Rostock mit 210.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg Vorpommern

Es ist richtig schön keinen Zeitdruck zu haben, nachdem wir beide ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, sind wir dann mit dem Bus um 10:40Uhr in Richtung City gefahren. Ein wirklich netter Busfahrer gab uns Auskunft wo wir am besten aussteigen sollten. Als wir uns dem Deutsche Med Platz nähern, greift er zum Mikro und erklärt uns und einer Handvoll anderer Touristen wie wir jetzt am besten laufen sollen damit wir  zum Boulevard kommen. Das nennen wir wirklich Kundenservice.

Parken am Ostseepark
Parken am Ostseepark

Wir folgen seiner Beschreibung und sind in wenigen Minuten am Kröpelintor, dem Eingang zum Boulevard und auch Startpunkt der Tour Rostock in einem Tag.

Kröpeliner Tor
Kröpeliner Tor

Unser erster Anlaufpunkt allerdings ist die Tourist Information, denn ein Stadtplan ist einer solch großen Stadt sicherlich hilfreich. Man sollte nie planen, oder bereit sein seine Pläne auch mal zu ändern. Wir erhielten nicht nur einen Stadtplan sondern noch zwei weitere Karten mit denen wir unsere weitere Tour planen werden.

IMG_0687

Doch wir erhielten dort auch die Info das unten im Stadthafen die große Hafenrundfahrt, mit der Möglichkeit in Warenmünde zu unterbrechen, startet. Verglichen mit dem Preis einer normalen Stadtrundfahrt, war diese Schiffstour ein wahres Schnäppchen.

IMG_0690

Also schlenderten wir zum Stadthafen und warteten auf das nächste Schiff. Wir hatten richtig Glück, nicht nur das wir auf dem Außen Deck einen schönen Platz fanden, sondern auch einen sehr kompetenten und unterhaltsamen Kapitän an Bord. Die Stunde Fahrt bis Warnemünde ging viel zu schnell vorbei, der Kapitän wusste viel Wissenswertes über die Orte zu vermitteln an den wir vorbei schwammen.

IMG_0710

Warnemünde, der Ort der uns von so vielen empfohlen wurde, jetzt waren wir auch dort. Das erste was wir uns fragten, wie voll ist dieser Ort in den Ferien und in der Hochsaison? Vor lauter Menschen, war es fast unmöglich die schönen Punkte von Warenmünde zu entdecken. Für uns absolut kein Wohlfühlort.

IMG_0810

Endlich ein Schild zum Strand. Doch was war das? Da lagen Betonplatten mitten in den Dünen und gaben den Weg vor. Beton und Strand? Wie passt dies denn zusammen? Für uns jedenfalls überhaupt nicht.

IMG_0833

Warnemünde wir haben es gesehen, aber ob wir da noch mal hin möchten? Wohl eher nicht. Zu überlaufen, zu sehr auf Kommerz ausgerichtet als das es für uns ein Wohlfühlort wäre.

Unser Kapitän
Unser Kapitän

Mit dem letzten Schiff ging es dann wieder zurück nach Rostock. So langsam plagte uns der Hunger, und wie für uns gemacht stolperten wir auf dem Weg vom Hafen zur Fußgängerzone über eine Tafel. Ein Asiate preiste seine Tagesangebote an. Kurzentschlossen traten wir ein, bestellten eins der Angebote und waren angenehm überrascht. Das war original asiatische Küche, nicht eingedeutscht. Und verdammt lecker. Vorspeise, Hauptspeise, Dessert und jeder zwei Getränke für unter 25€. So gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserer Bushaltestelle.

IMG_0859

Heute früh waren wir noch nicht ganz wach, und wunderten uns darüber warum auch heute am Sonntag so viele Menschen zum Ostseepark kommen, die Geschäfte sind doch alle geschlossen. Aber einen Grund musste dies ja haben, wir zogen uns an und gingen auf die Suche nach dem Grund. Und waren plötzlich mitten auf einem großen Flohmarkt. Ein völlig anderes Angebot als im Westen, die Verkäufer und auch Kunden viel lockerer und handeln und feilschen hier absolut üblich. Nicht die Verbissenheit die wir im Westen immer wieder erleben.

IMG_0817

Gleich werden wir erst mal die Versorgungsstation suchen, und unser Wasser wieder auffüllen. Dann ziehen wir weiter. Das war erstmal ausreichend Trubel und Menschenmassen für die nächste Zeit. Im Radio hören wir immer wieder Berichte über den Naturpark Bodden, in diese Richtung möchten wir jetzt und noch ein wenig Natur und Ruhe genießen.

