Wir kämpfen um unser Kind und gegen falsche Verdächtigungen

Heute vor genau drei Wochen, irgendwann zwischen 13:30 Uhr und 16:00Uhr verschwand unsere Enkelin aus dem Krankenhaus, einfach entführt vom Jugendamt im Namen des Kindeswohl. Ein Albtraum für die Eltern, Großeltern und alle die der Familie nahestehen. Ich habe darüber berichtet

Seitdem ist das Leben ein täglicher Kampf, Gespräche mit dem Jugendamt zeigen das es zu keiner schnellen Lösung kommen wird. Viele Menschen melden sich denen es ähnlich ergangen ist. Die Durchsicht der Patientenakten bringt jeden Tag neue ungeheuerliche Erkenntnisse 

Die Hoffnungen steigen, das diese Erkenntnisse den Albtraum schnell enden lassen. Doch niemand von den Verantwortlichen hört ihnen zu, der durchgängige Tenor, man solle das Gutachten und die Anhörung abwarten.

Die Eltern gehen innerlich kaputt, der Vater veröffentlicht einen Brief an seine Tochter, Worte die sich tief in Herz und Seele brennen.

Die Inobhutnahme so wie durchgeführt wurde, widerspricht allen Regeln, mehrere Gerichte haben aus diesem Grund die Inobhutnahme schon beendet. Widersprüche, Klagen und Anträge werden verfasst.

Immer noch im Glauben an die Gerechtigkeit vergehen die letzten Stunden bis zur Anhörung. Das sehnlichst erwartete Gutachten, kommt erst wenige Stunden vor der Anhörung, nachdem es zuvor fast eine Woche auf irgendeinem Schreibtisch im Jugendamt herum lag. Zu spät um darauf zu reagieren.

Beim lesen wird schnell deutlich, der Rechtsmedizin waren nicht alle Daten und Fakten bekannt, gerade die Fakten die wichtig und ausschlaggebend gewesen wären, lagen nicht vor. Damit stand dann auch fest wie die Anhörung ausgehen würde.

Die Richterin hört sich zwar alles an, entscheidet aber letzten Endes gegen die Eltern. Es soll ein neues Gutachten erstellt werden, damit ist klar es werden Monate vergehen bis es zu einem neuen Termin vor Gericht kommen wird.

Ich begreife langsam wie mächtig eine Behörde sein kann, vor allem wenn es niemanden gibt der Weisungsbefugt ist, niemand der kontrolliert und notfalls regulierend eingreift. Selbst das Familienministerium NRW erklärt sich für nicht zuständig.

Gestern kam der Beschluss, wie nicht anders zu erwarten wurde der Vorwurf des Schütteltraumas aufrechterhalten. Die Richterin nahm  zwar auch zur Kenntnis das es fragwürdige Medikamente wie Indometacin, Cefotaxim, Gentamicin und andere gab. Das Blutwerte auffällig waren, das Kind schon in den ersten Stunden nach der Geburt neurologisch auffällig war, alle diese Beweise lagen ihr vor. Reichten ihr aber nicht aus, um einen Beschluss zugunsten der Familie zu fassen.

Gestrige Recherchen ergaben, die zuständige Sachbearbeiterin des Jugendamtes wurde von dem Fall abgezogen. Die Rechtsmedizin hat den Widerspruch gegen das Gutachten erhalten, darf aber ohne Auftrag einer Behörde die angehängten und relevanten Befunde nicht verwerten, obwohl sie inoffiziell zugab das diese Befunde wahrscheinlich zu einem anderen Gutachten geführt hätten. Daraufhin habe ich an die Staatsanwaltschaft geschrieben, und zeitgleich auch einen offenen Brief an diese Behörde veröffentlicht. Dieser ging auch an Presse  und Medien.

Mit jedem Tag der vergeht wird das kämpfen schwerer, das warten und hoffen unerträglicher. Doch noch bleibt die Hoffnung irgendwo Gehör zu  finden, Felicitaz nach Hause zu holen und zugleich auch den Ruf der Familie wieder herzustellen.

