Das erste Mal

Ich fahre das erste mal nach Ungarn und habe viele Fragen. So oder so ähnlich tauchen fast täglich Beiträge auf. Neben dem was lohnt sich anzusehen, sind es meist die alltäglichen Dinge die Fragen aufwerfen. Ich werde jetzt mal versuchen darauf ein wenig einzugehen.

Die wichtigste Frage kommt immer wieder, wie komme ich an Forint? Es gibt drei Wege.

1. Ich zahle mit Euro, fast überall möglich, und bekomme Forint zurück. Dies ist aber meist der schlechtere Wechselkurs.

2. Ich nutze eine Wechselstube, da aber aufpassen welchen Kurs sie anbieten, da gibt es große Unterschiede. Direkt hinter der Grenze oder in großen Geschäften sollte man nach Möglichkeit nicht wechseln, lieber ein wenig abseits schauen.

3. Das ist mein Favorit, direkt am Bankautomaten Forint abheben. Alle Automaten fragen nach der Sprache, und dann ist es ganz leicht. Pin eingeben, gewünschte Summe. Dann erscheint die Frage ob in Euro oder Forint abgerechnet werden soll, hier unbedingt Forint auswählen. Fertig.

Auch Kartenzahlung bieten viele Geschäfte, alle Tankstellen und auch sehr viele Restaurants an. Selbst auf dem Markt gibt es mittlerweile einige wenige Händler die dies anbieten.

Die nächste Frage, wo kann ich gut und günstig Essen. Pauschale Antwort könnte lauten, überall. Im Vergleich mit Deutschland und Österreich kann man überall wesentlich günstiger essen.

Am günstigsten ist es wenn man nach Lokalen sucht die Mittagsmenü anbieten. Einfach in der Suchmaschine napi Menü und euren Ort eingeben, dann werdet ihr sicher einige Anbieter finden. Das Menü besteht aus Suppe und Hauptgericht und liegt nie über vier, fünf Euro.

Einkaufen. Wenn diese Frage kommt, lese ich immer wieder Ungarn sei teurer als Deutschland. Ich kann dies nicht bestätigen. Meidet man die Geschäfte die man auch aus Deutschland kennt, und bevorzugt die einheimischen Läden, wie Coop, ABC und die Märkte dann macht einkaufen wieder Spaß. Denn die Preise sind günstiger als bei Aldi, Lidl und Co.

Backwaren beim pékség,

Fleisch und Wurst beim húsbolt,

Obst und Gemüse findet man in Läden an denen zöldség und gyümölcs dran steht.

Beim italbolt finde ich Getränke.

Der Bummel über die Märkte macht Spaß, dort findet ihr auch oft ganz kleine Stände, meist haben sie von allen Angeboten nur ganz wenig oder sogar nur ein Angebot. Aber dafür ist es günstig, ganz frisch geerntet meist aus dem eigenen Garten. Man schmeckt den Unterschied.

Geschwindigkeitsbegrenzungen sollte man ebenso einhalten wie die Null Promille Grenze, dann steht einem entspannten Aufenthalt in diesem schönen Land nichts mehr entgegen.

Urlaub in Ungarn – Ankunft Juli 2017

Viel zu schnell vorbei. Anfang des Monats haben wir uns eine Auszeit gegönnt, und sind nach Ungarn gefahren. Für die einen ein Paradies, für andere die Brutstätte der rechten Szene und Ungarn käme niemals als Urlaubsland in Frage. So jedenfalls schrieb mir jemand, als er hörte wir machen Urlaub in Ungarn.

Unser Ziel war ein kleiner Ort mit ca. 200 Einwohnern, und 13km Straßennetz. Ich habe auch nicht schlecht gestaunt als unser Ortsführer uns dies erzählte. Im Ort gibt es einen kleinen Einkaufsladen, einen Tabakpoint, Arzt und Friseur kommen regelmäßig.

Bushaltestelle, das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist gut ausgebaut, und ab 65 Jahren kann man dieses umsonst nutzen

Tabakpoint? In ganz Ungarn bekommt Tabakwaren nur in diesen Geschäften. Der Zutritt ist nur Personen ab 18 erlaubt, und der Betreiber benötigt für diesen Shop eine Genehmigung. Da man diese Shops meist in der Nähe von Supermärkten findet, ist es kein großer Aufwand mal eben noch den Laden zu wechseln und seinen Bedarf zu decken.

Unser Feriendomizil, zum relaxen genau das richtige

Unser Feriendomizil, welches wir blind ohne vorherige Bilder gebucht hatten, überraschte uns positiv. Ein typisch ungarisches Langhaus, vom Flur aus kommt man als erstes ins WC, dann die zweite Türe ist die Küche, von dort kommt man ins Wohnzimmer und dahinter liegt das Schlafzimmer. Von der Küche aus kommt man auch noch in Bad. Alles war einfach aber liebevoll eingerichtet, alles da was man benötigt um sich ein paar schöne Tage zu machen.

Unsere Vermieter waren deutsche und total lieb. Als wir mittags ankamen, gab es nicht nur was zu trinken sondern auch ein Mittagessen, damit wir nicht sofort noch mal los zu mussten, sondern ankommen konnten. Fand ich total lieb. Nochmal ein herzliches Danke an euch beide <3

Große Sonnenblumenfelder egal wo man hin kam

Während wir Zweibeiner uns kennen lernten, stand unsere Hündin ganz im Mittelpunkt. Die zwei vierbeinigen Herren des Hauses machten ihr den Hof 🙂 Vor dem großen (Rottweiler) hatte unsere Dame allerdings erstmal gehörigen Respekt. Doch nur erstmal, schon bald tobten die drei ausgelassen durch den Garten. War das mein Hund, der daheim jeden anderen Vierbeiner anbellt und in seine Schranken weist? Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Dorfkirche, das wohl am meisten fotografierte Objekt im Ort 🙂

Nach dem Essen zeigte unsere Vermieterin uns das Haus und wir machten es uns erstmal gemütlich. Zu viel mehr reichte die Energie an diesem Tag auch nicht mehr. Die ganze Nacht durchfahren, das waren wir einfach nicht mehr gewohnt.

Weitere Berichte folgen.