 

Rückblick auf drei Monate

Wir haben Wismar verlassen, und sind die B105 weiter gefahren nach Bad Doberan. Am Münster konnten wir parken. Doch leider nur zwei Stunden Höchstparkdauer. Auch im Ort selber fanden wir keine Parkmöglichkeit die eine ausgiebige Erkundung möglich gemacht hätte. So wurde es nur eine Stippvisite.

Bad Doberan 10.09 (1)

Auch haben wir darauf verzichtet das Münster zu besichtigen. Drei Euro pro Person, für ein Gebäude welches von unseren Steuergeldern finanziert wird, das sehen wir wirklich nicht ein. Eine Kirche ist für uns ein Ort der jedem Menschen unentgeltlich zugänglich sein sollte.

Bad Doberan 10.09 (3)

Bad Doberan selber ein eher kleiner Ort, der tatsächlich in den zwei Stunden zu besichtigen ist. Keine wirklichen Highlights.

Bad Doberan 10.09 (10)

Wir sind also noch die paar Kilometer weiter gefahren und in Rostock angekommen. Ab heute wollen wir unsere Erkundungstouren starten. Gestern lud das Wetter eher zu einem Bummeltag ein. Wir haben ihn genutzt für einen Bummel durch den Ostseepark, haben dort unsere Vorräte wieder aufgefüllt und ein wenig unser Heim aufgeräumt. Ansonsten wirklich nur gefaulenzt und mal einen Tag nichts getan.

Bad Doberan 10.09 (12)

Drei Monate sind wir jetzt unterwegs, haben seitdem 2850km gefahren und schon viel gesehen. So oft es geht frei gestanden. In fast jedem Ort kann man solche Freisteher Plätze finden. Manche sind richtig schön, mitten im Grünen, andere liegen mitten in der Stadt oder an einer belebten Hauptstraße. Doch selbst diese Straßen sind nachts relativ ruhig so dass man gut schlafen kann. Offizielle Stellplätze sind ja auch nicht immer ruhig, wenn man die falschen Nachbarn erwischt. Türen schlagen, Schränke werden mit aller Kraft bedient, Radio oder TV in einer Lautstärke gehört das eigene Geräte unnötig sind.

Bad Doberan 10.09 (13)

In Wismar am Tierpark kam am letzten Abend noch ein weiteres Wohnmobil an. Die beiden hatten nicht so viel Glück wie wir. Als die Dame vom Ordnungsamt ihre Runde am Westhafen machte, waren die beiden on Tour. Als sie wieder kamen, fanden sie ein Knöllchen in Höhe von 15 Euro vor. Sie haben sich sehr geärgert und Wismar verlassen. Wismar ist eine von vielen Städten die sich mit dem Thema Wohnmobile, und dem ständig wachsenden Bedarf an Parkplätzen beschäftigen muss. Von den Parkflächen her, gäbe es in Wismar genügend Möglichkeiten, doch Höhenbeschränkungen und eindeutige Verbote vertreiben auch viele Wohnmobilisten. Aber Wismar ist da in guter Gesellschaft. Die Städte sind stolz darauf dass sie einen offiziellen Stellplatz anbieten können, vergessen dabei allerdings die Tagesgäste die auf einen solchen Stellplatz nicht angewiesen sind, weil sie entweder autark sind, oder abends wieder aus der Stadt raus fahren.

Nach Rostock (3)

Unser Fazit, wir schauen ob es große Einkaufscenter gibt, Sportplätze, Parkanlagen, oder auch Gewerbegebiete. Dort findet man meist einen Platz wo man auch über Nacht stehen kann. Drei Monate bedeuten 90 Tage, geht man vom Durchschnitt 10€ pro Nacht aus hätten wir jetzt schon 900€ nur an Stellplatzgebühren bezahlt. Wir kommen nicht mal auf ein Drittel dieser Kosten. Stellplatz ja, wenn die Versorgung ansteht, oder wir mal wieder eine Waschmaschine brauchen und kein Waschsalon in der Nähe ist.

Nach Heiligendamm (3)

So mein Schatz wird wach, frühstücken und dann ab zur Bushaltestelle. Bis später. Dann gibt es erste Rostock Bilder und natürlich einen ersten Artikel.