Offener Brief an die Staatsanwaltschaft Wuppertal

Sehr geehrte Damen und Herren,
heute wende ich mich mit einem offenen Brief an Sie.
Es geht um meine kleine Enkelin die übermorgen zwei Monate alt wird. Leider darf sie diesen Tag nicht mit ihren Eltern verbringen, da sie seit dem 02.01.2018 in einer Pflegefamilie untergebracht ist. Die Inobhutnahme fand statt, ohne sich an die rechtlichen Vorgaben zu halten und ohne genaue Prüfung des Sachverhaltes. Obwohl ausreichend Zeit und keine akute Lebensgefahr für Felicitaz bestand, nahm das Jugendamt sie aus dem Krankenhaus in Obhut, ohne den Beschluss des Familiengerichts abzuwarten, bzw. der Antrag wurde erst nach Inobhutnahme eingereicht.
Der Sachverhalt ist folgender, Felicitaz wurde am 24.11.2017 im Klinikum Solingen geboren. Dokumentationen der Wöchnerinnen Station belegen, das sie schon wenige Stunden nach der Geburt neurologisch auffällig war. Ebenso wie ihre Nieren und Blutwerte Auffälligkeiten aufweisen. Die Eltern erfuhren davon erst vor wenigen Tage, nachdem sie endlich die Patientenakte erhalten haben) Trotzdem wurden Mutter und Kind ohne weitere Hinweise, am 27.11.2017 bei Wohlbefinden entlassen. Am 16.12.2017 ging es dem Säugling am Morgen nicht gut, die Eltern sorgten sich weil ihr Kind schlapp und abwesend wirkte, auch hatte es erhöhte Temperatur und wollte nicht trinken. Beide Eltern waren erkältet, und sie befürchteten ihr Kind angesteckt zu haben.
Sie suchten das Klinikum Solingen auf, dort wurden dem Säugling nach einer kurzen Untersuchung diverse Antibiotika verabreicht, noch bevor es zu einer gefestigten Diagnose kam. Zumindest zwei der vier Antibiotika sind in diesem Fall als sehr fragwürdig anzusehen. Sonntags erbrach der Säugling und eine Schwester will gesehen haben wie sie krampfte. Diese Symptome können auf Cefotaxim zurück zu führen sein, welches besonders bei hoher Dosierung diese Nebenwirkungen aufzeigt. Felictaz bekam die dreifache Menge der empfohlenen Tagesdosis.
Ein MRT am darauf folgenden Tag, soll ergeben haben das es ein subdurales Hämatom von 3mm Durchmesser in der harten Gehirnschale gebe. Die Bilder haben die Eltern nie bekommen. Ein Augenarzt stellte angeblich retinale Blutungen fest und somit stand der Verdacht des Schütteltraumas im Raum. Das Jugendamt wurde am 19.12.2017 informiert, eine Notiz in der Akte vom 22.12.2017 bestätigt das spätestens an diesem Tag die Inobhutnahme vom Jugendamt beschlossen war. Also zwei Wochen Zeit bis zum 02.01.2018 sich einen Beschluss zu besorgen. Was nicht geschehen ist.
Die Rechtsmedizin in Düsseldorf wurde beauftragt das Schütteltrauma auch im Gutachten zu festigen, hat aber nicht die komplette Akte erhalten, somit keine Kenntnis von den neurologischen Auffälligkeiten direkt nach der Geburt, keine Kenntnis von den eingesetzten Medikamenten während des Aufenthaltes vom 16.12.2017 – 02.01.2018. Ebenso wenig hat sie Kenntnis davon das der Kindsmutter Indometacin als Wehenhemmer verabreicht wurde. Dieser Wirkstoff sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da er Schäden beim Ungeborenen verursachen kann.
Ich schreibe diesen offenen Brief an Sie, weil ich den Glauben an Recht und Gesetz noch nicht völlig verloren habe, auch wenn ich davon nicht mehr weit entfernt bin. Da weder Jugendamt Solingen Wald, noch die Richterin am Amtsgericht Solingen dafür Sorge getragen haben, das der Rechtsmedizin alle relevanten Daten zukommen, damit ein Gutachten überhaupt neutral erstellt werden kann, fordere ich Sie in diesem offenen Brief zum Handeln auf.
Erteilen Sie der Rechtsmedizin den Auftrag die Unterlagen die sie mit dem Widerspruch vom Kindsvater erhalten haben zu prüfen. Die Rechtsmedizin wird anhand der neuen Fakten schnell erkennen das hier kein Schütteltrauma vorliegt.
Die kompletten Patientenakten von Mutter und Kind liegen den Kindseltern vor und können sofort eingesehen werden.
Ziel dieses offenen Briefes ist es meine Enkelin nach Hause zu holen und die verantwortlichen die sie ihrer Familie entrissen haben zur Verantwortung zu ziehen. Ich vertraue darauf das sie als ein Organ dieses Systems alles dazu tun werden, die Wahrheit heraus zu finden und einem Baby seine Eltern wieder zu geben
 
Hochachtungsvoll
Gabriele Remscheid