kann. Man muss nicht zwangsläufig Stellplätze anfahren, in fast jedem Ort findet man auch Plätze wo man frei und kostenlos stehen kann. Andernorts reicht es auch einfach den Besitzer eines entsprechenden Platzes anzusprechen. Ein nein haben wir nirgends erhalten.

Das meiste Geld haben wir für Internet fehl investiert. Drei verschiedene Netze,und trotzdem immer wieder Ausfälle und zu wenig Datenvolumen. Erst jetzt im Dezember dann doch eine andere Lösung getroffen. Zwei WLAN Außenantennen gekauft und seitdem hat sich der Empfang stabilisiert, und auch unser Datenvolumen, denn wir können jetzt auf freie WLAN Hotspots im Umkreis von bis zu 4 km zugreifen. Somit machen sich die Antennen schnell bezahlt. Und der kritische Blick auf das Volumen gehört auch der Vergangenheit an.

Eine Frage die uns aktuell öfter erreicht hat, sagt mal, jetzt seit ihr ja schon einige Monate im Mobil. Habt ihr das bereut? Würdet ihr euch wieder so entscheiden?

Und ja, wir können es beide aus ganzem Herzen bejahen. Wir würden es wieder tun. Und nachdem wir hoffentlich unser Lehrgeld bezahlt haben schauen wir auch optimistisch in das nächste Jahr.

Einzig der Schwebezustand mit meiner Rente, macht uns immer noch Sorgen. Seit 14 Tagen liegt meine Akte in Bielefeld, doch der Gutachter hat mir noch keinen Termin vorgeschlagen. Und nach dem Termin dauert es bekanntlich noch mal Wochen bis dieses Gutachten dann dem Rententräger vorliegt 🙁 Diese Zeit müssen wir irgendwie überbrücken, zumal ich keine Grundsicherung beantragen möchte. Bis da eine Entscheidung gefallen ist, wird es mit reisen eher wenig. Aber lässt sich leider nicht ändern, und wir müssen Geduld aufbringen.

Muss ich ja momentan auch, mein Knie wurde am Montag gespiegelt. Es war nicht der Meniskus, sondern eine Absplitterung die sich ins Gelenk gelegt hatte. Dadurch wurde das Kreuzband eingeklemmt und dies verursachte die enormen Beschwerden. Da es sich um keine frische Fraktur gehandelt hat, muss dieser Splitter schon eine Weile durch das Gelenk gewandert sein. Noch ist das Knie geschwollen und laufen unter Vollbelastung noch mühsam, aber ich bin wieder schmerzfrei und dies ist die Hauptsache.

Wir wünschen uns vom kommenden Jahr, einen positiven Rentenbescheid, viele Begegnungen mit anderen Mobilisten, aber auch Gesundheit und Frieden. Euch allen da draußen, senden wir unsere Weihnachtsgrüße, und wünschen euch ein Jahr 2016, welches eure Wünsche und Bedürfnisse erfüllt.

Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten