Bald ist er vorbei, dieser zweite Sonntag im Mai

Der zweite Sonntag im Mai, auch so ein „Pflichttag“ 🙁 Der zweite Sonntag im Mai, Muttertag 🙁 Viele denken mit Trauer an ihre Mütter die schon von dieser Erde gegangen sind, ihnen bleibt nur das liebevolle Gedenken an einen geliebten Menschen.

Doch was ist mit all jenen deren Mutter noch lebt, und zu der sie trotzdem keine Beziehung haben? Wo das Leben, das Schicksal eine Mauer aufgebaut hat zwischen Mutter und Kind. Da geht es heute wohl beiden Seiten nicht so gut.

Die Mutter die sich verlassen und alleine fühlt, aber auch das Kind welches sich ungeliebt und unverstanden fühlt, beide leiden.

Ich bin beides, die Tochter die keinen Zugang zu ihrer Mutter findet. Die sich immer wieder abgelehnt und unverstanden fühlt. Wie oft in den letzten Jahren dachte ich die Schwierigkeiten sind überwunden, jetzt können wir wieder eine harmonische Beziehung aufbauen. Doch die geringste Kleinigkeit ließ diese zarte Blume wieder welken. Auch aktuell besteht mal wieder keine Beziehung. Der Grund ist für mich immer noch nicht nachvollziehbar, denn ich bin mir keiner Schuld bewusst. Auslöser war ein Artikel  hier auf dieser Seite. Ich habe es gewagt meine Gedanken, Erinnerungen und Gefühle öffentlich zu äußern. In unserer Familie macht man sowas aber nicht. Sowas gehört hinter geschlossene Türen, und somit habe ich mich nicht Familienkonform verhalten. 🙁

Ich habe lange genug hinter verschlossenen Türen gelebt, habe dahinter gelitten und vor der Türe einen auf eitel Sonnenschein gemacht. Die Folge dieser Zeit ist meine PTBS. Auch etwas was von meiner Familie nicht anerkannt und als Fantasien und Geltungssucht abgetan wird.

Ich bin aber auch Mutter von vier Kindern, zwei davon haben sich heute gemeldet. Eins mit sehr bewegenden Worten, die mich sogar zum heulen gebracht haben. Schon wieder 🙁 Das gehört doch nicht an die Öffentlichkeit. Nein ich habe nicht geheult, alles gut.

Die anderen beiden haben schon vor Jahren den Kontakt abgebrochen, von einem weiß ich wenigstens das es ihm gut geht, er zwei Kinder und eine ihn liebende Frau hat. Vom vierten weiß ich gar nichts mehr.

Die Beziehung zu allen meinen Kindern ist nicht glatt und harmonisch verlaufen. Die Differenzen waren teilweise heftig, und wir haben alle gelitten, die Kinder genauso wie ich. Doch mit zweien läuft es wieder richtig gut. Sie sind erwachsen geworden, gehen ihren Weg. Natürlich würde ich mir mehr gemeinsame Zeit wünschen, wünschen darf man ja. Doch im stressigen Alltag bleibt die Zeit nicht immer, und die wenige Freizeit mag man dann auch nicht noch mit Terminen vollpacken.

Doch ich weiß, wenn ich in Not bin kann ich zu beiden gehen sie lassen mich nicht allein. Im Gegenzug wissen sie das aber auch von mir, meine Türe, meine Arme und mein Herz sind immer offen. Für alle meine Kinder.

Mühsam ja, aber dafür stetig

Mein letzter Beitrag vor einigen Tagen klang ja nicht so positiv, und rief viele Reaktionen hervor. Ich möchte all jenen danken die sofort spontan ihre Hilfe angeboten haben. Gerade da unten im Loch, tat es richtig gut zu spüren das es da einige Menschen gibt die mir ihre Hand reichen und mir helfen wollen wieder auf zu stehen. Danke es ist toll das es euch gibt <3

Ein gutes hatte das alles auf jeden Fall, ich habe beim Doc erfahren das die Rentenkasse meinen Antrag schon am bearbeiten ist. Er hatte den Bogen dort liegen. Sie haben ihn am 19.04.2017 erhalten. Dieses Mal sind sie scheinbar schneller als bei der letzten Prüfung. Drückt mir doch alle mal die Daumen, das es reibungslos und vor allem fristgerecht über die Bühne geht.

Dank des neuen Medikamentes, welches mir der Doc verschrieben hat, kann ich wieder abschalten und wenigstens ein bisschen schlafen. Nach vorne schauen, da hat mein Freund Norbert recht, ist jetzt enorm wichtig.

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Aber wir sind mal wieder eifrig am planen, es schwirren uns so einige Ideen im Kopf herum. Doch ihr wisst ja, über ungelegte Eier soll man nicht reden. Nur so viel, wir werden nicht hier bleiben. Wenn alles so läuft wie wir uns dies vorstellen, werden im Juli/August die Weichen gestellt.

Es ist ja nicht so, das man in unserem Alter nicht mehr träumen und fantasieren darf. Das man in unserem Alter nicht mehr an das Abenteuer völliger Neuanfang denken darf. 🙂 Die wenigen die  bisher wissen wovon wir träumen, haben uns jedenfalls ermutigt dies zu machen.

Ja noch einmal ein neues Leben beginnen. Und vielleicht doch noch irgendwann Wurzeln schlagen können. Sicher und doch frei sein. In und mit der Natur leben. Ich wünsche mir so sehr das dies kein schöner Traum bleibt.